Um das PAKO-Infoblatt zu sehen, bitte Bilder (Remote Content) in dieser Nachricht erlauben
Wie in der Türkei oder in Russland, können Viele auch in Israel keinen fairen Prozess erwarten. Unser Infobl@tt enthält Berichte über Bilal Kayed, der nach mehr als 14 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen hätte werden sollen, dann aber in Administrativhaft genommen wurde, über Mohammed Abu Sakha, dessen Haft ebenfalls willkürlich verlängert wurde und den 14-jährigen Muawiya Alqam, der zu mehr als sechs Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Wir freuen uns aber, dass die BDS Bewegung in Europa neue Etappensiege erreicht hat. Nach Schweden und Irland haben auch die Niederlande bestätigt, dass Aufrufe zu Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen durch das Recht auf freie Meinungsäusserung geschützt sind. In Deutschland, wurde die SPD-Politikerin Sara Rihl von einem Gericht dazu verurteilt, ihre Vorwürfe gegen den Organisator einer BDS-Veranstaltung, den sie als „bekannten Antisemiten" bezeichnet hatte in Zukunft zu unterlassen...
Freiheit für Bilal Kayed
samidoun.net
samidoun.net
Demonstration für Bilal Kayed

Am 13. Juni sollte der palästinensische Gefangene Bilal Kayed freigelassen werden nach vierzehn-einhalb Jahren in israelischen Gefängnissen. Stattdessen wurde eine sechsmonatige Admin-istrativhaft ohne Anklage oder Gerichtsverfahren gegen ihn verhängt. Kayed ist in einen offenen Hungerstreik getreten, mit dem er am 15. Juni begonnen hat. Er fordert seine Freilassung und ein Ende der Administrativhaft. Dies ist ein gefährlicher Versuch, einen Präzedenzfall für alle palästinen-sischen Gefangenen zu schaffen. Der Fall von Bilal Kayed ist im Land und international auf lebhaften Protest gestoßen. Die israelische Praxis der Administrativhaft ist menschenrechtswidrig.

Zum Artikel von samidoun.net
Kultur ist ein biegsamer Begriff
Birgit Althaler
Palästina-Info Juni 2016
Lifta bei Jerusalem, dem Zerfall preisgegeben
Zochrot

Zunehmend sind Veranstaltungen, an denen offizielle israelische Stellen beteiligt sind, mit Boykottaufrufen konfrontiert und müssen sich der Diskussion über die Komplizenschaft von Kultur-institutionen mit der diskriminierenden Politik des Staates stellen. Israelische Kulturschaffende, die im Ausland auftreten, und Veranstalter, die israelische Kulturproduktionen programmieren, müssen wohl oder übel eine Haltung zum palästinensischen Aufruf für einen akademischen und kulturellen Boykott von Israel (PACBI) einnehmen. Der Boykott ist eine Realität, und so müssen sich auch KuratorInnen vor Ort mit dem Thema befassen....

Zum Artikel von Birgit Althaler
Newseum ehrt getötete Journalisten...
Zaid Jilani
The Intercept
Palästinensische Fotografen protestieren am 20.11.2012 vor dem al-Shifa Hospital gegen den israelischen Angriff auf ihre Kollegen

Electronic
Intifada

Newseum ehrt getötete Journalisten, lädt dann eine offizielle Vertreterin Israels ein, die die Tötung einiger zuvor rechtfertigte.
Das Newseum – ein privates Museum in Washington D.C., das es sich zur Aufgabe gemacht hat Ausstellungen und Veranstaltungen über die freie Presse zu organisieren – begann die Woche am Montag damit, erneut Reportern zu gedenken, die während der Berichterstattung zu Tode kamen.
Am nächsten Tag veranstaltete es eine Diskussion über die Nutzung sozialer Medien im Krieg, und
lud eine ehemalige israelische Militärangehörige,
Lt. Col. Avital Leibovich ein, die 2012 die gezielte Tötung palästinensischer Journalisten gerechtfertigt hatte, deren Namen auf dem Denkmal stehen...

Link zur deutschen Übersetzung des Artikels
Sykes-Picot-Abkommen: Teile und herrsche
Knut Mellenthin
jungewelt.de
Neuaufteilung des zerfallenen osmanischen Reichs nach dem ersten Weltkrieg

BBC

Vor hundert Jahren zogen Großbritannien und Frankreich die Grenzen des heutigen Nahen Ostens
Am 23. November 1917 veröffentlichten die russischen Zeitungen Iswestija und Prawda ein zur damaligen Zeit sensationelles Dokument:
Ein britischer und ein französischer Diplomat hatten sich im Mai 1916 im Auftrag ihrer Regierungen über die Nachkriegsaufteilung des Nahen Ostens verständigt.
Nach diesen beiden Männern ist das Papier, dem eine Landkarte der Region mit Grenzmarkierungen beigefügt war, als »Sykes-Picot-Abkommen« bekannt...

Link zum Artikel von Knut Mellenthin
Urgent Action: Verwaltungshaft verlängert
Amnesty International
Amnesty International
Zirkuskünstler Mohammad
Faisal Abu Sakha

AI

Gegen Mohammad Faisal Abu Sakha erging am 13. Juni eine zweite Verwaltungshaftanordnung, die am 12. Dezember 2016 und damit ein Jahr nach seiner Festnahme ausläuft.

Er hatte damit gerechnet, nach Ablauf seiner ersten Verwaltungshaftanordnung freigelassen zu werden. In letzter Minute informierte man ihn dann jedoch darüber, dass eine neue sechsmonatige Haftanordnung gegen ihn erlassen wurde, die seine weitere Inhaftierung ohne Anklage und Verfahren ermöglicht...

Link zum Aufruf von Amnesty International
SPD-Lokalpolitikerin muss Antisemitismusvorwurf unterlassen
BDS Oldenburg
Presseerklärung BDS Oldenburg
Christoph Glanz, BDS Oldenburg und
SPD-Lokalpolitikerin Sara Rihl


SPD-Lokalpolitikerin gerichtlich zu Unterlassung von Antisemitismusvorwurf gezwungen

Am 14. Juni 2016 verurteilte das Landgericht Oldenburg Sara Rihl, SPD-Lokalpolitikerin und studentisches Mitglied des Senats der Universität Oldenburg dazu, ihre Äußerungen über Christoph Glanz nicht zu wiederholen.

Rihl hatte sich federführend an der Verhinderung einer Veranstaltung der palästinensischen BDS-Kampagne beteiligt....

Zur Presseerklärung von BDS Oldenburg
Niederländische Regierung bezeichnet BDS als Meinungsfreiheit
BDS Kampagne
BDS-Kampagne
Keine Gerechtigkeit - Kein Friede

BDS-Kampagne

In seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten der Grünen Linken, Rik Grashoff, sagte der niederländische Aussenminister Bert Koenders, dass „Aussagen oder Treffen bezüglich BDS durch das Recht auf freie Meinungsäusserung und Versammlungsfreiheit geschützt sind, das in der niederländischen Verfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert ist.“
Koenders ergänzte, die niederländische Regierung diskutiere regelmässig mit Israel über BDS und mache klar, dass die Regierung sich zwar gegen einen Boykott von Israel ausspreche, dass BDS Aktivitäten jedoch dem Recht auf Meinungsfreiheit unterliegen.“

Link zum Artikel
Aus der Welt bis nach Gaza: Die Bücher von Mosab Abu Toha
netzfrauen.org
netzfrauen.org
Mosab Abu Toha mit einem Buch, das er aus einem zerstörten Haus gerettet hat

netzfrauen.org

„Ich bin überzeugt, dass das Lesen von Büchern die Menschen menschlicher, friedlicher, intelligenter und offener macht, sagt Mosab Abu Toha. Der junge Palästinenser, der in Gaza Stadt lebt, hat eine Kampagne zur Eröffnung einer öffentlichen Bibliothek im Gazastreifen ins Leben gerufen. „Es gibt viele Bücherwürmer in Gaza, die Englisch lesen möchten“, er bittet Spender um Büchersendungen, damit die Menschen in Gaza eine Gelegenheit finden, sich an einem friedlichen Platz zu treffen und zu lesen.
Mosab möchte einen Raum in Gaza Stadt mieten, wo möglichst vielen Menschen die Gelegenheit zum Bibliotheksbesuch gegeben ist...

Link zum Artikel auf netzfrauen.org
Solidarität mit Omar Barghouti und BDS Aktivisten
juedische-stimme.de
juedische-stimme.de
BDS-Aktion im Westjordanland

16 jüdische Organisationen, mehr als 100 Erstunterzeichner aus 12 Ländern zeigen Israels Regierung die Stirn.
Die Regierung Israels führt gegenwärtig eine umfassende Kampagne, die darauf ausgerichtet ist, den gewaltfreien Widerstand der palästinensischen Zivilgesellschaft zu brechen aber auch opposit-ionelle Organisationen und Gruppen im eigenen Lande sowie international zum Schweigen zu bringen. Im Vordergrund steht dabei die von der palästinensischen Zivilgesellschaft 2005 ins Leben gerufene „BDS-Bewegung“ (Boykott, Desinvestition, Sanktionen), die weltweit mit gewaltfreien Mitteln das politische Interesse für die Lage der palästin-ensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten wachhält...

Link zum Aufruf
14-jähriger zu mehr als sechs Jahren Haft verurteilt
samidoun.net
samidoun.net
Muawiya Alqam (Mitte)
im Gerichtssaal
samidoun.net

Der 14-jährige Muawiya Alqam wurde zu einer Haftstrafe von mehr als sechs Jahren, sowie einer Geldstrafe von ungefähr 6,750 US$ verurteilt.
Nach Angeben der palästinensischen Gesellschaft für Gefangene (Palestinian Prisoners’ Society) wird 28 Kindern, die im Gefängnis Ofer einsitzen, der Besuch von Familienangehörigen verweigert. 14 Familien wurde die Erlaubnis plötzlich entzogen, nachdem sie am Kontrollpunkt für Besuche angekommen waren. Als Gründe wurde „Sicherheit“ angegeben.
Oft werden auch Kinder im Alter von 12 oder 13 Jahren verhört, ohne dass ein Anwalt dabei ist...

Link zum Artikel (engl.) auf samidoun.net
Rechte Ministerin geht gegen Westbank-„Boykott“ vor
Inge Günther
Frankfurter Rundschau
Miri Regev in ihrer früheren Rolle
als Sprecherin der israelischen Armee

MintPress News

Israels Kulturministerin Miri Regev will Künstler zwingen, in jüdischen Siedlungen in den Palästin-ensergebieten aufzutreten. Wer sich weigert, dem drohen Sanktionen.
„Deklaration über Auftritte in der Peripherie“ ist ein Formblatt betitelt, das diese Woche den Leitern israelischer Theater- und Ballettgruppen ins Haus flatterte.
Verlangt wird von den Managern zu erklären, ob ihre Kulturinstitutionen im vergangenen Jahr in den entlegenen Landesteilen wie im Negev oder in Galiläa, aber auch in den jüdischen Siedlungen im Westjordanland Gastspiele gegeben hätten.

Link zum Artikel der Frankfurter Rundschau
Wenn Sie dieses Infoblatt nicht per Email bekommen möchten, bitte hier klicken: Stornieren
Machen Sie mit!