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Das April-Infoblatt des Palästinakomitee Stuttgart enthält wieder viele traurige Berichte über die immer stärkere gewaltsame Unterdrückung in Palästina und über ungeheuerliche Angriffe auf zivile Aktivisten. Es gibt aber auch erfreuliche Erfolge wie die Auszeichnung der US-amerikanischen Friedensinitiative Code Pink, die von der Israellobby hart angegriffen wurde, da die Aktivistinnen und Aktivisten auch die israelischen Menschenrechtsverletzungen kritisieren.

Wir weisen außerdem auf zwei wichtige Veranstaltungen des Palästinakomitee Stuttgart Anfang Mai hin: Am Samstag, 7. Mai, veranstalten wir den Palästina-Nakba-Tag auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Mit dabei sind der palästinensische Pianist Aeham Ahmed aus dem syrischen Flüchtlingslager Yarmuk, der den Beethovenpreis erhielt, ein palästinensischer Sänger aus Yarmuk, es sprechen Vertreter palästinensischer Organisationen und Shir Hever von der jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, die palästinensische Tanzgruppe Yalla Dabke und viele andere treten auf. Schirmfrau ist Felicia Langer, Trägerin des Alternativen Nobelpreises. Am Freitag, 12. Mai, kommt Atef Abu Saif nach Stuttgart. Der Romancier und Politikwissenschaftler von der Al-Azhar-Universität in Gaza ist der Autor von "Frühstück mit der Drohne", ein Tagebuch aus dem Gazakrieg 2014, das auf Deutsch im Unionsverlag erschienen ist. Außerdem hat Atef Abu Saif wichtige Analysen zum Einsatz von Kampfdrohnen im Gazastreifen verfasst, was aktuell sehr wichtig ist. Auch die Bundeswehr wird mit Kampfdrohnen ausgestattet, die in den Gazakriegen im Einsatz waren.

Israels neue gefährliche Transfer-Taktik in Jerusalem
Munir Nuseibah
al-shabaka.org
Blick in ein zerstörtes Haus
New York Times

Zur Zeit benutzt Israel die Gewalt in den 67 be-
setzten Gebieten als Argument dafür Einwohner Ostjerusalems zu internen Flüchtlingen zu machen.

Das neue Konzept „Verstoß gegen die Loyalität“ gegenüber dem Staat wird nun dazu benutzt um das Residenzrecht palästinensischer Einwohner Jerusalems aufzuheben, bei gleichzeitiger Androhung evtl. Zerstörung der Häuser der betroffenen Familien.

Die israelische Regierung beschreibt diese Aktionen als reguläre Gesetzesmaßnahmen, doch sie stellen einen Teil der Politik der Vertreibuung und Verschiebung der demografischen Verhältnisse zugunsten einer jüdischen Mehrheit in Jerusalem dar...

Link zum Artikel (engl.) in al-shabaka.org
»Tötet sie alle«
Rüdiger Göbel
jungewelt.de
Aufruf zum Mordjungewelt.de

Mehrere Tausend Israelis haben am Dienstag im Zentrum von Tel Aviv mit rassistischen Parolen und jeder Menge blau-weißer Landesfahnen ihre Solidarität mit dem Soldaten Elor Asaria bekundet. Der 19jährige Armeesanitäter hatte am 24. März in Hebron den verletzt und wehrlos am Boden liegenden Palästinenser Abd Al-Fatah Scharif nach einer Messerattacke auf einen anderen Soldaten gezielt mit einem Kopfschuss ermordet. Laut Anklage hat Asaria unmittelbar nach dem Kopfschuss seine Selbstjustiz mit den Worten begründet: »Er verdient zu sterben.«

Einer Umfrage der regierungsnahen Zeitung Israel Hayom zufolge sind junge Israelis »mehrheitlich rechts orientiert«. Rund 59 Prozent der befragten Schüler bezeichnen sich so...

Link zum Artikel in Junge Welt
Eine wüste Diffamierungskampagne
Pako
Pako
Prof. Salman Abu-Sitta (li) und unser
Übersetzer Tim Slater während der Veranstaltung

Pako

Anfang April war der international führende Experte beim Thema Nakba-Vertreibung der Palästinenser im Jahr 1948 und palästinensische Flüchtlinge, Professor Salman Abu-Sitta auf einer Vortragsreise in der Bundesrepublik.

Auf die Veranstaltungen zum Thema palästinen-sische Flüchtlinge und ihr Recht auf Rückkehr reagierten die Israellobbyisten, Benjamin Weinthal, Europakorrespondent der englischsprachigen israelischen Tageszeitung Jerusalem Post, und die Vorsitzende der DIG Stuttgart (Deutsch-Israelische Gesellschaft) mit einer wilden Diffamierungs-kampagne, die sich gegen Professor Abu-Sitta und gegen das Palästinakomitee Stuttgart richtet...

Link zur Erklärung
Code Pink erhält den Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis
G. R.
Pako
Bei der Preisverleihung

G. R.

Getragen vom stehenden Applaus verkündete Codepink-Delegierte Ann Wright, das Preisgeld von 10.000 Euro zur Verfügung zu stellen für ein europäisches Symposion zum Thema „Der Unterschied zwischen Kritik am Staat Israel und Antisemitismus“.

In einer guten Rede zur Preisverleihung sagte Dekan Hans Peetz: Das Engagement von Codepink wende sich „sehr stark gegen unbestreitbares Unrecht.“ ...

Zum Bericht über die Preisverleihung
Israel zerstört sämtliche Behausungen in Khirbet Taha, Westbank
Sheren Khalel und Abed Al Qaisi
mondoweiss
Auch die Flagge der EU liegt am Boden

mondoweiss

Israelische Bulldozer haben sämtliche Behausungen des Dorfes Khirbet Taha im nördlichen Westjordanland im Distrikt Nablus in drei einzelnen Aktionen seit Beginn des Jahres zerstört. Anders als bei vielen anderen Beduinendörfern sind die Bewohner Khirbet Tahas die Eigentümer des Landes. Das Land ist als in Bereich C liegend klassifiziert und unterliegt daher voller israelischer Kontrolle.Die einzige Schule des Dorfes wurde ebenfalls zerstört und die Kinder werden nun in einer heruntergekommen 100 Jahre alten Moschee unterrichtet, die die einzige noch erhaltene Struktur im Dorf ist....

Link zum Video
Israelische Polizei misshandelt verhaftete Kinder
Human Rights Watch
Human Rights Watch
Der 11-jährige Ahmad Abu Sbitan, wird vor seiner Schule verhaftet

Human Rights Watch

Israelische Sicherheitskräfte misshandeln palästinensische Kinder, die im Westjordanland inhaftiert werden. Die Anzahl von israelischen Kräften festgenommener palästinensischer Kinder hat sich Seit Oktober 2015 verdoppelt.

Sari Bashi, Human Rights Watch Länderdirektor für Israel und Palästina stellt fest, dass palästinensische Kinder in einer Art und Weise behandelt werden, die Erwachsene in Angst und Schrecken versetzen und sie traumatisieren würden. Drohungen, Anschreien und Prügel seien aber keine Art, mit Kindern umzugehen oder genaue Informationen von ihnen zu erhalten...

Link zum Bericht (engl.) von HRW
Palästinensische Dichterin in den Mühlen der Justiz
Yoav Haifawi
mag 972
In Haft wegen eines Facebookposts - Dareen Tatour 972 mag

Die palästinensische Poetin und Aktivistin Dareen Tatour aus Nazareth ist auf der Grundlage eines Gedichts, das sie auf Facebook postete, wegen Anstiftung zur Gewalt und Unterstützung einer Terrororganisation angeklagt und verhaftet worden. Die sinnentstellende Übersetzung ihrer Worte brachte ihr sechs Monate Untersuchungshaft ein.Diese Haft wurde vom Gericht verlängert, wobei wiederum eine Übersetzung, die dem Text nicht gerecht wird, die Grundlage bildet. Es ist offensichtlich, dass die israelische Justiz versucht, Dareen Tatour etwas an zu hängen. Wir veröffentlichen die deutsche Übersetzung von Yoavs Beitrag. Yoav hat den Prozess beobachtet.

Link zur deutschen Übersetzung
Das Recht auf freie Meinungsäußerung
und gewaltfreien Widerstand
Bundesarbeitskreis Gerechter Frieden Nahost
Die Linke
Omar Barghouti
BDS

Der Bundesarbeitskreis Gerechter Frieden in Nahost der Partei Die Linke kritisiert in einer Stellungnahme die kaum verhüllten Morddrohungen gegen führende Aktivisten der BDS-Bewegung von Seiten israelischer Politiker:
Wir sind bestürzt über das jüngste Statement von Omar Barghouti, Mitgründer der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions), in dem er die Drohungen israelischer Minister*innen gegen BDS-Aktivist*innen als Aufruf zu physischer Gewalt wertet. Insbesondere die jüngste Äußerung des israelischen Geheimdienstministers Yisrael Katz, in der er die „gezielte zivile Beseitigung“ von BDS-„Führern“ fordert, ist in den Augen Omar Barghouthis geeignet, als Aufruf zum Mord verstanden zu werden..

Zur Erklärung des Bundesarbeitskreises
Kaltblütige Tötungen stellen die israel. Militärkultur v. Gericht
Jonathan Cook
Der Semit
US Senator Leahy fordert zusammen
mit neun anderen Senatoren eine Untersuchung von israelischen Menschenrechtsverletzungen

Washington Times

Es hätte ein Augenblick sein können, der die Israelis zur Besinnung gebracht hätte. Stattdessen hat das Video eines israelischen Soldaten, der einen jungen Palästinenser, der verwundet auf dem Boden liegt und sich kaum rühren kann, erschossen hat, den Stammeskriegstanz der israelischen Öffentlichkeit intensiviert.Letzte Woche, als der Soldat zu einer Untersuchung vor ein Militärgericht gebracht wurde, protestierten hunderte Unterstützer vor dem Gebäude. Er erfreut sich außerdem der verbalen Unterstützung von einem halben Dutzend von Kabinettsministern, ehemaligen Generälen der Armee, Rabbinern und – nach den Umfragewerten – einer bedeutenden Mehrheit der israelischen jüdischen Öffentlichkeit...

Link zum Artikel von Jonathan Cook
Der Mord in Hebron ist kein Einzelfall
Israelischer Reserveoffizier
Der Semit
Kooperation zwischen Siedlern
und Soldaten ist nichts Neues,
wie hier bei Nablus am 6. April

alternativenews.org

Jeder, der irgendwann einmal in den Besetzten Gebieten Dienst getan hat, als Soldat und erst Recht als Offizier und den Film über den Mord in Hebron gesehen hat, weiß, dass das, was dort jetzt geschah, nicht das erste Mal ist. Die Gleichgültigkeit, mit der der Soldat sein Gewehr spannt, ohne dass irgendwer um ihn herum ihn hindert, geduldig zielt und eine Kugel abfeuert, während die Offiziere neben ihm ein wenig zur Seite treten, damit der Knall sie nicht beim Telefonieren stört – all das sind Routinebilder...

Link zum Artikel auf der-semit.de
Veranstaltung: Palästina-Nakba-Tag am 07.05.16 in Stuttgart
Pako
Pako
Auf dem Schlossplatz im letzten
Jahr zum selben Anlass

Pako

Die Gründung des Staates Israel war verbunden mit der gezielten, militärisch geplanten, ethnischen Säuberung Palästinas. Die Vertreibung und der Landraub an den PalästinenserInnen dauern bis heute an, genauso wie die Verweigerung der Rechte der palästinensischen Flüchtlinge. Um auf die Rechte der Palästinenser aufmerksam zu machen und Wege aus Apartheid und ethnischer Säuberung zu zeigen, veranstaltet das Palästinakomitee Stuttgart am Samstag, 7. Mai, 13 bis 18 Uhr den Palästina-Nakba-Tag auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Mit dabei ist unter anderem der palästinensische Pianist Aeham Ahmed aus dem syrischen Flüchtlingslager Yarmuk, der den internationalen Beethovenpreis bekam. .

Vollständige Veranstaltungs-Info
Die Gründung Israels bedeutete ethnische Säuberung...
Pako
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Links: Menachem Begin, gesucht als
Terrorist in Mandat-Palästina 1947


Die Gründung Israels bedeutete ethnische Säuberung für mehr als 750000 Einwohner Palästinas.

Anfang Dezember 1947, unmittelbar nach dem Teilungsbeschluss in der UNO, begann die ethnische Säuberung mit Angriffen zionistischer Einheiten auf palästinensische Dörfer und Städte. Am 10. März 1948 beschloss die zionistische Führung den Plan D/Dalet, die militärisch gezielte Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung.

Unser Info-Flyer gibt einen kurzen Überblick...


Link zum Nakba-Info-Flyer
Veranstaltung: Schlaflos in Gaza – am 12.05.16 in Stuttgart
Pako
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Ein verängstigtes Kind hält Ausschau nach Drohnen in Gazastadt
AFP

Veranstaltung mit Atef Abu Saif, dem Autor von„Frühstück mit der Drohne. Tagebuch aus Gaza“

Der Referent Atef Abu Saif ist ein in der arabischen Welt bekannter Romancier und Professor für Politikwissenschaftenan der Al-Azhar-Universität in Gaza.Im 51-tägigen Krieg gegen den Gazastreifen im Sommer 2014 hat er Tag für Tag festgehalten, was um ihn herum geschah und wie er mit seiner Frau den Alltag bewältigte. Er beschreibt, wie er mit der Angst kämpft, wenn im Nachbarhaus die Raketen einschlägt und die ganze Wohnung mit Scheibensplittern übersät ist,wenn vor dem Fenster die Drohne surrt und er nicht weiß, ob sie in die Wohnung feuern wird...

Link zur vollständigen Info
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