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KritikerInnen der israelischen Regierung aus der öffentlichen Diskussion zu drängen, wird in Deutschland mit peinlicher Absurdität praktiziert. Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man sich ansieht, wie die Göttinger Rathausspitze, Universitätsleitung und Sparkasse mit der Jury, die den Göttinger Friedenspreis verleiht und den diesjährigen gewählten PreisträgerInnen, der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ umgehen. Glücklicherweise gibt es Personen und Initiativen mit der notwendigen Zivilcourage, daher bekommt die Jüdische Stimme doch den Preis, auch ohne die Unterstützung der öffentlichen Vertreter. Das ist die Titelgeschichte des Februar-Infobl@tts 2019 des Palästinakomitee Stuttgart. Wie gefährlich diese Feigheit gegenüber einer offensichtlich von der rechten israelischen Regierung gestarteten Kampagne ist, zeigt ein zweiter Schwerpunkt des Infobl@tts. Hier geht es um die enge Zusammenarbeit der Netanjahu-Regierung mit den europäischen rechtspopulistischen Kräften, die massiv davon profitieren (Vortrag von Shir Hever und Artikel im Tagesspiegel). Weitere wichtige Themen sind unter anderem der Wahlkampf des israelischen Ex-Generals Benny Gantz und dessen Vorgehens­weise im Gazakrieg 2014, der Beitrag des bekannten französischen Journalisten Alain Gresh zur europäischen Antisemitismusdiskussion, die Distanzierung der US-amerikanischen Jewish Voice for Peace vom Zionismus, die koloniale Forstpolitik des JNF und eine neue Studie von Dr. Shir Hever und dem aus der ARD bekannten Journalisten Wolfgang Landgraebe über die israelische Rüstungsindustrie und die Zusammenarbeit mit den so genannten „westlichen“ Staaten.


Feiger und unehrlich begründeter Rückzug... Preisverleihung findet dennoch statt – Spenden erforderlich
Andreas Zumach

Andreas Zumach
nahost-forum-bremen.de

Feige, dieses Urteil für das Verhalten von G­oe­ttinger Rathausspitze, Sparkasse und Universität ist sicher nicht zu scharf. In der Auseinandersetzung um den diesjährigen G­­oettinger Friedenspreis, den die Jury um den Journalisten Andreas Zumach der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden verleihen will, ließen sich die drei institutionellen Unterstützer des Preises durch eine wahre Rufmordkampagne unter Druck setzen, deren politischer Hintergrund offensichtlich ist. Wir dokumentieren die Stellungnahme des Jury­vorsitzenden Andreas Zumach zur Situation und weiter unten zu den Falschbehauptungen.

Link zur Erklärung
Stellungnahme zu Falschbehauptungen 14.02.19
Andreas Zumach

Aus der Satzung - Unterstreichung
in Rot, Pako


Andreas Zumach, Vorsitzender der Jury des Göttinger Friedenspreises

Stellungnahme zu der von Göttinger FDP-Politikern und dem Zentralrat der Juden in Deutschland vorgetragenen Kritik und ihren Falschbehaupt­ungen über den diesjährigen Preisträger „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V“ sowie zur Forderung ,die Preisverleihung am 9. März in der Göttinger Universität abzusagen oder zumindest auszusetzen...

Link zur Stellungnahme
Antizionismus, Antisemitismus und Kolonialideologie
Alain Gresh
orientxxi.info, übersetzt Paako
Mitglieder des sozialistischen Bunds demonstrieren 1907
wikipedia

Alain Gresh, der Herausgeber der bekannten franzö­zisichen Monatszeitung Le Monde diplo­matique, hat sich mit einem Beitrag zum Verhältnis von Zionsmus und Kolonialideologie in die Anti­semitismus­ debatte in Frankreich eingeschaltet. Der Beitrag ist auch für die deutsche Diskussion hilfreich. Gleich zu Beginn stellt Gresh fest: "In der Debatte in Frankreich über den Antisemitismus fehlen oft zwei Dimensionen: die Tatsache, dass in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die über­wiegende Mehrheit der Juden dem Zionismus feindlich gesinnt war (waren sie auch anti-semitisch?); und dass das Hauptmerkmal dieser Bewegung darin bestand, Teil einer kolonialen Logik von Eroberung und Besiedlung zu sein."

Link zum Artikel
Offener Brief an die Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen Frau Prof. Dr. Ulrike Beisiegel
Fanny Reisin



Ganz aktuell hat uns der Brief von Fanny-Michaela Reisin erreicht, den die emeritierte Professorin und ehemalige Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte, an die Professorin Dr. Ulrike
Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen, geschrieben hat.

Professor Reisin und die Jüdische Stimme, zu der Professor Reisin zählt, haben sich dazu entschlos­sen, den Brief zu veröffentlichen. Das Schreiben enthält zahlreiche wichtige Hintergründe.

Link zum Offenen Brief
Wie mit israelischen Waffen Menschenrechte verletzt werden
Wolfgang Landgraeber und Shir Hever
gn-stat.org
Kinder in Trümmern, Gaza 2012
waronwant.org

Der mit seinen Analysen zur israelischen Besatzung und Sicherheitsindustrie bekannt gewordene Wirtschaftswissenschaftler Dr. Shir Hever und der Journalist Wolfgang Landgraeber, der mit seinen Beiträgen aus den politischen Fernsehmagazinen Monitor und Panorama vielen ein Begriff ist, haben jetzt eine Studie zur israelischen Waffenindustrie herausgebracht. Die Studie zeigt v.a. auch die Rolle Israels in der Zusammenarbeit mit den so genannten "westlichen" Staaten in diesem Bereich und weist auf unheilvolle Entwicklungen hin.

Link zur Studie
Israel-Palästina, Bäume, die die Kolonisierung verbergen
Adèle Ribuot, Nadav Joffe
orientxxi.info, übersetzt Pako
Ruinen von Imwas
uridavis-official-website.info

Am Beispiel des Ayalon-Canada Park analysieren die beiden Landschaftsplaner Ad­èle Ribout und Nadav Joffe die Forstpolitik des Jüdischen Nationalfonds und ihren eindeutig kolonialen Charakter. Was als Begrünung und ­­oekologische Maßnahme verkauft wird, ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Kampfmittel zur Eroberung des Landes, idelogisch und ganz praktisch.

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,,Israels rechte Freunde in Europa und den USA" – Dr. Shir Hever am 04.02.2019 in Bonn
Palästinensische Gemeinde Deutschland - Bonn

Shir Hever während seines Vortrags in Bonn
Bildschirmaufnahme

Das Verhältnis der israelischen Regierung zu den europäischen rechtspopulistischen Kräften ist Thema des Vortrags, den Dr. Shir Hever vor kurzem in Bonn gehalten hat. Dabei wird deutlich, dass die Netanjahu-Regierung geradezu das Bündnis mit diesen Parteien und den von ihnen dominierten Regierungen sucht. Dass es sich dabei eindeutig um Antisemiten handelt, st­­oert die rechte israelische Regierung in keinster Weise. Die rechten Kräfte profitieren massiv davon.

Link zum Video
Zum Schweigen bringen
Ulrich Bausch
kontextwochenzeitung.de
Aus der Nakba-Ausstellung

In der Reutlinger Volkshochschule wird eine Ausstellung massiv angefeindet, die die Flucht und Vertreibung der Palästinenser behandelt. Der Vortrag des Journalisten Andreas Zumach dort sollte verhindert werden. Der Autor der Internet-Zeitung Kontext leitet die Volkshochschule, er sieht die Meinungsfreiheit in der Israeldebatte in Gefahr...

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Israel und Europas Rechtspopulisten: Verbündete gegen Islam und Islamismus
Malte Lehming
tagesspiegel.de


War es bloß ein zeitlicher Zufall? Just an dem Tag, als der Historiker Saul Friedländer im Bundestag die Gedenkrede für die Opfer des National­sozial­is­mus hielt, veröffentlichte Beatrix von Storch, Vize-Fraktionschefin der AfD, einen Artikel auf der Nachrichtenseite des israelischen Internet-Radio­senders „Arutz Sheva“ (Kanal 7). Der ist weltweit zu empfangen und gilt als Sprachrohr der israelischen Siedler-Bewegung. Der Artikel trug die Überschrift: „Die deutsche Regierung verfolgt Freunde Israels, keine Antisemiten.“ Im Wesentlichen wendet sich die Autorin gegen den Beschluss des Bundesamtes für Verfassungsschutz, ihre Partei als Prüffall einzustufen...

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Unsere Einstellung zum Zionismus
jewishvoiceforpeace.org
jewishvoiceforpeace.org, übersetzt Pako
Propaganda-Poster der zionistischen Miliz Irgun 1931
mit Anspruch auf Palästina und Transjordanien, vom Mittelmeer
bis zum Euphrat
palestine-studies.org

Jewish Voice for Peace wird geleitet von einer Überzeugung von Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit für alle Menschen. Wir lehnen den Zionismus vorbehaltlos ab, da er diesen Idealen widerspricht. ...
Obwohl der Zionismus historisch viele Richtungen hatte, steht die Richtung, die sich durchsetzte, heutzutage für eine siedlerkolonialistische Bewegung, die einen Apartheidstaat etabliert, in dem Juden mehr Rechte haben als andere...

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Aufruhr in der Hölle
Annette Groth
rubikon.news
Bergung eines Verletzten
während der Proteste
Bildschirmaufnahme
youtube.com

Seit März letzten Jahres protestieren jeden Freitag Tausende Menschen in Gaza für ihr Rückkehrrecht, gegen die völkerrechtswidrige Blockade durch Israel und gegen ihre zunehmende Verelendung. Fast jede Woche werden unbewaffnete Demon­stranten erschossen, viele werden verwundet oder verstümmelt. Die wirtschaftliche, soziale und ökologische Situation in der Region wird immer prekärer, jetzt droht durch Treibstoffmangel die Schließung von fünf Krankenhäusern, was für die Bevölkerung katastrophale Folgen hätte...


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Wie man mit wenig Aufwand Menschenrechtsaktivisten in „Verräter“ verwandelt
Orly Noy
972mag.com, übersetzt Pako


Die jahrelangen Bemühungen der israelischen Rechten, die Organisation „Breaking the Silence“ („Das Schweigen brechen“) als Verräter darzu­stellen, sind anfangs dieser Woche kläglich gescheitert. Werden sich die Medien oder die Politiker, die gegen sie gehetzt haben, ent­schuld­igen? Wenn High School Schüler eines fernen Tages von der Transformation Israels von einem nationalistischen in einen faschistischen Festungsstaat erfahren werden, wird sich ein ganzes Kapitel um die Verfolgung von linken Aktivisten und Menschenrechtsgruppen drehen. Das Kapitel wird die Rolle von drei zentralen Schaltstellen dieses destruktiven Prozesses ausführlich beschreiben...

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Ich überlebte die Gewalt in Gaza, über die Benny Gantz prahlt
Hanine Hassan
972mag.com, übersetzt, G. Merz
Zerstörungen in Gaza 2014
972mag.com
bildschirmaufnahme

Als eine von Jaffa nach Gaza vertriebene Palästinenserin, als eine, deren Familie und Freunde immer wieder die brutale Gewalt Israels zu spüren bekamen – wie alle Palästinenser – weiß ich, dass je mehr Gewalt Israel gebraucht, desto mehr zerstört es die Legitimität, die es sucht.
Hanine Hassan beschreibt im Artikel, zu welchen Maßnahmen Benny Gantz, der derzeit Wahlkampf für den Posten des Premierministers Israels macht, als Militärchef im Gaza-Krieg 2014 griff und wie er dies in seiner Wahlkampagne verwendet.

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Israels Premier Netanjahu kündigt der internationalen Beobachtermission
Alexandra Föderl-Schmid
sueddeutsche.de
Protest in Hebron
schwarzenberg.com

Wer noch bis vor kurzem Hebron besuchte, dem fielen die blau gekleideten Männer und Frauen auf. Sie zogen stets zu zweit ihre Runden. Es waren Mitglieder der internationalen Beobachtermission TIPH zur Eindämmung des Nahostkonflikts. Nach 22 Jahren muss die "Temporäre Internationale Präsenz in Hebron" ihren Dienst jetzt einstellen: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat das Mandat, das am 31. Januar auslief, nicht mehr verlängert und seine Entscheidung so begründet: "Wir werden den weiteren Einsatz einer inter­nation­alen Kraft, die gegen uns agiert, nicht erlauben." Die 60 Beobachter sind bereits abgezogen...

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Dublin National Union of Journalists to Support Eurovision Boycott
imemc.org
imemc.org
Protest gegen Artwashing
imemc.org

The Irish Campaign to Boycott the 2019 Eurovision, in Israel, welcomes the motion passed by the Dublin Broadcasting Branch of the National Union of Journalists (NUJ) on January 29th ,whereby it states it “will support any member, working in RTÉ or elsewhere, who chooses to exercise a conscientious objection towards involvement in coverage of the song contest.”
The motion was passed by a large majority and represents a recognition that the Eurovision contest in Israel presents serious ethical issues for anyone who cares about human rights...

Link zum Artikel (engl.)
ANC Youth League Affirms Support For BDS
imemc.org
imemc.org

imemc.org

The African National Congress Youth League has affirmed its support for the international Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) movement. Speaking to Middle East Monitor on Monday, the Secretary General of South Africa’s ruling party, Njabulo Nzuza, stressed that its National Executive Committee (NEC) even took a decision to work together with BDS South Africa (BDS SA)...

Link zum Artikel (engl.)
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