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Ein Schwerpunkt des Februar-Infoblatts des Palästinakomitee Stuttgart sind die palästinensischen Gefangenen. Anlass dazu ist der 92-tägige Hungerstreik von Mohammad Alqeeq, der damit gegen Misshandlung und menschenrechtswidrige Administrativhaft Widerstand leistete. Alqeeq erreichte zwar die Zusage, dass die Administrativhaft nicht verlängert wird, doch wegen des international kritisierten Verhaltens der israelischen Justiz ringt er heute mit dem Tod und wird sicher die gesundheitlichen Folgen des Hungerstreiks nie mehr überwinden. Etwa ein Fünftel der palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen sind übrigens Kinder. Weitere Themen des Februar-Infoblattes sind die Israeli Apartheid-Week und die derzeit laufenden Veranstaltungen, die Erfolge der BDS-Bewegung sowie einige Beiträge, die die aktuelle politische Situation analysieren. Außerdem machen wir auf eine Veranstaltung mit Dr. Salman Abu-Sitta, dem bekannten Verfasser des "Atlas of Palestine 1917 - 1966" am 2. April in Stuttgart aufmerksam.
150 "Subvertisements" in der Londoner Untergrundbahn
samidoun
samidoun.net
Subvertisement in der
Londoner Tube

samidoun

In London wurden Ende Februar von Aktivisten der London Palestine Action (LPA) in mindestens vier Untergrundbahnlinien150 Plakate geklebt.

Auf den ersten Blick sehen sie aus wie übliche Anzeigen, sie weisen jedoch auf die Komplizenschaft der Regierung Großbritanniens für die israelische Besatzung und Apartheid hin.

Eine der "Anzeigen" hebt die Einseitigkeit in der Berichterstattung der BBC hervor, auf anderen geht es um systematische Hauszerstörungen und den Waffenhandel mit Israel...

Link zum Artikel in samidoun
Israeli Apartheid Week 2016
samidoun
apartheidweek.org
Subvertisment, London


Unterstützt die palästinensisch-geführte Bewegung für Boykott, Desinvestition, Sanktionen – BDS

Aktionen zur Israeli Apartheid Week finden statt in:

Großbritannien: 22. - 28. Februar
Europa: 29. Februar - 07. März
Palestina: 01. - 10. März
Südafrika: 01. - 10. März
Arabische Welt: 20. - 26. März
USA: unterschiedlich, inkl. 27. März - 03. April
Lateinamerika: 10. - 24. April

Link zur Kampagne
Immer mehr palästinensische Kinder in israelischen Gefängnissen
Charlotte Silver
Electronic Intifada
Palästinensische Kinder an einem Checkpoint in Jerusalem Mahfouz Abu Turk/Apa Images

Mit dem stärkeren palästinensischen Widerstand seit Anfang Oktober 2015 werden wieder mehr palästinensische Kinder gefangen genommen. Allein in der Zeit von August bis Ende Oktober 2015 hat sich die Zahl verdoppelt. Zeugenaussagen, die Addameer und Defense of Children International gesammelt haben, deuten auf Misshandlungen hin. Charlotte Silver beschreibt die Situation in electronic intifada.

Link zum Beitrag
Rettet das Leben des Journalisten Mohammad Alqeeq
Felicia Langer und Dr. med. Khaled Hamad


Mohammad Alqeeq
im Hungerstreik

Aus dem Apell

Offener Brief an die Bundeskanzlerin
Rettet das Leben des gefangenen palästinensischen
Journalisten Mohammad Alqeeq

Solidarität mit den Gefangenen in Administrativhaft

Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel

der palästinensische Journalist Mohammad Alqeeq aus Ramallah setzt seinen Hungerstreik fort. Er
protestiert gegen seine Verhaftung am 21.11.2015 ohne Anklage und ohne Gericht.(...)
Mehr als 500 Palästinenser werden in sogenannter Administrativhaft festgehalten, und dies bedeutet: ohne Anklage, ohne Rechtsbeistand, ohne Prozess, nur weil sie in den Augen der Besatzer angeblich eine Gefahr darstellen...

Link zum Appell: The European Alliance in Defence of Palestinian Detainees
Kriminalisierung von Kritik an Israel gefährdet Meinungsfreiheit
RT
RT Deutsch
Glenn Greenwaldreuters

Es gibt eine sehr gut koordinierte und finanziell großzügig ausgestattete Kampagne, angeführt von israelischen Regierungsinstitutionen und ihren Unterstützern, um politischen Aktivismus gegen die Israelische Besatzungspolitik zu kriminalisieren. Darauf weist der Snowdon-Vertraute Glenn Greenwald hin. Allein eine solche Aussage reicht vielen zionistischen Profi-Propagandisten schon aus, um Greenwald, selbst jüdischer Abstammung, mit wüsten Antisemitismus-Vorwürfen zu überhäufen.

Artikel im Original in Englisch:
theintercept.com/2016/02/16/greatest-threat-to-free-speech-in-the-west-criminalizing-activism-against-israeli-occupation

Link zum Artikel auf RT Deutsch
An meine israelischen Brüder: Wir können das stoppen
Jonathan Ofir
palaestina-portal.eu
Erschiessung eines Wehrlosen
in Jerusalem, Februar 2016
Electronic
Intifada

In seinem offenen Brief schreibt der israelische Musiker und Dirigent Jonathan Ofir "Ich will das nicht in Hebräisch schreiben, obwohl das wahrscheinlich das direkteste Mittel ist, um euch (your minds) zu erreichen. Ich werde das nicht machen, weil ich vom Waschen der Schmutzwäsche unter uns Israelis, die "gegenseitig verstehen", genug habe. Während ich euch schreibe, sind meine Hoffnungen auf eine Veränderung, die von innen, von uns Israelis kommt, mit den Jahren leider geschwunden, und deshalb setze ich auch und noch mehr, auf die Intervention der internationalen Gemeinschaft – deren Hilfe wir so dringend nötig haben – aber nicht für mehr Geld, Waffen und ein "Verständnis", das uns rechtfertigt...

Link zum Artikel von Jonathan Ofir
Der Kaiser hat keine Kleider
Miko Peled
American Herald Tribune
GraffitiAmerican Herald Tribune

Der israelische Autor und Aktivist Miko Peled lebt in den USA. Er wurde in Israel geboren und wuchs dort auf. Sein Vater ist der verstorbene israelische
General Matti Peled. Durch eine persönliche Familientragödie wurde er dazu motiviert, über Palästina, seine Menschen und ihre Geschichte zu recherchieren.
Er schreibt in seinem Artikel: In den letzten 70 Jahren hat Israel unglücklicherweise viele Erfolge auf Kosten der Palästinenser erzielt. Der bemerkenswerteste Erfolg ist der, die Palästinenser und die Welt glauben zu machen, dass die Besatzung Palästinas 1967 begann und dass deshalb die Lösung der Palästinafrage in der sogenannten Zweistaatenlösung liege...

Link zum Artikel von Miko Peled
Million von Pro-Israel-Organisationen
Sarah Lazare, Max Blumenthal
AlterNet
Hillary Clinton bei AIPAC
Alternet

Auffällig still sind die Medien wenn es um die riesigen Summen geht, die die Clintons durch bezahlte Reden an Pro-Israel-Organisationen verdient haben. Unter diesen Organisationen befindet sich auch der Jüdische Nationalfonds (JNF), der direkt an ethnischer Säuberung von Palästinensern und israelischen Negev-Bewohnern beteiligt ist.
Die Auswertung von Hillary Clintons öffentlichen Auskünften für den Zeitraum zwischen 2001 und 2015 zeigt dass sie, Bill und ihre Tochter Chelsea ungefähr 4 Millionen US-Dollar für Reden von Pro-Israel-Organisationen erhalten haben...

Link zum Artikel (engl). auf AlterNet
Israels „Krieg“ gegen BDS wird immer verzweifelter
Asa Wistanley
der-semit.de
Hauszerstörung, Hebron Jan. 2016
Electronic Intifada

In den letzten 11 Jahren hat die Bewegung trotz massiver und kapitalkräftiger Gegenreaktionen von Israels einflussreichen Unterstützern im Westen einige beeindruckende Ergebnisse erzielt. Die Beispiele hierfür sind zu zahlreich, um ins Detail zu gehen, aber der letzte große Sieg war die Aktion der Vereinigten-Methodisten-Kirche in den USA, ihren Pensionsfond in Höhe von 20 Milliarden Dollar von jedem Anteil an fünf israelischen Banken zu desinvestieren.
Im Juni sagte Yitzhak Herzog, der Vorsitzende der vermeintlich linken israelischen Arbeiterpartei, dass „der Boykott Israels eine neue Art des Terrorismus ist“, der „mit allen Mitteln und aller Macht (...) , bekämpft werden muss“.

Zum Artikel von Asa Wistanley
Palästinenser müssen nicht aufgehetzt werden...
Rami Younis
palaestinakomitee-stuttgart.de
Täglich stundenlanges Warten auf dem Weg zur Arbeit - hier bei Bethlehem
flickr.com

Es liegt etwas Selbstgerechtes darin, Palästinenser die sich mit Gewalt gegen die Besatzung wehren, „Terroristen“ zu nennen, während man diejnigen die eine gewaltätige Besatzung unterhalten als „Sodaten“ bezeichnet. Noch grotesker wird es, wenn es sich um Minderjährige, sogar Kinder handelt, die solch verzweifelte Taten begehen. Sogar wenn es sich um 11- oder 13-Jährige handelt, werden sie als Terroristen bezeichnet, selbst in angeblich liberalen Zeitungen, wie Haaretz. Die Tatsache, dass Minderjährige nicht strafmündig sind, ist plötzlich nicht mehr von Belang für diese sogenannten Liberalen...

Link zum Artikel von Rami Younis
Das Böse der Banalisierung
Interview mit M. Zuckermann
Hintergrund
Buchtitel

Promedia Verlag

Mit seiner Veröffentlichung „Antisemit!“ – Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument im Jahr 2010, prangert der israelische Historiker Moshe Zuckermann in ungewohnter Schärfe die Deformation und den ideologischen Missbrauch der – historisch und politisch nach wie vor notwendigen – Antisemitismuskritik für die Durchsetzung machtpolitischer Interessen an. Im Fokus seiner Genealogie und Analyse dieser Entwicklung, mit der sich laut Zuckermann eine „regressive Bewältigung der Vergangenheit“ Bahn bricht, stehen die politischen Kulturen Deutschlands und Israels...
Das Interview wurde im Jahr 2010 geführt, ist aber heute ebenso aktuell und lesenswert...

Link zum Interview mit Moshe Zuckermann
Diskussionsveranstaltung mit Dr. Salman Abu-Sitta
Pako
Pako
Dr. Salman Abu Sitta
bei einem Vortrag
Veterans
News Now

Während man hier von der Pflicht zur Rückkehr von Flüchtlingen redet, spricht Dr. Abu Sitta über das Recht der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr! Die Verwirklichung dieses Rechts ist ein zentrales Thema des sogenannten "Nahostkonflikts".
Wann: Samstag, 2. April 2016, 19.30 Uhr
Wo: Begegnungszentrum AWO-Ost
Ostendstr. 83 – 70188 Stuttgart
Dr. Abu Sitta wurde 1937 in Beer Sheva, Palästina, geboren. Mit seinen zahlreichen Studien, zu denen der „Atlas of Palestine – 1917 to 1966“ (erschienen 2010) gehört, ist er ein führender Experte beim Thema Nakba – Vertreibung der Palästinenser, dem Recht auf Rückkehr und den zahlreichen Hindernissen, mit denen der Staat Israel die Verwirklichung zu verhindern versucht.

Link zur Veranstaltungsseite
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