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Im Infobl@tt des Palästinakomitee Stuttgart vom Januar 2019 ver­öffentlichen wir ein Bannerfoto, das sich auf keines der Newsletter-Themen bezieht. Das Bild mit Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AFD-Bundestags­fraktion, und Hendrik Broder, Streiter für jede israelische Regierung, egal welch scharfe Menschenrechts­verletzung diese gerade begeht, war uns zu wichtig. Es steht für eine gefährliche Tendenz in der BRD. Das Foto ist bei einem Besuch Broders bei der AFD-Bundestags­fraktion am 29. Januar entstanden, verbreitet hat es der AFD-MdB Jürgen Braun. Dass es zur freundschaftlichen Umarmung zwischen einer prominenten Vertreterin der extremen Rechten und einem Israellobbyisten kommt, erstaunt uns nicht. Electronic Intifada hat bereits 2017 darauf hingewiesen, dass Israel mit seinem völkischen Nationalismus das Idealmodell eines Staates für die europäischen Rechtsextremen wie AFD und FP­Ö darstellt, die Artikel haben wir in den Infobl@ttern August und September 2017 ver­öffentlicht. Und unsere eisernen Israelfreunde Broder, Volker Beck, Jutta Ditfurth und Co. haben sich daran nie gestört. Was sollte also zwischen ihnen stehen? Wie bedenklich die Kombination ist, zeigt sich an der aktuellen Diskussion. Gewiss Broder hat in der Welt, die seine erschreckend unkritische Rede vor der AFD dokumentierte, mehr Distanz zu Politikern gelobt. Doch Michael Wolffsohn wird im aktuellen DLF-Interview vom 31.01. klar. Er verteidigt die AFD, da sie zu Israel stehe.
Bei Israel-Freunden kann man über jede Menge Antisemitismus, Rassismus und Ignoranz gegenüber Menschenrechten, wie sie in der AFD heimisch sind, hinwegsehen. Ein besseres Einfallstor für die AFD gibt es nicht.
Kanada untersucht den Jewish National Fund auf Finanzierung von Verbrechen Israels
Nora Barrows-Friedman
electronicntifada.net, übersetzt G. Merz
Protest gegen den JNF in Kanada
socialistproject.ca

Auf Druck von Menschenrechtsaktivisten und einem palästinensischen Flüchtling hat die Canada Revenue Agency eine Untersuchung gegen den Jewish National Fund of Canada über dessen Verwendung von Wohltätigkeitsspenden für die Einrichtung von Projekten des israelischen Militärs und illegaler Siedlungen begonnen.Die Benutzung von Wohltätigkeitsspenden zur Finanzierung von ausländischen militärischen Projekten widerspricht dem kanadischen Gesetz. Klar wird im Artikel, dass die Spenden, die der kanadische Zweig des israelischen Jewish National Fund direkt in solche Projekte fließen. Auch in der BRD hat der Jewish National Fund einen Zweig, der Spenden sammelt.

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Die Kampfdrohnen kommen
Matthias Monroy
heise.de
Unser Protestplakat bei einer Aktion in Stuttgart gegen die Beschaffung der Kampf-Drohnen
Pako

Am Montag [28.01.19] startet die Bundesregierung ihr Kampfdrohnen-Programm auf dem Luftwaffenstützpunkt Tel Nof in Israel. Die Bundeswehr bezieht dazu ein Containerdorf auf der Basis im Süden von Tel Aviv. Das bestätigt das Verteidigungsministerium und schreibt, dass der Beginn der Ausbildung deutscher Soldaten auf Initiative der israelischen Armee mit einer Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt beginnt. Tel Nof gehört zu den wichtigsten Anlagen der israelischen Luftwaffe, Berichten zufolge sind dort Atomwaffen stationiert. Auch die Angriffe auf Gaza werden von dort geflogen...Matthias Monroy zeigt im Artikel auch, wie wenig die Aktivitäten der deutschen Soldaten in Tel Nof für den Bundestag kontrollierbar sind.

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Die Jüdische Stimme braucht keinen Koscher-Stempel
juedische-stimme.de
juedische-stimme.de


Seit über 15 Jahren ist die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. aktiv. In enger Zusammenarbeit mit mehreren palästinensischen und israelischen Organisationen dokumentieren und bekämpfen wir die vom Staat Israel begangenen Menschenrechtsverletzungen und verbreiten oppositionelle jüdische Stimmen, die im Mainstream-Diskurs oft nur am Rande vernehmbar wären. Durch unsere schlichte Existenz und unsere Aktivitäten hat die deutsche Öffentlichkeit die Gelegenheit, einer vielfältigen und kritischen jüdischen Gemeinschaft in diesem Land ins Auge zu sehen.In letzter Zeit verstärkten sich Druck und Gegenmaßnahmen gegen unser Eintreten...

Link zur Erklärung
Zwischen den Stühlen
Stefan Reinecke
taz.de
Die Jewish Voice for Peace, Schwesterorganisation der Jüdischen Stimme, protestiert gegen den Missbrauch des Antisemitismusbegriffs

Die Bank für Sozialwirtschaft wollte in Sachen Israel-Kritik und Antisemitismus alles richtig machen. Jüdische und israelische Intellektuelle protestieren.... Im Taz-Artikel schreibt Stefan Reinecke über den Protest zahlreicher bekannter jüdischer und jüdisch-israelischer Intellektueller dagegen, dass nicht-jüdische Deutsche darüber urteilen sollen, ob eine Initiative von Juden und jüdischen Israelis, darunter viele Nachkommen von Holocaust-Überlebenden, – die Jüdische Stimme für gerechten Frieden – antisemitisch sei. Ein Link zur Erklärung findet sich auch im Artikel. Reinecke berichtet auch über die Kampagne der israelischen Regierung, die die Opposition auch im Ausland zum Schweigen bringen will.

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„Nicht jeder Boykott ist antisemitisch“
Jannis Hagmann: Interview m. Moshe Zimmermann
taz.de
Professor Moshe Zimmermann
Bildschirmaufnahme

Der auch aus der ARD bekannte israelische Historiker verteidigt den Verein „Jüdische Stimme“. – taz: Herr Zimmermann, gemeinsam mit mehr als hundert jüdischen Intellektuellen wehren Sie sich gegen den Versuch, den Berliner Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ zum Schweigen zu bringen. Warum soll diese Stimme weiterhin zu hören sein? Moshe Zimmermann: Wir leben in einer Zeit, in der die Meinungsfreiheit immer weiter eingeschränkt wird. Beim Thema Israel spürt man das besonders stark. Stimmen, die sich gegen die israelische Regierung und ihre Unterstützer erheben, werden marginalisiert und unterdrückt. Es ist Zeit, dass wir als israelische Intellektuelle uns wehren.

Link zum Artikel
Jüdische Stimme für gerechten Frieden: Der Einsatz für Menschenrechte ist nicht antisemitisch
juedische-stimme.de
juedische-stimme.de
Unter den Unterzeichnern des offenen Briefes ist auch der Autor dieses Buches, Moshe Zuckermann
westendverlag.de

In einem offenen Brief verurteilen mehr als 80 namhafte jüdische Wissenschaftler und Intellekt­uelle, darunter Noam Chomsky, Eva Illouz, Alfred Grosser, Moshe Zimmermann, Judith Butler und Micha Brumlik, die Anfeindungen gegen die Initiative Jüdische Stimme für gerechten Frieden und rufen die deutsche Zivilgesellschaft auf, die freie Meinungsäußerung jener zu gewährleisten, die sich gegen die Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung wenden...

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Israelische Unternehmen verkaufen Spionagetechnologie,
die sie für die Besetzung Palästinas entwickelt haben
Interview mit Antony Loewenstein
The Real News, übersetzt Pako
Überwachungskamera
Bildschirmaufnahme
The Real News

Eine kleine Anzahl israelischer Unternehmen
spielt eine wachsende Rolle bei der Verfolgung
von Menschenrechtsaktivisten in Mexiko, bei
der Ermordung des Journalisten derWashington Post, Jamal Khashoggi, in Istanbul,beim Versuch von Harvey Weinstein, Frauen zum Schweigen zu bringen, die sich über seine sexuelle Belästigung beschwert haben, und generell bei der Unter­stützung autoritärer Regierungen auf der ganzen Welt, damit sie ihre Macht behalten. Im Interview mit The Real News analysiert Antony Loewenstein, wie die israelische Regierung die Erfahrung aus der Unterdrückung der Palästinenser für"Sicherheits­technologie", den Export und Geopolitik nutzt.

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Das israelische Nationengesetz diskriminiert auch Mizrahis
Orly Noy
972mag.com, Übersetzung Pako
Buchempfehlung: Juden im Orient,
von John Bunzl

Am Dienstag [01. Januar] reichten mehr als 50 prominente israelische Juden mizrahischer Herkunft eine Petition beim Obersten Gerichtshof ein, in der sie forderen, das Gesetz abzuschaffen, da es sowohl palästinensische Bürger, als auch jüdische mizrahische Bürger Israels diskriminiere. Der Petition zufolge ist das Gesetz, das das Arabische von einer Amtssprache in eine Sprache mit „Sonderstatus“ degradiert, „antijüdisch“, da es Geschichte und Kultur der Juden aus arabischen und muslimischen Ländern ausgrenzt, „während es den Eindruck stärkt, dass die jüdisch-arabische Kultur minderwertig sei... und die Identität des Staates Israel als antiarabisch verankere“...

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Die palästinensische Führung muss die Wahrheit aussprechen: Ein Staat existiert
Richard Falk
middleeasteye.net, übersetzt Pako
Palästinensicher Protest im Dezember 2018
middleeasteye.net

In seinem Beitrag für Middle East Eye appelliert der ehemalige Sonderberichterstatter der UN für die palästinensischen Autonomiegebiete und Professor für internationales Recht Richard Falk an die palästinensische Führung, in ihrer Politik von den Realitäten auszugehen. Der eine Staat ist längst Wirklichkeit. Es stellt sich nur die Frage, welche Art von Staat zwischen Mittelmeer und Jordan existiert, ein säkularer, demokratischer Staat oder ein Apartheidsystem.

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Israel plant, 36.000 Araber in Negev zu vertreiben
middleeastmonitor.com
middleeastmonitor.com, übersetzt Pko
Israelische Polizeikräfte zerstören Unterkünfte in Umm Al-Hieran
middleeastmonitor.com

Folgende Meldung geht durch die Medien: Der israelische Landwirtschafts- und Entwicklungs­minister Ori Ariel hat einen Plan zur Vertreibung von etwa 36.000 Palästinensern aus ihren „nicht anerkannten“ Dörfern im Negev abgeschlossen, berichtete Arab48 gestern [28.01.19]. Arab48, die aus der Quelle Israel Hayom berichteten, sagten, dass die israelische Regierung mit der Umsetzung des Plans in diesem Jahr beginnen werde, wenn er genehmigt wird. Bei den Palästinensern handelt es sich um israelische Staatsbürger. Der israelische Staat anerkennt jedoch ganz im Gegensatz zum osmanischen Reich, die Rechte der ursprünglichen Negevbewohner an ihrem Land nicht an.

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Inteview mit Sophia Deeg
Autor
de-de.facebook.com/12juedischestimme
Auf unserer Konferenz 2010 in Stuttgart: Sophia Deeg (re),Ilan Pappe (Mitte), Ali Abunimah von electronicintifada.net
arbeiterfotografie.com

In der Süddeutschen erschien am 28. Januar ein Artikel zu BDS, dem man leider mal anmerkt, dass der Schreiber darauf abzielt, BDS in ein negatives Licht zu rücken - tendenzi­oes dagestellt, selektiv zitiert, das ist eine wirklich berechtigte Kritik. Die ebenfalls zu BDS befragte Aktivistin Sophia Deeg gibt wegen schlechter Erfahrungen nur noch schriftliche Antworten. Das hat sich hier gelohnt, denn daraus ist ein erhellendes Interview entstand­en, das wir hier ver­­­­­oeffentlichen. Gleichzeitig publizieren wir noch einen Leserbrief zum Artikel in der Süddeutschen, den wir ebenfalls für sehr ge­lungen halten. Natürlich findet sich auf dem pdf und der Link zum Artikel in der Süddeutschen selbst.

Link zum Interview
Das „Israel-Problem“ der linken Gatekeeper
diefreiheitsliebe.de
diefreiheitsliebe.de
Ausschnitt aus einer
email-Anzeige
diefreiheitsliebe.de

„Wir, eine 6er-WG (…) in einem Wohnprojekt in der Hamburger Hafenstraße, suchen (…) eine Zwischenmieterin. Das Zimmer ist ca. 16qm groß, in der monatlichen Miete von 350 Euro sind alle Nebenkosten (…) inklusive. Mit Hund, Katze, Feminismus, Rauchen, Israel und vegetarischer Küche solltest du kein Problem haben. Interesse? Melde dich bei uns bitte mit ein paar Sätzen zu dir per mail.“Gegen Hunden oder Katzen haben wir nichts, unser Leben versuchen wir ohnehin feministisch und vegan zu gestalten und das Rauchen geht angesichts der Wohn- und Preislage auch klar – auf Kompromisse sind wir ja eingestellt. Nur die Erwähnung eines Nationalstaates in der Anzeige macht klar, dass wir und unsere Freunde dort unerwünscht sind.

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Israel rationiert Wasser für palästinensische Gefangene
Tamara Nassar
electronicintifada.net Übersetzt Pako
Razzia im Gefängnis Ofer am
20. Januar 2019
samidoun.net

Letzte Woche kündigte der israelische Regierungs­minister Gilad Erdan an, dass Israel die Bedingungen für Palästinenser in israelischen Gefängnissen verschlechtern wird, Mittel, die von der Palästinensichen Autonomiebehörde für das Wohlergehen von Häftlingen bereitgestellt werden, zu blockieren, die Autonomie der Häftlinge zu verringern und mehr Einschränkungen bei der Wasserversorgung einzuführen, und erklärte, dass der Wasserverbrauch der Häftlinge „verrückt“ sei und eine Möglichkeit für sie, „den Staat zu untergraben“...

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Weltkirchenrat weist Antisemitismus-Vorwürfe zurück
ref.ch
ref.ch
Begleitung von Schulkindern
durch einen EAPPI-Freiwilligen
eappiaus.raisely.com

Eine israelische Organisation hat dem Weltkirchen­rat Antisemitismus vorgeworfen. Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) distanziert sich von den Anschuldigungen vehement. Stein des Anstosses ist ein ÖRK-Begleitungsprogramm in Palästina und Israel. Der ÖRK reagierte auf einen Bericht von "NGO Monitor". Die in Jerusalem ansässige Beobachtungsstelle hatte über das ÖRK-Begleitungsprogramm in Palästina und Israel, EAPPI, geschrieben. Laut NGO Monitor handle es sich bei EAPPI, das seit 2002 rund 1’800 freiwillige Helfer in den Nahen Osten gebracht hat, um ein "Trainingscamp" für anti-israelische Aktivitäten...

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Amnesty International: URGENT ACTION Beduinensprecher in Haft
AI
AI
Ma'asiyahu Gefängnis IsraelBildschirmaufnahme youtube.com

Am 25.Dezember 2018 musste Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe antreten, zu der er wegen der Wahrnehmung seiner Rechte auf Meinungs- und Versammlungs­freiheit verurteilt worden ist.
Er wird derzeit im Maasiyahu-Gefängnis in Ramla im Zentrum von Israel festgehalten. Amnesty International betrachtet Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi als gewaltlosen politischen Gefangenen und fordert seine sofortige und bedingungslose Freilassung...

Link zum Aufruf
Annual Report: Palestine Institute For Biodiversity and Sustainability
palestinenature.org
palestinenature.org

palestinenature.org

The Palestine Institute for Biodiversity and Sustainability (PIBS) and its Palestine Museum of Natural History (PMNH) were initiated at Bethlehem University and opened its doors to the public in April 2017. This report highlights the amazing accomplishments in the calendar year 2018. These accomplishments in education(to thousands), conservation(protection of natural areas), research(30 publications), and community service would not have beenpssible without the youto whom this report is presented:funders (individual and institutions), staff members, volunteers, exective board, and partners (in governmental and nongovernmental entities)...

Link zum Jahresbericht (engl.)
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