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Palästina, Israel und Perspektiven auf der Grundlage der Menschenrechte sind wieder ein wichtiges Diskussionsthema. Die Ereignisse an den Sperranlagen um den Gazastreifen haben die Bedeutung erneut in aller Schärfe vor Augen geführt.
Wir freuen uns sehr, diese Frage in einer Veranstaltung mit dem Historiker Professor Ilan Pappé am Donnerstag, 14. Juni, an der Universität Stuttgart-Hohenheim diskutieren zu können. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Gaza steht im Zentrum des Mai-Infobl@tts des Palästinakomitee Stuttgart. Eng verbunden mit den Einsätzen der israelischen Armee in Gaza ist auch das Thema Ausrüstung der Bundeswehr mit der israelischen Kampfdrohne Heron TP. Die Entscheidung im Bundestag steht unmittelbar bevor. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang besonders das youtube-Video mit dem Vortrag von Dr. Shir Hever über die israelische Militär- und Sicherheitsindustrie in Stuttgart.

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14.06.18: Veranstaltung in Stuttgart mit Professor Ilan Pappé
Pako, Ökumenische Hochschulgemeinde Hohenheim
Pako


70 Jahre nach der Nakba, der Vertreibung
der PalästinenserInnen –
was sind die Perspektiven?

Die jüngsten Ereignisse machen nochmals deutlich, wie wichtig es ist, eine menschliche Perspektive im so genannten "Nahostkonflikt" zu finden. Wir freuen uns deshalb ganz besonders zusammen mit der Ökumenischen Hochschulgemeinde Hohenheim einen Vortrags- und Diskussionsabend mit Prof. Ilan Papp­é an der Universität Hohenheim anbieten zu können. Die Veranstaltung findet am Do., 14. Juni, um 19 Uhr im Hörsaal 11, Schwerzstraße 46, statt. Professor Papp­é hat als neuer israeli-scher Historiker mit seiner Forschungsarbeit eine wichtige Diskussion um die Staatsgründung Israels angestoßen...

Link zur Veranstaltungs-Info
Entkolonialisierung ist das Schlüsselthema
Ilan Pappé auf aljazeera.com
aljazeera.com (orig.), übersetzt Pako
Ilan Pappé kommentiert in einem Buch des Cosmics Verlag Kernthemen des "Nahostkonflikts". Cosmics Verlag

Israel und Palästina im Jahr 2018: Entkolonialisierung, nicht Frieden

Aus dem Artikel: "Siebzig Jahre nach der Gründung des Staates Israel können wir nicht länger von einem israelisch-palästinensischen Konflikt sprechen. Die Gründer des Staates Israel waren hauptsächlich Menschen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Palästina niederließen. Sie kamen vor allem aus Osteuropa, inspiriert duch romantisch-nationalistische Ideologien, die in ihren Heimatländern vorherrschten, enttäuscht von ihrer Unfähigkeit, sich diesen neuen nationalistischen Bewegungen anzuschließen, und begeistert von den Aussichten des modernen Kolonialismus..."

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In Memoriam Yaser Murtaja...
palaestina-nachrichten.de
palaestina-nachrichten.de
Yaser Murtajapalaestina-nachrichten.de

In Memoriam Yaser Murtaja – der Journalist, den Israel in Gaza erschoss
Vor fünf Wochen, am Freitag, 06.04.2018, erschoss ein israelischer Scharfschütze über den Grenzzaun von Gaza hinweg den palästinensischen Journa­listen Yaser Murtaja. Und dies, obwohl Murtaja, der die Proteste zum Großen Rückkehrmarsch filmte, sich außerhalb der von Israel bezeichneten "Pufferzone" befand, eine Schutzweste mit der Aufschrift „PRESSE“ trug und eindeutig als Journalist erkennbar war. Der Beitrag auf Palästina-Nachrichten gibt mit Text und Videos Einblick in das Leben eines palästinensischen Journalisten in Gaza...

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Israels Oberster Gerichtshof segnet Tötung ab...
Maureen Clare Murphy
electronicintifada.net, übersetzt Pako
94% der Opfer wurden in den Oberkörper, Kopf und Nacken getroffenyoutube-Video
Al-Mezan und Adalah

Israels Oberster Gerichtshof hat jetzt zwei Petitionen von Menschenrechts­gruppen abgelehnt, die die Vorschriften des Militärs zum Einsatz scharfer Munition angefochten haben. Anlass eines zweiten Vorstoßes von Menschenrechts­gruppen im Land war der Tod weiterer Palästinenser, die an den Verletzungen starben, die sie während der Proteste des Großen Marsches der Rückkehr in Gaza erlitten hatten. Es war das zweite Urteil des Gerichts, das Kriegsverbrechen absegnet. Der Artikel auf electronic intifada informiert, wie oppositionelle Initiativen um die Ahndung der Menschen­rechts­verletzungen kämpfen.

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Deutsche Politiker schweigen zum israel. Massaker in Gaza
Abed Schokry
der-semit.de
Verletzter Demonstrant bei den
Protesten am Zaun
MEE

Dr. Abed Schokry hat in Deutschland Ingenieur­wissenschaften studiert und kehrte 2007 mit seiner Familie in den Gazastreifen zurück. In einem Brief berichtet er über die jüngsten Ereignisse: "... Die Täter sind die Soldaten und Befehlshaber und letztlich die Regierung „der einzigen Demokratie im Nahen Osten“. Die Opfer sind die unbewaffnet demonstrierenden Palästinenserinnen und Palästinenser an der von Israel festgesetzten Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel. ...Sie tragen keine Schutzanzüge, keine Gewehre, keine Zielfernrohre wie die Soldaten auf der anderen Seite. Diesen Soldaten wurde kein Haar gekrümmt, keiner von ihnen wurde verletzt. Aber sie schießen auf Männer, Frauen und Kinder...

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Der Gazastreifen ist ein Freiluftgefängnis
Interview mit Michael Lüders
deutschlandfunk.de
Durch Dum-Dum-Geschoss verwundetes Kind. Dum-Dum-Geschosse gehören zu den geächteten Waffen.
pn.de

Aus dem Interview: "Die Verhandlungen, die jetzt geführt werden für eine Lösung der Palästina-Frage sind an Absurdität kaum zu toppen. Mohammed bin Salman hat dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas ultimativ mitgeteilt, mit Unter­stützung der Amerikaner und der Israelis, dass die Palästinenser nur einen Teil des West­jordan­landes für sich bekommen, einen kleinen Teil, etwa 40 Prozent, mit Abu Dis als Hauptstadt. Abu Dis ist eine kleine Stadt östlich von Ost­jerusalem, die dann als Hauptstadt dienen soll. Und gleichzeitig, man höre und staune, soll der Gazastreifen in Richtung Nordsinai verlängert werden, etwa bin in Höhe al-Arisch..."

Link zum Interview
»Wir fordern ein Ende der Blockade«
Jan Greve im Gespräch mit Annette Groth
jungewelt.de
Eines der 4 Schiffe der
Gaza-Flottille

jfp.freedomflotilla.org

Die ehemalige Bundestags­abgeordnete Annette Groth unterstützt die neue Free-Gaza-Flotille, die vor wenigen Tagen gestartet ist. Wir dokumen­tieren ein Interview mit der Jungen Welt.
Jan Greve: Eine neue "Free-Gaza-Flottille" ist unterwegs nach Palästina. Sie werden wieder mit an Bord sein. Wann genau fahren Sie los?
Annette Groth: Es sind bereits vier Boote auf dem Weg, die in Skandi­navien gestartet sind. Am Dienstag gehe ich dann in Wilhelmshaven an Bord. Laut Plan erreichen wir am Donnerstag Amster­dam, da steige ich aus. Wir hoffen natürlich, insgesamt mit der Flottille für Aufmerksamkeit sorgen zu können. Es braucht viel mehr Öffentlich­keit für die schrecklichen Verbrechen in Gaza...

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Special Session of the Human Rights Council...
ohchr.org
ohchr.org
Ra'ad Hussein: Gaza ist ein vergifteter Slum...
via youtube

Statement by UN High Commissioner for Human Rights Zeid Ra'ad Al Hussein
Der UN-Menschenrechtsausschuss hat sich mit den Vorgängen an den Sperranlagen zum Gazastreifen auseinandergesetzt. Wir dokumentieren die abschließende Erklärung:
"Mr. President, Appalling recent events in Gaza have called this Council into Special Session(...) The stark contrast in casualties on both sides is also suggestive of a wholly disproportionate response: on Monday, on the Israeli side, one soldier was reportedly wounded, slightly, by a stone. Killings resulting from the unlawful use of force by an occupying power may also constitute "wilful killings" – a grave breach of the Fourth Geneva Convention
..."

Link zum Statement (engl.)
Israelische Kriegsindustrie und deutsche Militärs
Dr. Shir Hever
youtube
Proteste gegen Kampfdrohnen und die ITEC in Stuttgart Pako

Die Rüstungsmesse ITEC in Stuttgart über High Tech in der Waffenproduktion war für das Palästina­­komitee Stuttgart Anlass, in einer Veran­staltung mit Dr. Shir Hever von der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost über die israelische Militärindustrie und ihre Zusammen­arbeit mit den deutschen Militärs zu informieren. Dabei spielte auch der geplante Ankauf der israelischen Kampfdrohne Heron TP für die Bundeswehr eine Rolle. Wir dokumentieren den Vortrag mit wichtigen neuen Aspekten auf youtube...

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Gegen Kampfdrohnen für die Bundeswehr
Verschiedene Friedensinitiativen
drohnen-kampagne.de
Die Heron TP fliegt oft über Gaza und tötet dabei. Montage Pako

Es ist davon auszugehen, dass die Entscheidung im Bundestag über die Anschaffung der israelischen Kampfdrohne Heron TP unmittelbar bevorsteht. In einem Brief an die Bundestagsabgeordneten machen verschiedene Friedensinitiativen nochmals deutlich, dass der Kauf der Heron TP die Ausrüstung der Bundeswehr mit einer bewaffneten Kampfdrohne bedeutet. Mit der Zustimmung zur Heron TP würde die Große Koalition gegen Regeln verstoßen, die sie sich selbst in ihrem Vertrag zur Regierungsbildung gegeben hat. Wir dokumentieren den Brief...

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Teilnahme am Israel Festival abgesagt
Lusa
bdsmovement.net
Tiago Rodrigues
bdsmovement.net

Der Intendant des portugiesischen Nationaltheaters schließt sich dem kulturellen Boykott Israels an
"Ich habe mich entschieden, meine Show nicht auf dem Israel Festival im Juni zu präsentieren, da ich glaube, dass dies der einzige Weg ist, um sicherzustellen, dass meine Kunst nicht dazu dient, eine Regierung zu rechtfertigen oder zu unterstützen, die vorsätzlich Menschenrechts­verletzungen begeht und zur Zeit das palästinensische Volk gewaltsam angreift..."

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Verwirkte Relevanz
Interview mit Moshe Zuckermann
projektkritischeaufklaerung.de
Der Ewige Antisemit -
Die Angst der Deutschen
vor der Vergangenheit
Ab 9. September
im Westend Verlag

"Die Partei DIE LINKE ist mit der aktuellen Radikalisierung ihres Pro-Israel-Kurses endgültig im deutschen Nationalkonsens aufgegangen"
Projekt Kritische Aufklärung sprach mit dem israelischen Marxisten Moshe Zuckermann über deutsche LINKE, die sich mit Rechten solidarisieren, Joachim Gauck für sich entdeckt haben, vom humanistischen Judentum nichts mehr wissen wollen, die Palästinenser verraten haben, eine politische Kultur des Opportunismus pflegen – und lieber schweigen sollten, wenn jüdische Linke Einspruch gegen die unsäglichen deutschen und israelischen Zustände erheben. Das Gespräch führte Susann Witt-Stahl...

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Der Vorwurf des Antisemitismus dient der Herrschaftssicherung
Annette Groth
rubikon.news
Schild auf einer Demo gegen
die "bayrische Linie" in München
am 10. Mai 2018
noPAG

Aus dem Artikel: "Der angeblich zunehmende Antisemitismus soll nach dem Willen der Bundesregierung und aller im Bundestag vertretenen Parteien effektiv bekämpft werden. Dass der im Januar beschlossene Antisemitismusantrag aber auch einige Paragraphen enthält, die äußerst kritikwürdig sind, ist in der Öffentlichkeit bislang kaum diskutiert worden. Unter dem Begriff „importierter Antisemitismus“ wird Islamophobie geschürt, wird eine härtere „bayerische Linie“ gegen Flüchtlinge begründet. Kritik an der Politik Israels soll delegitimiert werden, und auch das Versammlungsrecht und die Meinungsfreiheit in Deutschland stehen auf dem Prüfstand..."

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Antisemitismus-Debatte: Der Mythos vom No-go-Neukölln
Yossi Bartal
deutschlandfunkkultur.de
Regener Verlag

Yossi Bartal stammt aus Jerusalem und lebt seit zehn Jahren in Berlin-Neukölln. Den selbst­ernannten Beschützern hier lebender Juden ruft er zu: Ja, es gibt hier Antisemitismus. Aber trotzdem ist Neukölln keine No-go-Area für Juden.
Die jüngsten Fälle antisemitischer Gewalt in Schulen oder auf den Straßen Berlins erzeugen Gefühle starker Unsicherheit unter Mitgliedern der jüdischen Gemeinden. Dabei spielt die Angst vor Muslimen unleugbar eine Rolle, auch wenn laut Polizeistatistik die meisten Angriffe gegen Juden von deutschen Rechtsextremisten ausgehen.
Nichtsdestotrotz wird immer wieder behauptet, dass muslimisch geprägte Stadtteile Berlins wie Nord-Neukölln "No-Go-Zonen" für Juden seien...

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