Um das PAKO-Infoblatt zu sehen, bitte Bilder (Remote Content) in dieser Nachricht erlauben
In aller Schärfe beleuchten die ersten Meldungen im März-Infobl@tt des Palästinakomitee Stuttgart massive Repression des Staates Israel. Mit zwei Artikeln dokumentieren wir die Ereignisse am so genannten "Sicherheitsstreifen", den der Staat Israel innerhalb des Gazastreifens angelegt hat und an dem übrigens immer scharf geschossen wird. Es handelt sich um Beiträge aus Middle East Eye und dem israelischen oppositionellen Blog 972 mag, der auch sehr aussagekräftige Fotos enthält. Wir sind bitter enttäuscht, dass große Medien wie beispielsweise die ARD und Deutschlandfunk die scharfen Schüsse der israelischen Armee auf Zehntausende unbewaffnete Demonstranten rechtfertigen. Umso dankbarer sind wir über die klare Verurteilung durch israelische Menschenrechtsgruppen wie B'Tselem oder Adalah Ein ganzes palästinensisches Dorf im Negev werden die israelischen Behörden im Monat April abräumen, an der Stelle wird eine Siedlung errichtet, die ausschließlich für jüdische Staatsbürger vorgesehen ist. Außerdem wollen wir die Aufmerksamkeit auf ein Projekt lenken, dem sich die Große Koalition voraussichtlich in der Zeit bis 31. Mai intensiv widmen wird. Es handelt sich um die Ausrüstung der Bundeswehr mit der israelischen Drohne Heron TP als Übergangslösung bis eine selbst produzierte Drohne zur Verfügung steht. Diese Drohne ist eindeutig zu groß für Aufklärungsaufgabe. Außerdem ist offensichtlich ein Training der Soldaten mit bewaffneten Heron TP-Drohnen vorgesehen. Wir können uns kaum vorstellen, dass die Mitglieder des Bundestags in ihrer Mehrheit damit einverstanden sind.
Die komplette Zerstörung von Umm al-Hiran im Negev steht bevor
972mag.com
972mag.com (orig engl.) übersetzt Pako
Das Dorf Umm al-Hiran soll im April komplett zerstört werden. An seiner Stelle wird eine jüdische Stadt errichtet
7amleh.org

Israel plant, Umm al-Hiran im Negev abzureißen und Ende April seine 1.000 Einwohner, alle israelische Staatsbürger, zu vertreiben. Danach wird der israelische Staat eine jüdische Siedlung auf seinen Ruinen errichten. Am Mittwoch erteilten die israelischen Behörden allen Bewohnern des palästinensischen Dorfs Umm al-Hiran Abrissver­fügungen. Es ist Teil eines Plans, seine Bevölker­ung zu vertreiben, bevor an der Stelle des Dorfes,die jüdische Siedlung Hiran entstehen soll. Nach Angaben der Behörden wird die Evakuierung des Dorfes Ende April beginnen...

Link zum Artikel
Am Tag nach den Schüssen auf die Demonstranten
Chloe Benoit
Middle East Eye
Zehntausende demonstrieren unbewaffnet Maan News

Am Tag des Bodens, 30. März, erinnern die PalästinenserInnen seit 42 Jahren an den Widerstand gegen Landraub in Galiläa, der vom Staat Israel brutal unterdrückt wurde (6 Tote). Auch dieses Jahr verhielt sich die israelische Armee brutal. Die Scharfschützen, die gegen die friedlichen DemonstrantInnen an Mauern und Zäunen rund um den Gazastreifen eingesetzt wurden, töteten16 PalästinenserInnen und verletzten 1400. Nach Angaben des palästinen­sischen Roten Kreuzes wurden fast 800 von scharfer Munition getroffen. Die PalästinenserInnen kündigten sechswöchige Proteste an. Die israelische oppositionelle Gruppe "Coalition of Women for Peace" planen solidarische Proteste..

Link zum Artikel
Die Ereignisse in Gaza auf mag 972 mit vielen Fotos
Redaktion 972 mag
972 mag
Zehntausende an der Gaza-Grenze 972 Magazine


Wir dokumentieren einen Artikel des oppositionellen Blogs 972 Magazine zu den Ereignissen an der Grenze zum Gazastreifen. Der Beitrag enthält viele aussagekräftige Fotos. .

Link zum Artikel
Bis 31. Mai - deutsche Kampfdrohen getestet im Gazalabor?
Pako
Pako
Buchempfehlung:
Frühstückmit der Drohne,
von Atef Abu Saif
Unionsverlag
Unionsverlag

Die Bundeswehr soll offensichtlich mit bewaffneten Kampfdrohnen ausgerüstet werden. Bis die BRD eine eigene Drohne zum Einsatz bringen kann, soll die israelische Heron TP von Airbus gekauft und von der Bundeswehr geleast werden. Die offiziellen Erklärungen des Verteidigungsministeriums sprechen zwar von einer Aufklärungsdrohne, doch dafür ist die Heron TP zu groß. Es handelt sich um einen Drohnentyp, der häufig zu militärischen Zwecken von der israelischen Armee über dem Gazastreifen eingesetzt wird und mit dem nachweislich im Gazakrieg 2014 Hunderte von Kriegsverbrechen begangen wurden. Für den Widerstand gegen den Ankauf dieser Kampfdrohne bleibt wahrscheinlich nur Zeit bis 31. Mai 2018.

Link zum Artikel
KLARTEXT: Israel hat die unmoralischste Armee der Welt
Jens Lucke
palaestina-nachrichten.de
Der 15-jährige Mohammad Tamimi
nachdem ihm das Geschoss aus dem Kopf operiert wurde
pn

(...) Nacht für Nacht überfallen israelische Soldaten Dörfer in den illegal besetzten Gebieten, reißen die Bewohner aus dem Schlaf, verwüsten Innen­einrich­tungen, stehlen Geld und Schmuck und nehmen willkürlich und ohne jedes Maß mit, wer ihnen für ein Verhör oder eine Inhaftierung geeignet erscheint. Allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres verhafteten israelische Soldaten in den besetzten Gebieten 1.319 Palästinenser, darunter 274 Kinder und 23 Frauen.Doch diese Razzia in Nabi Saleh Ende Februar hatte eine Besonderheit. Unter den sechs Jugendlichen, die man festnahm, war auch der schwerverletzte 15jährige Mohammed Tamimi...

Link zum Artikel
Offener Brief an Abgeordnete des Thüringer Landtages...
BDS Berlin, 19. März 2018
BDS Berlin, 19. März 2018


Offener Brief an Abgeordnete des Thüringer Landtages zu ihrem Antrag „Antisemitismus in Thüringen konsequent bekämpfen“
Sehr geehrte Abgeordnete von CDU, DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90 /DIE GRÜNEN im Thüringer Landtagwir, BDS Berlin, begrüßen Ihre Initiative, Antisemitismus in Thüringen konsequent bekämpfen zu wollen, wie Sie sie in der Präambel zu Ihrem Antrag vom 13.03.2018 ausführen.Dazu machen Sie eine ganze Reihe konkreter Umsetzungsvorschläge, die leider zum Teil ungeeignet sind, dem Anliegen Ihres Antrags gerecht zu werden...

Link zur Erklärung
B’Tselem: Israels Militärgerichte für Kinder dienen der Besatzung
palaestina-nachrichten.de
palaestina-nachrichten.de
Code Pink-Kampagne
für Ahed Tamimi und alle
minderjährigen Inhaftierten
codepink

Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem hat zu der gestrigen Verurteilung der 17jährigen Ahed Tamimi durch ein israelisches Militärgericht Stellung genommen. Das Mädchen war für eine Ohrfeige, die sie einem Soldaten verabreichte, von einem israelischen Militärgericht gestern zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Dieses Ergebnis, so B’Tselem, zeige einmal mehr, dass die Jugendmilitärgerichte Israels nur einen Zweck hätten: nicht die palästinensischen Kinder, sondern die Besatzungsmacht zu schützen...

Link zum Artikel
Einreiseverbot für die größte Gewerkschaft Norwegens
Ryan Rodrick
electronicintifada.net
Demonstration in
Norwegen
electronicintifada.net

Eine Routineangelegenheit für israelische Behörden, die Erstellung von Rassenprofilen, ist zu einem diplomatischen Angriff auf Norwegens größte Gewerkschaft geworden.
Mohammed Malik, ein norwegischer Staatsbürger mit pakistanischem Hintergrund, hatte an einer vom Palästinakomitee Norwegens organisierten Ge­werk­schafts­studienreise teilgenommen, und wurde am 17. Februar von Beamten am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv zur Befragung festgehalten. Während alle anderen Mitglieder der Delegation ihre Reise fortsetzen durften, verbrachte Malik die Nacht in Haft, bevor er abgeschoben wurde, und es wurde ein lebenslanges Einreiseverbot gegen ihn verhängt...

Link zum Artikel
Drohneneinsatz gegen friedliche Demonstrationen in Gaza
Ramona Wadi
palestinechronicle.com
Zerstörungen in Gaza
countercurrents.org

In den israelischen Medien ist Filmmaterial aufgetaucht, in dem zu sehen ist, wie am vergangenen Freitag Drohnen Tränengaskanister auf palästin­ensische Demonstranten in der Nähe der Grenze im Süden des Gazastreifens warfen.
Times of Israel und Haaretz berichteten beide, mit leicht unterschiedlichen Darstellungen, darüber...

Link zum Artikel
Trumps Weg nach Groß-Israel
Lara Friedman
Frankfurter Rundschau
Auf der Website der israelischen Regierung unter Georgraphy and Climate besteht Groß-Israel bereits




Während die EU-Mitgliedstaaten im Außenministerrat diskutieren, wie der Nahost-Friedensprozess wiederbelebt werden könnte, wird über den Plan der US-Regierung spekuliert. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie er aussieht und ob er je veröffentlicht wird. Präsident Donald Trump hat aber die Richtung seiner Politik angezeigt, als er in der Frage Jerusalems nach Jahrzehnten mit der US-Politik brach. Europa sollte sich darauf einstellen, dass Trumps Plan weder dazu angetan ist, Frieden zu schaffen, noch Verhandlungen in Gang zu bringen. Vielmehr wird er neue US-Positionen enthalten, die darauf angelegt sind, auch die übrigen Kernstreitpunkte zwischen Israel und den Palästinensern „vom Verhandlungstisch“ zu nehmen....

Link zum Artikel
Netanyahu: Die Besatzung wird niemals enden
palaestina-nachrichten.de
palaestina-nachrichten.de
T-Shirt-Aufdruck:
Hast du Menschenrechte?
Palästinenser haben keine!

Iyad Burnat vom media centre
in Bilin, Westjordanland, 2016
aljazeera

Netanyahu: Ich will Palästinenser nicht als Bürger Israels und ich will sie nicht als Untertanen Israels. Also will ich eine Lösung, in der sie all die Macht haben, die sie brauchen, um sich selbst zu regieren, aber keine Macht, die uns bedrohen könnte...


Link zum Artikel
Wie antisemitisch ist Deutschland?
Jürgen Jung
der-semit.de
Buchempfehlung: Die Antisemitenmacher, von
Abraham Melzer
Westend Verlag

Als am Thema interessierter Zeitgenosse geht man angesichts des hierzulande gängigen Diskurses über Antisemitismus und Israelkritik nicht sonderlich erwartungsvoll oder gar mit der Hoffnung auf Erkenntnisgewinn in eine Veranstaltung mit dem Titel „Wie antisemitisch ist Deutschland?“, trotz oder gerade wegen der Teilnahme eines wissenschaftlichen Assistenten der „Abteilung für jüdische Geschichte und Kultur“ der LMU-München und eines Vertreters der Janusz-Korczak-Akademie München. Allein die Präsenz einer leibhaftigen Araberin, die in der Pädagogischen Leitung der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main tätig ist, gab Anlass für eine leise Hoffnung auf eine zumindest „ausgewogenere“ Diskussion als üblich...


Link zum Artikel
  • Wenn Sie dieses Infoblatt nicht per Email bekommen möchten, bitte hier klicken: Stornieren
  • Falls Sie das Infobl@tt dennoch weiterhin erhalten, prüfen Sie ob Sie es von jemand anderem erhalten haben und wenden Sie sich bitte an ihn/sie.
  • Hier finden Sie unser Infobl@tt-Archiv.
Machen Sie mit!