Um das PAKO-Infoblatt zu sehen, bitte Bilder (Remote Content) in dieser Nachricht erlauben

"Radikal kompatibel", das sind Europas rechtsextreme Kräfte wie die österrei­chi­sche FPÖ, die deutsche AFD, die israelische Siedlerbewegung und die isra­elische Regierung. Darauf und auf die Gefahren, die diese Konstellation birgt, wollen wir vom Palästinakomitee Stuttgart im Oktober-Infobl@tt hinweisen. Kolonialismus und die Folgen, sowie der Eingriff in die Meinungsfreiheit sind weitere Themen. Dazu bieten wir im November auch zwei Veranstaltungen an: Unser Vorsitzender Ian Portman analysiert die historischen Zusammenhänge und Konsequenzen der Balfour-Erklärung (Veranstaltung am 10. November) und Abraham Melzer spricht über sein neues Buch "Die Antisemitenmacher - Wie die neue Rechte Kritik an der Politik Israels verhindert" (Veranstaltung am 30. November). Im Infobl@tt finden sich außerdem Analysen zu weiteren zentralen politischen Fragen, wie die Erkenntnis führender Politiker, dass das Zwei-Staaten-Modell keine Zukunft mehr hat und alternative Perspektiven diskutiert werden müssen, sowie Hintergründe und mögliche Auswirkungen des Fatah-Hamas-Versöhnungsabkommen. Außerdem weisen wir auf eine Konfe­renz zu gefährlichen Rechtstrends und Verleumdungspolitik im Februar 2018 hin, informieren über Protestaktionen und wichtige politische Ereignisse.

Österreichs Neonazis finden Freunde in Israel
Ali Abunimah
electronicintifada.net
Der FPÖ Vorsithende Christian Strache (li) mit dem Extremisten Yehuda Glick
electronicintifada.net

Der Botschafter Österreichs in Tel Aviv, sieht nichts Falsches daran, wenn arabische Parteien aus Israels Regierung ausgeschlossen werden, währ­end sein Land, gerade dabei ist Neonazis in Wien an die Macht zu bringen. Dies ist ein bemer­kens­wertes Beispiel für rassistische Werte, die von europäischen und israelischen Eliten geteilt werden. Genau wie in Deutschland, gibt es klare Zeichen für die Verbindung zwischen der äußersten Rechten Österreichs und Israels...

Link zum Artikel
Recht und Pflicht der Palästinenser zum Widerstand
Gideon Levy
der-semit.de
Protest am Nakba-tag

Stellt Euch vor, Ihr seid die Palästinenser. Vielleicht Einwohner von Ost-Jerusalem. Siebenundvierzig schwierige Jahre liegen hinter Euch; vor Euch liegt eine große, bedrückende Dunkelheit. Die israeli­sche Tyrannei, die Euch ein böses Schicksal berei­tet, erklärt arrogant, dass alles immer so bleiben wird. Eure Stadt werde „für immer und ewig“ unter Besatzung bleiben. Der Verteidigungs­minister, der zweitwichtigste Mann in der Regierung, die Euch unterdrückt, sagt, ein palästinensischer Staat werde niemals errichtet werden....

Link zum Artikel
Die Zweistaatenlösung ist tot
Meron Rapoport
diefreiheitsliebe.de


Was verbindet einen israelischen rechtsaußen Koalitionspartner und den Palästinenser­präsiden­ten Mahmud Abbas? Die Erkenntnis, dass die Zweistaatenlösung durch die Realität eines einzigen Staates gefressen wurde. Und dieser eine Staat wird kein demokratischer sein, vielmehr wird das Apartheidsregime zur offziellen Politik der israelischen Regierung.
Die Szenarien der immer weiter rechts stehenden Parteien in der Regierungskoalition propagieren auch offen erneute massive Vertreibung. Ein Wendepunkt in den politischen Perspektiven ist jetzt für alle offensichtlich. Meron Rapoport weist darauf hin, dass die politische Wirklichkeit vom Scheitern der Zweistaatenperspektive auch in der Argumentation der Politiker der palästinensischen Autonomiebehörde angekommen ist. Welche Kon­sequenzen werden die Politiker ziehen? Der Artikel ist im Original in Middle East Eye erschie­nen.

Link zum Artikel
Preisverleihung: „Aufrechter Gang" für Judith
und Reiner Bernstein
Humanistische Union
Humanistische Union
Bildschirmaufnahme der Website
Stolpersteine München

Pressemitteilung der HUMANISTISCHEN UNION e.V. - Die Bürgerrechtsorganisation
vereinigt mit der Gustav Heinemann-Initiative
Regionalverband München-Südbayern

Für ihren Einsatz zur Verlegung von Stolpersteinen in München sowie ihren unermüdlichen Beitrag zur Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern erhalten Judith und Reiner Bernstein den Preis „Aufrechter Gang" der Humanistischen Union Regionalverband München-Südbayern (HU).
Weil im Münchner Rathaus CSU und SPD die Kritik an der Siedlungspolitik der israelischen Regierung mit Antisemitismus gleichsetzen, sollen keine kommunalen Räume für ihre Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden. Dieser absurde Vorwurf trifft jetzt auch die Humanistische Union, d.h. der HU wird die Nutzung kommunaler Räume für die Preisverleihung verwehrt...

Link zum Artikel
Wie Israel Wasser-Apartheid betreibt
Mersiha Gadzo
palaestina-portal.eu (Original aljazeera)
Infografik zu Wasserverfügbarkeit pro Person am Tag: OCHA itisapartheid.org
und OCHA

Jordantal/besetzte Westbank: Wasser ist im Jordantal, traditionell der "Brotkorb" Palästinas, nicht knapp, aber die palästinensischen Bauern kämpfen mit wenig Wasser für ihre Felder ums Überleben. Sie sagen, die Menge an Wasser, die ihnen die israelischen Behörden zuteilt, sei seit der Zweiten Intifada täglich kleiner geworden.
Indes verbrauchen die benachbarten Siedlungen Wasser in Fülle. Sie bauen Produkte wie Bananen an, was große Mengen an Wasser erfordert, die größtenteils aus Quellen der Westbank gepumpt werden, und exportieren die verschiedensten Früchte, Gemüse, Blumen und Gewürze nach Europa und in die USA...

Link zum Artikel
EU-Grenzbeobachter wartet seit 10 Jahren auf die Rückkehr
nach Gaza
Michael Schaeffer Omer-Man
palaestina-portal.eu/Original in mag972
Am 23.01.08 wurden Teile
der Grenze von innerhalb des Gazastreifens gesprengt
lawrenceofcyberia.blogs.com

Gazas Grenzübergang Rafah könnte jetzt, nach­­dem Fatah und Hamas einem Versöhnungs­­abkommen zugestimmt haben, bald wieder öffnen. Aber das bedeutet nicht, dass die EU-Mission, die seit 10 Jahren bei jährlichen Unkosten von Millionen Euro in der Nähe von Tel Aviv sitzt und wartet, bald wieder zur ihrer Arbeit zurückkehren kann.
Während der vergangenen 10 Jahre hat eine Gruppe von Grenzbeobachtern der Europäischen Union innerhalb Israel auf den unbestimmten, fernen Augenblick gewartet, an dem sie wieder in den Gazastreifen versetzt wird, um den Grenzübergang zwischen Haza und Ägypten zu überwachen...

Link zum Artikel
Großartiges Abkommen oder ein vorläufiger Vergleich
Safa Joudeh
Middle East Eye
Wichtig sind wirkliche Fortschritte für die palästinensische Bevölkerung Middle East Eye

Die gegnerischen palästinensischen Organisati­onen Fatah und Hamas haben mit dem Anfang Oktober abgeschlossenen Versöhnungsabkommen ein Hemmnis für die palästinensische Sache beseitigt, so scheint es. Doch der Vertrag beinhaltet keinen der Punkte, die zum Zerwürfnis führten. Safa Joudeh analysiert genau die verschiedenen Aspekte und arbeitet die Risiken der unsicheren Situation heraus, die es unwahrscheinlich machen, dass die Palästinenser von der Einigung wirklich profitieren. Andere Analysten weisen darauf hin, dass die rechts gerichtete israelische Regierung und Siedlergesellschaft nicht bereit sein wird, Zugeständnisse zu mache.(Dana El-Kurd in Foreign Affairs)
foreignaffairs.com

Link zum Artikel
Israel genehmigt Siedlungen in Hebron
zeit.de
zeit.de
Protest in Hebron
thearabdailynews.com

Israel hat den Bau von 31 Siedlerwohnungen in der palästinensischen Stadt Hebron im israelisch besetzten Westjordanland genehmigt. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Peace Now handelt es sich dabei um die ersten Baugenehmigungen für jüdische Siedler in der Stadt seit 15 Jahren. Demnach soll ein für die Besiedlung zuständiger Ausschuss am Dienstag und Mittwoch zusammenkommen, um zusätzlich über die Genehmigung von 2.000 weiteren Wohneinheiten zu entscheiden...

Link zum Artikel
Veranstaltung in Stuttgart: 100 Jahre Balfour-Erklärung – Imperialer Zugriff auf den Nahen Osten
Pako Stuttgart
Pako Stuttgart


1917 schickte der damalige britische Außenminister Lord Arthur Balfour einen folgenschweren Brief mit 67 Worten an einen anderen britischen Lord. Er prägte und veränderte dadurch das Gesicht des Nahen Ostens radikal. 100 Jahre später, nach zahlreichen israelischen Angriffen mit verheeren­­­den Bombardements, Landraub, Vertreibung und massivem Siedlungsbau ist es Zeit einen Blick darauf zu werfen, warum die damals größte Weltmacht sich dazu entschied, die Schaffung einer jüdischen Heimatstätte in Palästina zu fördern. Mit seinem Fokus auf die Akteure und mit vielen Zitaten aus Originalquellen setzt Ian Portman vom Palästinakomitee Stuttgart e.V., die Gescheh­nisse im deren historischen Kontext. Die Veran­staltung findet am 10. November um 19.30 Uhr im AWO, Ostendstr. 83, in Stuttgart statt.

Link zur Veranstaltungs-Info
Veranstaltung: Die Antisemitenmacher
Pako
Palästinakomitee Stuttgart
Die Antisemitenmacher, von
Abraham Melzer
Westend Verlag
Westend Verlag

Es trifft Ilan Pappe, der zu den neuen israelischen Historikern gehört und der mit dem Buch "Die ethnische Säuberung Palästinas" die Gründung Israels in ein anderes Licht gerückt hat, es passiert Rolf Verleger, dem Mitbegründer der jüdischen Gemeinde Lübeck und Autor von "Israels Irrweg" sowie vielen anderen jüdischen oder nicht-jüdischen Kritikern des Staates Israel: Räume werden auf Druck von Freunden Israels gekündigt und Veranstaltungen abgesagt. Der Vorwurf lautet, es würde antisemitische Propaganda oder vergleichbares verbreitet. Ein Klima der Einschüchterung entsteht, in dem die freie Meinungsäußerung und Diskussion nur noch reduziert möglich ist. In seinem Buch setzt sich der deutsch-jüdische Autor und Verleger Abraham Melzer damit auseinander, wie mit dem Anti-semitismusbegriff in der BRD umgegangen wird.

Link zum Veranstaltungsflyer
»Zur Zeit der Verleumder«
projektkritischeaufklaerung.de
projektkritischeaufklaerung.de
Erich Fried
Via youtube.com

Konferenz in Berlin: 10. Februar 2018
Eine ideologiekritische Intervention gegen die Instrumentalisierung von Juden, Judentum und der jüdischen Katastrophe

Der Rechtstrend in der westlichen Welt hat bizarre Erscheinungsformen. Linke werden als »Nazis«, jüdische Antifaschisten als »Verräter« diffamiert. Bereits Anfang der 1980er-Jahre klagte der Dichter Erich Fried die Stigmatisierung jüdischer Linker als »rote Antisemiten« durch »Sprecher des Westens« an. Seine von den ersten Verwerfungen des neoliberal radikalisierten Kapitalismus geprägte Gegenwart beschrieb er als »Zeit der Verleumder«.

Link zum Artikel
Stuttgarter Protest gegen Militärmesse und Kampfdrohnen
Palästinakomitee Stuttgart
senderfreiespalaestina.de
Protest gegen die ITEC am Eingang der Stuttgarter Messe Palästinakomitee Stuttgart

Automatisierte Kriegstechnik ist ein Riesengeschäft und eine massive Bedrohung für die Zukunft der Menschheit. Das betont unter anderem der Astrophysiker Stephen Hawking. Der Siedlerstaat Israel ist führend in dieser Technik, die die israelische Armee vor allem in Gaza einsetzt. Die BRD-Militärs wollen davon profitieren und streben die Anschaffung der israelischen Kampfdrohne Heron TP an, die im Gazastreifen bei so genannten außergerichtlichen Tötungen und in Kriegen eingesetzt wird. Mit Plakaten zu diesem Thema hat sich das Palästinakomitee Stuttgart an einer Protestaktion gegen die in Stuttgart geplante Militärmesse ITEC beteiligt, in der vor allem auch die Automatisierung der Kriegsführung Thema sein soll. Näheres auf unserer Website.

Link zum Artikel
Schweizer Koch an Round Tables Tour in Tel Aviv
bds-info.ch
bds-info.ch

bds-info.ch

(...) Die Round Tables Tour präsentiert sich als „kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Dialog durch die Gastronomie“. In Wirklichkeit wird damit die alte Tradition des Austauschs kulinarischer Genüsse missbraucht, um die zahlreichen Verletzung palästinensischer Grundrechte, inklusive des Rechts auf Ernährungssicherheit, reinzuwaschen. Unter den Partnern für den Anlass befindet sich das israelische Aussenministerium, das seit langem die „Marke Israel“ führt, mit deren Hilfe durch Kunst und Kultur von der entsetzlichen Menschenrechtsbilanz Israels abgelenkt und ein positives Image des Staates erschaffen werden soll. Das Unternehmen Dan Hotels, ein weiterer Partner und einer der Gastgeber des Festivals, betreibt ein Siedlungshotel, das auf gestohlenem palästinensischem Land im besetzten Ostjerusalem steht...

Link zum Artikel
  • Wenn Sie dieses Infoblatt nicht per Email bekommen möchten, bitte hier klicken: Stornieren
  • Falls Sie das Infobl@tt dennoch weiterhin erhalten, prüfen Sie ob Sie es von jemand anderem erhalten haben und wenden Sie sich bitte an ihn/sie.
  • Hier finden Sie unser Infobl@tt-Archiv.
Machen Sie mit!