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Im Mai erinnern die Palästinenser an die Vertreibung und ethche Säuberung Palästinas, die mit der Staatsgründung Israels 1948 verbunden und bis heute Bestandteil der Unterdrückung ist. Für uns ist dies Anlass, mit Filmen „Roadmap to Apartheid“ und „Jaffa - The Orange’s Clockwork“ zur Diskussion um alternative Perspektiven beizutragen. Bei der Vorführung des Films über die Jaffa-Orange wird Filmemacher Eyal Sivan dabei sein. Wir weisen im April-Infoblatt auf die Veranstaltungen hin. Mit Interesse verfolgen wir, wie sich der Hungerstreik von 1500 Palästinensern in israelischen Gefängsen ständig verstärkt und von erfolgreichen Solidaritätsaktionen wie dem Generalstreik am 27. April begleitet wird. Wir dokumentieren Artikel. Der Schweizer Solidaritäts­bewegung verdanken wir ein gelungenes Heft über Gaza, die BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) und eine Konferenz um inter­nation­ales Recht sind weitere Themen.
Für Freiheit und Würde
samidoun.net
samidoun.net


Mit einem Massen-Hungerstreik fordern über tausend Insassen verbesserte Haftbedingungen, eine bessere mediziche Versorgung für die rund 6500 Palästinenser, die in israelischen Gefängnis­sen sitzen, einen Stopp der Praxis der Isolationshaft und der Administrationshaft, die es erlaubt Men­schen monate- und jahrelang ohne Anklage und Gerichtsverfahren einzusperren. Die Unterstützung unter den Palästinensern und international, etwa mit einem Generalstreik am 27. April 2017, wird stetig größer...

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Kraftprobe mit ungewissem Ausgang
Inge Günther
qantara.de
Demonstration am Tag des palästinensischen Gefangenen
in Gaza
handala.ps

Es gibt nahezu keine Familie in Westbank und Gaza, die noch nie die Verhaftung eines ihrer Mitglieder erlebt hat. Seit 1967 sind rund 600.000 Palästinenser, manche sprechen sogar von 800.000, durch die Gefängnisse in Israel gegangen. Ihnen ist ein eigener Gedenktag gewidmet, der 17. April, der von allen politischen Lagern geachtet wird. Ein symbolträchtiges Datum wie gemacht zur Mobilisierung, drinnen wie draußen. Nicht von ungefähr hat Marwan Barghouti, der ranghöchste in Israel inhaftierte Fatah-Führer, an diesem Tag einen unbefristeten Massenhungerstreik für bessere Haftbedingungen initiiert...

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Palästinenser in Massen-Hungerstreik
Arnold Hottinger
journal21.ch
Brutale Festnahme eines
Minderjährigen
dci-palestine.org

Ich war bloss fünfzehn, als ich zum ersten Mal ins Gefängnis kam. Ich war kaum achtzehn, als ein israelischer Ermittler mich zwang, meine Beine auszubreiten, während ich nackt vor ihm stand. Er schlug auf meine Genitalien. Ich wurde ohnmächtig vor Schmerz, und mein Sturz hinterliess eine Narbe auf meiner Stirn, die immer noch vorhanden ist. Der Ermittler lachte mich nachher aus und sagte, ich würde nie Kinder bekommen, weil Leute wie ich nur Terroristen und Mörder in die Welt setzten.” So beginnt ein Meinungsartikel des palästinensischen Gefangenen Marwan Barghouti in der „New York Times“ vom 17. April, in dem dieser erklärt, warum er seine Mitgefangenen zu einem Hungerstreik aufgerufen hat...

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Omar Barghouti „BDS fordert Israel und seine Komplizen heraus“
Ali Abunimah
electronicintifada.net
Omar Barghouti nimmt die
Auszeichnung entgegen
electronicintifada.net

Am Sonntag, 23. April 2017, erhielt Omar Barghouti den Gandhi Peace Award in einer Feier an der Yale Universität in New Haven, Connecticut, USA. Er wurde für seine Rolle als Verteidiger der Menschen­rechte und Mitbegründer der BDS-Bewegung für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit ausgezeich­net. „Vor 12 Jahren wurden wir romantische Träumer oder schlimmeres genannt“, sagte Barghouti während seiner Dankesrede. „Heute wird unsere schnellwachsende Bewegung als so stark angeseh­en, dass sie mit aller Macht vom israelischen Regime der Besatzung, des Siedlerkolonialsmus und der Apartheid und seinen Kumpanen in den USA, Europa, Canada und Australien u.a. bekämpft wird"...

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Sonderausgabe Palästina-Info April 2017: Gaza? Gaza!
Palästina Solidarität Region Basel
Palästina Solidarität Region Basel
Titelbild

Heute fallen keine Bomben auf Gaza. Oder doch? Zumindest wird ein nächster bewaffneter Konflikt in israelischen Medien als unvermeidbar beschrieben. Aber auch wenn gerade kein Krieg tobt, beklem­mend ist die Lage im Gazastreifen allemal.
Beklemmung spricht auch aus den Antworten der Menschen bei uns, die wir gefragt haben, was ihnen zum Gazastreifen einfällt: Konflikt, Gefängnis, Krieg, kaputte Häuser, Wasserknappheit, Kinder mit Gewehren. Die Autoren von Palästina-Info beleuchten Aspekte, die uns eher selten vermittelt werden: Die Geschichte, die Organisation des Überlebens, Gaza als Labor für Kriegswaffen, und sie diskutieren auch die Rolle der Hamas...

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Wie ich von israelischen Soldaten verhört wurde
Farah Najjar und Shatha Hammad
Al Jazeera
Auch ganz Kleine
werden verdächtigt

Seit im Jahr 1974 der erste palästinensische Gefangene bei einem Gefangenenaustausch frei gelassen wurde, begehen die Palästinenser am 17. April jedes Jahr den „Tag des Palästinensischen Gefangenen“, um auf die Lage in israelischen Gefängnissen aufmerksam zu machen. Nach der Verhaftung werden palästinensische Zivilisten, die im Westjordanland wohnen, vor israelische Militär­gerichte gestellt, wo die Rate der Verurteilungen bis 99,7% beträgt, so Abu Zeyad von der NGO Addameer. Ein Verfahren vor einem Militärtribunal ist eine Verletzung internationalen Rechts und bedeutet, dass Zivilisten regelmäßig ordentliche Gerichtsverfahren verweigert werden...

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Allen Widerständen zum Trotz fand die Konferenz in Irland statt
Blake Alcott
Chruchill (3.v.re) Kolonialsekretär
in Al-Quds am 28.03.1921
israelpalestinelaw.com

Zweimal hintereinander, 2015 und 2016, im Frühling hat es die Israellobby fertiggebracht, die Universität Southhampton dazu zu bringen eine akademische Konferenz zu verbieten, die die Absicht hatte, die Legitimität Israels unter die Lupe zu nehmen. Die erdichteten Gründe dafür waren Sicherheitsbeden­ken, da eine Handvoll zionistischer Aktivisten vage eine Störung angedeutet hatten. Doch jetzt hat sie mit interessanten, weiterführenden Diskussionen doch stattgefunden, allerdings in Irland...

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Deutsche Abgründe
Moshe Zuckermann
M&R Magazin
Buchempfehlung: Wider den Zeitgeist, Laika Verlag

Vom 9. bis 10. Juni 2017 sollte in Frankfurt am Main eine Konferenz mit dem Titel »50 Jahre israelische Besatzung. Unsere Verantwortung für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts« stattfinden. Veranstalter ist der Deutsche Koordina­tionsrat Palästina Israel (KOPI). Teilnehmen sollten Referenten aus Israel, Palästina und Deutschland. Bisher ist jedoch nicht sicher, ob sie wirklich stattfinden kann. Der Grund: Israellobbyisten tun ihr Möglichstes, um sie zu verhindern...

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Hewlett Packard und BDS – Vortrag von Shir Hever
Shir Hever
Pako
Gute Geschäfte auch für HP
stopthewall.org

Hewlett Packard ist eine der größten Firmen in den USA und in der Welt. 2016 war HP die 20. größte Firma in Fortune 500, also ungefähr die Nummer 20 in den USA. Wie Microsoft, Apple, Intel usw., ist sie für die israelische Wirtschaft nicht nur deshalb wichtig, weil sie so groß ist, sondern auch als Technologie-Firma. HP profitiert dabei massiv von der Verletzung der Menschenrechte der Palästinen­ser und von der israelischen Apartheid. Der Wirt­schaftswissenschaftler Shir Hever erklärt, warum HP zum Ziel der palästinensischen und internationalen BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) geworden ist...

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»Ein Boykott kann wachrütteln«
Interview mit Iris Hefets
Publik Forum
Omar Barghouti

"Den Begriff Existenzrecht für einen Staat zu verwenden, erscheint mir abstrus, zumal sich Staaten im Laufe der Geschichte immer wieder verändert haben. Es spricht ja auch niemand vom Existenzrecht Deutschlands oder Frankreichs oder Japans. Warum also diese Sonderbehandlung für den Staat Israel? Ich bin für eine Änderung in dem Sinne, dass alle Staatsbürger werden und die Zweiklassengesellschaft, die in Israel herrscht, endet. Denn eine Demokratie bevorzugt nicht die Angehörigen einer Religion. Wenn es zu gleichen Rechten für alle käme, würde das das Ende bedeuten für den Staat Israel in seiner heutigen Form. Stattdessen gäbe es eine andere, demokratische Staatsform"...

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Filme zum Palästina-Nakba-Tag
Pako
Pako


Wir zeigen dieses Jahr zum Palästina-Nakba-Tag (15. Mai) zwei Dokumentarfilme, die sich mit dem israelischen Kolonialismus in Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen und damit alternative Wege für eine menschliche Zukunft zeigen. Es handelt sich um Roadmap to Apartheid von den Filmemachern Ana Nogueira (Südafrika) und Eron Davidson (Israel) (11. Mai) sowie Jaffa, The Orange’s Clockwork über die Geschichte der Jaffa-Orange (24.Mai). Bei The Orange’s Clockworkwird es die Gelegenheit geben mit dem israelischen Filmemacher Eyal Sivan persönlich über seinen Film zu sprechen...

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