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Vertreibung und Zwangsumsiedlung im Negev


Kein Ort zum Bleiben

Amjad Iraqi, LE MONDE diplomatique, September 2016

In Israel sind die Bewohner zahlreicher arabischer Dörfer von Zwangsumsiedlung bedroht. Seit vierzig Jahren protestieren sie vergeblich gegen ihre Vertreibung und die Zerstörung ihrer Häuser.

(...) "Der Staat tut gern so, als würde er durch die Umsiedlung in Städte den beduinischen Gemein- schaften zu einer Modernisierung verhelfen. Aber gleichzeitig lässt er jüdische Staatsbürger ihre eigenen bäuerlichen Farmen im ganzen Naqab errichten, auch auf den Ruinen der Beduinendörfer", sagt Suhad Bishara, Anwalt und Leiter der Men- schenrechtsorganisation Adalah (Gerechtigkeit)...

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Was das Land nicht vergisst

Der Friedhof des Dorfes Al-Araqib

Der New Yorker Fotograf Fazal Sheikh und der aus Israel stammende Konfliktforscher Eyal Weizman dokumentieren die Spuren von Zerstörung und Vertreibung in der Negev-Wüste.

(...) Dass Beduinen ein Volk von Nomaden sind, wird hier mit aller Klarheit widerlegt: Und genau das ist es, was diese Aufnahmen für Weizman so bedeutsam macht. Ausgangspunkt seines Essays "The Conflict Shoreline" ist das Beduinendorf Al-‛Araqīb. Seit dessen Bewohner 1998, fünfzig Jahre nach ihrer Vertreibung, beschlossen, in ihren Ort zurückzukehren, kämpfen sie einen erbitterten Kampf gegen die israelischen Behörden. Etliche Male wurde ihr Dorf seitdem zerstört. Die israelische Argumentation folgt dabei einem Muster, das seit der Staatsgründung fest etabliert ist: Weil die Wüste tot war, wegen ihrer Trockenheit nicht besiedelbar, bis die Zionisten sie zum Leben erweckten, muss es sich bei den Beduinen um Nomaden gehandelt haben. Und da diese nirgends dauerhaft siedelten, können sie heute auch kein Land für sich reklamieren.

Weizman weist nach, dass diese Behauptung nicht zu halten ist. Dazu führt er historische Reiseberichte an, Klimastatistiken, alte Landkarten, Aufzeichnungen über Ernteerträge, Luftaufnahmen aus den Weltkriegen und eben Sheikhs Fotos: Puzzlestück für Puzzlestück setzt er zusammen, bis eine ganz andere Version der Beduinenkultur aufscheint: Sie gruben Brunnen, bauten Häuser und bestellten Felder...

Vollständiger Artikel sueddeutsche.de, 13.12.2015

Zerstörung von Al-Arakib, Juni 2014

Ein Rundbrief von Gadi Algazi, Tel Aviv, 12. Juni 2014

Liebe Freunde,

zum 50. Mal wurde Al-Arakib zerstört
dies ist eine jener Mails, die ich gern vermeide zu senden. Einige unter euch haben unsere Arbeit gegen Enteignung der Beduinen innerhalb der Grünen Linie verfolgt (Es gibt ein weiteres immenses Projekt, dessen Ziel es ist, Beduinen, die im Westjordanland leben, zu vertreiben, viele von ihnen Flüchtlinge aus dem 1948iger Krieg; viele von ihnen leben im Jordantal, wo enteignete Beduinen, einschließlich vieler Kinder, für praktisch Nichts in Siedlerplantagen arbeiten.) Während der letzten vier Jahre aber haben wir (www.tarabut.info) uns auf die Arbeit mit Beduinen, die israelische Bürger sind, konzentriert; sie sind die am meisten verarmte und diskriminierte Gruppe innerhalb Israels.

Wir – zusammen mit unseren Freunden aus dem Negev Coexistence Forum and Rabbis for Human Rights -- haben insbesondere eine Gemeinschaft im Negev unterstützt, nur wenige Meilen nördlich der Stadt Beer Sheva gelegen: Al-Arakib. Sie sind 1951-1952 vertrieben worden, manche konnten jedoch unweit der Ländereien ihrer Vorfahren bleiben und waren nach und nach in der Lage dorthin zurück zu kehren, da die israelischen landwirtschaftlichen Siedlungen das Interesse an diesen Ländereien verloren. Der Staat Israel war mächtig genug zu vertreiben, auszutreiben, zu enteignen – zumindest auf dem Papier – aber er war nicht imstand genug, die südlichen Teile des Landes effektiv zu kolonisieren.

Im Jahr 2000 begannen auf einander folgende israelische Regierungen mit Hilfe des Jüdischen Nationalfonds einen Zermürbungskrieg gegen die Beduinen.

Im Jahr 2000 begannen auf einander folgende israelische Regierungen mit Hilfe des Jüdischen Nationalfonds einen Zermürbungskrieg gegen die Beduinen. Ehemals als „gute Araber“ betrachtet, loyal und fügsam, wurden sie zum „Feind im Inneren“, die „zu viele Kinder“ zur Welt brächten, kriminalisiert und als „Eindringlinge“ in „Staatsland“ (das in aller Regel enteignetes Beduinenland ist) bezeichnet. Der Jüdische Nationalfonds wurde in diesen Kampagnen als Vorreiter benutzt, er pflanzte dürre Bäume auf Beduinenland, um einseitig Eigentumsansprüche zu markieren und ganze Bereiche für Beduinen- Landwirtschaft unbrauchbar zu machen.

Die Menschen des betroffenen Dorfes, al-Arakib, hatten zwei Vorteile, wenn sie ihre Rechte auf das Land wieder einforderten: Einige waren an einen Ort nur wenige Kilometer nördlich ihrer Ländereien vertrieben worden, und sie konnten sich um den 1914 errichteten und intakt gebliebenen Friedhof wieder zusammenfinden.

Dort begann ein Zermürbungskrieg: Besprühung mit Herbiziden aus der Luft mit langfristigen Gesundheitsschäden für die Menschen (2002-2003), Zerstörung ihrer Ernten, wiederholte Hauszerstörungen, etc. Ich werde das hier nicht erneut aufzählen (ein älterer Text aus dem Jahr 2010, der dringend der Aktualisierung bedarf, nachdem ich so viel in Gesprächen mit den alten Leuten und aus den Archiven erfahren habe, kann hier ( s.link im.Original) gefunden werden). Im Juli 2010 wurde das ganze Dorf zerstört, etwa 350 – 400 Menschen verloren ihre Wohnung. Von einer Zerstörung dieses Ausmaßes innerhalb Israels Staatsgebiet ist seit 1949 nicht berichtet worden. Seit 2010 wurden die Hütten, die die Bewohner wieder aufgebaut hatten, fast 70 Mal zerstört. Im Januar / Februar 2011 versuchten die Behörden eine Lösung gewaltsam voran zu treiben, indem eine Reihe von täglichen Angriffen auf die verbliebenen Familien durchgeführt wurde: Tränengas, Prügel, Schwammgeschosse, Inhaftierung (s.hier). Die meisten Familien mit kleinen Kindern verließen die Gegend; einige wenige blieben und mussten Zuflucht zum Muslimischen Friedhofsareal suchen.

Der Rechtsstreit dauert an. Für Beduinen ist es beinahe unmöglich bei Gerichten zu gewinnen. Vor der Übernahme der staatlichen Macht, hatten Zionisten die Rechte der Beduinen am Land anerkannt und Land von ihnen gekauft. Heute ist es so gut wie unmöglich für Beduinen zu beweisen, dass sie Land besitzen, aber selbst wenn sie das tun, ist vor Dutzenden von Jahren das verbliebene Land konfisziert worden gemäß den Auflagen des berühmt-berüchtigten „Land Erwerbsgesetzes“ (1953) und des „Gesetzes über die Besitztümer der Abwesenden“ (1950).

Dank seines hartnäckigen Widerstands wurde Al-Arakib zum ersten Fall, in dem Beduinen einen ernst zu nehmenden Rechtsstreit über ihre Landrechte ausgefochten haben. Sie kamen drei Mal bis zum Obersten Gerichtshof, und die Fälle sind noch immer anhängig. Mit anderen Worten, wir haben noch nicht verloren, und der Staat kann nicht die automatische Registrierung ihres konfiszierten Lands als „Staatsland“ fordern (der Kampf, muss ich anfügen, bezieht sich auf ein winziges Gebiet, aber die Auswirkungen sind für alle Beduinen Gemeinden weitreichend).

Israel rief 2005-2006 ein massives Siedlungsprojekt für die Wüste Negev ins Leben. Dieser Plan machte es notwendig, „das Beduinen Problem zu lösen“

Dies mag einer der Gründe sein, weswegen die staatlichen Behörden jüngst in eine neue Phase ihres Versuchs eintraten, das Dorf buchstäblich vom Angesicht der Erde auszulöschen und Familien in die nahe gelegene Beduinen Township Rahat zu treiben, die für Beduinen in den 1970igern gebaut wurde, als Teil eines Projekts, ihre Verbindung zu ihren Ländereien zu unterbinden und sie in erzwungene Proletarisierung zu führen. Eine andere, vielleicht noch gewichtigere Überlegung ist, dass Israel 2005-2006 ein massives Siedlungsprojekt für die südliche Landeshälfte, die Wüste Negev, ausrief. Dieser Plan machte es notwendig, „das Beduinen Problem zu lösen“, das heißt vor Ort war die erforderliche tabula rasa zu schaffen, um Siedler und Inverstoren anzuziehen. Dies Projekt nahm über die Jahre verschiedene Namen an. Seine jüngste Inkarnation als „Prawer Plan“ verlangte die Vertreibung von geschätzt 30.000 – 40.000 Beduinen im Negev und die Zwangs-Lösung für deren Landrechte. Al-Arakib wurde zum Symbol des Beduinen Widerstands. Der Plan musste 2013 aufgrund massiver Proteste widerrufen werden. Die Politik des Staates in Bezug auf die Beduinen änderte sich erneut, diesmal von einem massiven Projekt zu einem tag-täglichen Zermürbungskrieg. In diesem Krieg bleibt Al-Arakib ein Hauptziel.

Damit bin ich bei den Ereignissen der letzten Woche angelangt. Während der vergangenen drei Jahre seit den gewaltsamen Angriffen der ersten Monate des Jahres 2011, haben die verbliebenen Familien mit ihren kleinen Kindern im Areal des Friedhofs ihre Lager aufgeschlagen. Seit Mai 2014 vermehrten sich die Anzeichen, dass die Behörden drauf und dran sind, eine rote Linie zu überschreiten, die Familien innerhalb des Friedhofsgeländes anzugreifen und ihre improvisierten Wohnungen zu zerstören. Den Menschen von al-Arakib gelang es, seit der vollständigen Zerstörung ihres Dorfs, vier Jahre lang durchzuhalten, zwölf Jahre seit den ersten Angriffen der staatlichen Behörden. Al-Arakib hat den Behörden zufolge zu verschwinden.

Die Räumungsbefehle für die Wohnungen im Friedhofsgelände waren nichtig; sie bezogen sich auf andere Hütten, die in der Vergangenheit zerstört worden waren. Aber egal: Die Richter zögerten, Landkarten zu erörtern, dem Druck des Staates zu widerstehen, und einer von ihnen, ein Siedler, zeigte sich übereifrig, seine Pflichten zu erfüllen und autorisierte die völlige Zerstörung von Hütten im Gelände in bloßer Anwesenheit staatlicher Bevollmächtigter, mit anderen Worten in Abwesenheit des Anwalts der Bewohner (12. Juni 2014). Innerhalb von Minuten kamen Polizei, polizeiliche Sondereinheiten, Bulldozer und Lastwagen in das Friedhofsgelände hinein.

Die Bewohner wurden in die Moschee getrieben und eingekesselt. Unter ihnen eine junge Mutter mit ihrem 40 Tage alten Baby, eine andere mit einem eben 8 Monate alten Kleinkind, und mehrere sehr alte Frauen und Männer. Wir – etwa 20 Aktivisten -- waren bei ihnen. Ich kann die Ereignisse hier zwar zusammenfassen, bin aber immer noch zu erschüttert, um im Einzelnen zu erzählen, was geschah. Ich lege daher ein paar Fotos bei.

Die Bewohner sahen zu wie alles, was sie in den Jahren des Kampfes aufbauen konnten, in Stücke zermalmt wird, zu Staub zermahlen. Einige Wohnungen wurden angezündet. Wasser Container wurden entleert, dann konfisziert. Der Anwalt, aufgeschreckt durch die einseitige Genehmigung der Zwangsräumung, rief das Distriktgericht an. Die Israelische Behörde für Landverwaltung weigerte sich, die Zerstörung zu stoppen und auf das Ergebnis der Gerichtsanrufung zu warten. Sie befahlen den Zerstörungstrupps das Tempo der Zerstörungen zu erhöhen. Als schließlich ein Richter eine gerichtliche Verfügung, die Zerstörung zu verschieben, beibrachte, waren 95% der Gebäude bereits zerstört. Am späten Nachmittag wurde uns, die wir von allen Seiten in der Moschee - eher ein zur Seite offener Unterstand mit einem kleinen Minarett – umzingelt waren, klar, dass angesichts des hohen Einsatzes an Ressourcen in diese Operation, als koordinierter militärischer Angriff mit großer administrativer Unterstützung durchgeführt, dieser Tag wohl kaum zu Ende gehen würde ohne einige Gewaltanwendung und Inhaftierungen. Sondereinheiten drangen in die improvisierte Moschee ein, räumten sie unter Gewaltanwendung, zerstörten das Minarett und verhafteten sieben Menschen – fünf Einwohner von Al-Arakib, darunter zwei Minderjährige, und zwei jüdische Aktivisten, ein jüngerer aus Tel Aviv und Rabbi Arik Aschermann von ‚Rabbis für Menschenrechte’.

Die Geschichte von Al-Arakib ist auch eine Geschichte von Mut

Seit Donnerstag haben Menschen dort kampiert. Am folgenden Tag, Freitag, wurden zwei junge Leute von der polizeilichen Sondereinheit gekidnappt (ich habe kein anderes Wort dafür) und in Haft gesetzt wegen „Übertretung“, das heißt weil sie dort waren. Am Sonntagmorgen wurden alle improvisierten Hütten noch einmal zerstört und alle Wasserbehälter, die seit Freitag dorthin gebracht worden waren, konfisziert. Unsere Aktivisten waren dort, aber über Solidarität und bloße Anwesenheit in den schlimmsten Momenten hinaus, können wir sehr wenig materielle Unterstützung bieten. Es sei denn wir finden Richter, die wirklich zuhören wollen, würde der Räumungsbefehl für den Friedhof bis zum 12. Juli in Kraft bleiben. Bis dahin erwarten wir weitere Zerstörungen, ständige Belästigungen und vielleicht den Versuch seitens der Behörden, die gesamte Gegend neu zu konzipieren – einen Zaun um die Gräber zu ziehen und zu erklären, der Rest des Geländes sei nicht wirklich ein Friedhof und könne daher ebenso schonungslos behandelt werden wie man es mit dem übrigen Gebiet getan habe.

Dies ist eine schwierige Zeit nicht nur für Al-Arakib. Da die Farce der endlosen „Friedensgespräche“ vorüber ist und Netanyahus Außenpolitik vor einem Scherben-haufen steht, sollen die Palästinenser innerhalb Israels und in den Besetzten Gebieten den Preis zahlen. Die Zerstörung von Al-Arakib ist Teil einer umfassenderen Kampagne: Die Räumung von Iqrit (einem winzigen Palästinensischen Dorf im Norden, dessen Bewohner versucht haben, in ihr Dorf zurückzukehren, wo sie seit ihrer Vertreibung 1951 immer waren); der Beschluss eine harte Linie gegenüber dem Hungerstreik der Palästinensischen Gefangenen zu fahren, einschließlich Zwangsernährung; der Räumungsplan gegen Beduinen in der Westbank und ein neuer Regierungsausschuss für Beduinen Angelegenheiten, der unter der Kontrolle der extremen Rechten der extremen Rechten steht.

Ich sollte nicht in diesem Ton schließen. Die Geschichte von Al-Arakib ist auch eine Geschichte von Mut, von täglichem Opfer, von Frauen, die die Last dieses Kampfes über die Jahre hin tragen. Auf einigen der Fotos könnt ihr ihre Gesichter sehen. Es ist wahrhaft unglaublich, dass von allen so oft vergessenen Palästinensern in Israel - weil man glaubt, es gebe Palästinenser nur in den Besetzten Palästinensischen Gebieten oder als Flüchtlinge - es ausgerechnet die Beduinen sind, die einen solchen Kampf angesichts der überlegenen Kräfte eingegangen sind – die Beduinen, die doch selbst in Bemühungen, die Geschichte Palästinas niederzuschreiben, nicht immer in Betracht gezogen werden. Dabei gehören Palästinenser zu den wenigen einheimischen Völkern, die sich Siedlerkolonialismus gegenüber sehen, denen es gelungen ist, ein lebendiges, widerständiges, trotziges politisches Subjekt zu bleiben. Der Kampf geht nicht um kleine Bisschen und Stückchen, die einem einheimischen Volk bleiben. Es geht immer noch um seine Zukunft und darum für beide Völker hier eine andere Zukunft zu ermöglichen.

Gadi.

Deutsche Übersetzung von Ellen Rohlfs

A life of discrimination for Negev Bedouin

March 21, 2014 Text: Michal Rotam / Negev Coexistence Forum For Civil Equality, Photos: Yotam Ronen / Activestills.org

In honor of International Day for the Elimination of Racial Discrimination, the Negev Coexistence Forum For Civil Equality and Activestills highlight the immense gaps between the recognized Bedouin villages and the Jewish towns in the Negev. The conclusion is clear: while the basic rights of the Bedouin residents have been recognized by the government, they are still violated on a regular basis.

Over the past decade, the Israeli government decided to recognize 13 previously unrecognized Bedouin villages in the Negev. While the recognition of two of the villages is still in its initial stage, the other eleven have already been geographically recognized. However, despite the change in policy, which was supposed to provide services, infrastructure and detailed planning for these villages, not much has changed much on the ground.

In practice, in the vast majority of these villages still lack infrastructure; the services are poor and inadequate for the large number of residents; and the policy of house demolitions as well preventing Bedouin from receiving building permits continue...

To the article 972mag.com

Die Wüste israelischer Demokratie: ein Trip durch die Negev-Wüste führt ins Herz von Israels Alptraum

Max Blumental, 14.10.13

Das Beduienen-Dorf Al-Arakib noch einmal dem Boden gleich gemacht
Das Negev-Dorf Al-Arakib – noch einmal dem Boden
gleich gemacht. Quelle: Al-Haaretz
Vom Podium der UN-Vollversammlung verbindet Ministerpräsident Benyamin Netanyahu nahtlos erschreckende Details von Irans Übeltaten mit Bildern von wehrlosen Juden die von Antisemiten im Europa des 19. Jahrhunderts verprügelt und halbtot geschlagen wurden. An die USA, die iranische Diplomatie, sowie an eine kriegsmüde amerikanische Öffentlichkeit gerichtet, drohte Netanjahus düstere Tirade ihn als verzweifelte und an Wichtigkeit verlierende Figur zu zeigen. Obwohl er in den USA kaum empfangen wurde, distanzierten sich sogar ein paar seiner treuen pro-Israel-Verbündeten, sein Klagelied diente einem größeren Zweck: die Aufmerksamkeit von der Politik seines Landes gegenüber Denjenigen abzulenken, die kaum erwähnt wurden, den Palästinensern.

Während Netanjahu im November 1989 als Juniorminister in der vom Likud geführten Regierungskoalition unter Yitzhak Shamir wirkte, sagte er bei einer Audienz an der Bar Ilan-Universität. „Israel sollte die Gelegenheit der Unterdrückung der Demonstrationen auf Chinas Tianamenplatz nützen, da die Aufmerksamkeit der Welt auf das konzentriert ist, was dort geschieht, um hier eine Massenvertreibung der Araber in den besetzten Gebieten auszuführen. Zu meinem Bedauern, unterstützten sie die von mir vorgeschlagene Politik nicht“.

Nun an der Spitze des Staates, hat Netanjahu die strategische Nebelwand neu aufgelegt. Während sich der Ministerpräsident in New York mit Präsident Obama im Oval Office traf, schimpfte er gegen den Iran. Seine Regierung sei dabei, den Prawer-Plan zu erfüllen, um 40 000 einheimische Beduinen aus Israel, aus ihren uralten Negev-Wüsten-Gemeinden zu verjagen. Er versprach, sie in vom Staat gebauten Häusern im Reservat-Stil, in Townships, zu „konzentrieren“ aller zwischen dem Fluß Jordan und dem Mittelmeer zu beherrschen.

Der von Netanjahus Polizeiplanungschef Ehud Prawer verfasste, und von der Mehrheit der Mitglieder der politischen Mainstreams–Parteien in der Knesset verabschiedete Prawer-Plan, stellt nur ein Element des immer offensichtlicher werdenden Regierungsprogramms dar, das gesamte Land und das Leben Aller zwischen dem Fluß Jordan und dem Mittelmeer zu beherrschen.

Vertreibungen in der Wüste

Am 9. September besuchte ich Umm al-Hiram, ein Dorf, das der Staat Israel von der Landkarte löschen möchte. Es liegt in der nördlichen Negev-Wüste, gerade hinter der Grünen Linie (die Waffenstillstandslinie von 1948, die als Ausgangspunkt für alle israelisch-palästinensischen Verhandlungen gilt). Innerhalb der Linie liegt der Teil Israels, der unter der Zwei-Staatenlösung von den US genehmigt wurde. Die Bewohner von Umm al-Hiran machen sich dran, gegen ihre erzwungene Vertreibung Widerstand zu leisten.

In Wohnzimmer eines staubigen aber tadellos gepflegten Schlackensteinhauses am Rande des Dorfes beschrieb Hajj al-Ahmed, ein älterer Scheich, einer Gruppe von Kollegen der Website Mondoweiss und mir von der Erfahrung der 80 000 Beduinen, die in einem der „nicht anerkannten“ Dörfer leben. Viele der Gemeinschaften sind von petrochemischen Müllkippen umgeben, die zu Häufungen an Krebskrankheiten geführt haben und staatliche Kampagnen, die Ernten und Tierbestände aus der Luft zerstören, haben ihre Lebensgrundlage dezimiert.

Obwohl Menschen wie al-Achmed die israelische Staatsbürgerschaft haben, sind sie nicht in der Lage, von den öffentlichen Diensten zu profitieren, wie es der jüdische Nachbar im nächsten Dorf bekommt. Die Straßen, die zu nicht anerkannten Dörfern wie Umm al Hiran führen, werden von elektrischen Leitungen begleitet, aber Beduinen ist es verboten, sich an die öffentliche Leitung anzuschließen. Ihre Häuser und Moscheen werden als „illegale“ Konstruktionen angesehen und routineartig zur Zerstörung markiert. Und jetzt ist ihre gesamte Existenz auf ihrem eigenen Land in Gefahr.

Nach dem Prawer Plan werden die Menschen von Umm al-Hiran unter den 40 000 Beduinen sein, die zwangsweise in ein amerikanisch-indianisches Reservat umgesiedelt werden, das die israelische Regierung erbaut hat. Als die am schnellsten wachsende Gruppe unter der palästinensischen Bevölkerung, wurden die Beduinen als eine existentielle Bedrohung für die jüdische Mehrheit angesehen. „Es liegt nicht in Israels Interesse, mehr Palästinenser im Negev zu haben,“ sagte Shai Hermesh, ein früheres Mitglied der Knesset und Direktor der Regierungsbemühungen, der eine zionistische Mehrheit in der südlichen Wüste haben will.

Der Welt größtes Gefangenenlager

Nur wenige Kilometer von Umm al Hiran entfernt liegt im südlichen Negev und innerhalb der Grünen Linie ein anderes ehrgeiziges Projekt, um unerwünschte Bewohner zu konzentrieren. Es ist die Saharonim–Haftanstalt mit einer großen Anzahl an Wachtürmen, Betonmauern, Stacheldraht und Überwachungskameras, die der britische Independent als „der Welt größtes Haftzentrum“ bezeichnet hat. Ursprünglich war es als Gefängnis für Palästinenser während der 1. Intifada gebaut und später erweitert worden, sodass es jetzt 8000 Afrikaner aufnehmen kann, die vor Genozid und Verfolgung geflohen waren. Im Augenblick ist es das Heim für mindestens 1800 afrikanische Flüchtlinge, einschließlich Frauen und Kinder. Sie leben – wie die Gruppe Bikrom sagt - in einem riesigen Konzentrationslager unter harten Bedingungen.

Wie die Beduinen in den nicht anerkannten Dörfern im Negev, werden auch die 60 000 afrikanischen Migranten und Asylsuchende als eine demographische Bedrohung angesehen, die aus dem jüdischen Staat eliminiert werden muss. Bei einem Treffen mit seinen Kabinettministern im Mai 2012 warnte Netanyahu, dass ihre Zahl sich um das Zehnfache vervielfachen könnte und dann der Staat Israel nicht mehr als jüdischer und demokratischer Staat mehr angesehen werden könnte.“ Es wäre ein zwingend geboten, die Infiltranten physisch zu entfernen erklärte der Ministerpräsident. „Wir müssen hart durchgreifen und strenge Strafen austeilen“.

Kurz und bündig änderte die Knesset den Infiltrationsverhinderungsakt, der bereits 1954 verabschiedet wurde, um die palästinensischen Flüchtlinge daran zu hindern, sich mit ihren Familien und ihrem Besitz wieder zu vereinigen. Nach dem neuen Gesetzentwurf können nicht-jüdische Afrikaner verhaftet und ohne Gerichtsverfahren bis drei Jahre lang festgehalten werden. Der Gesetzentwurf stellte die Finanzierung des Baues von Saharonim und einer gewaltigen Mauer entlang der israelisch-ägyptischen Grenze sicher. Amon Sofer, lange Zeit Berater von Netanyahu, drängt auch auf eine Mauer entlang der Küste, um auch die Flüchtlinge des Klimawandels abzuhalten. (...)

Übersetzung ins Deutsche und stark gekürzt, Ellen Rohlfs

Max Blumenthal ist Journalist, der u. a. für die New York Times, die Los Angeles Times, Daily Beast, The Nation, The Huffington Post, The Independent Film Channel, Salon.com, Al Jazeera English, und andere Publikationen geschrieben hat. Er ist Autor des Bestsellers Republican Gomorrah. Der Titel seines erst kürzlich erschienen Buchs lautet: Goliath: Life and Loathing in Greater Israel (Nation Books).

Artikel im Original truth-out.org

Knesset verabschiedet die 1. Lesung der Gesetzesvorlage über die Beduinenumsiedlung

ACRI (The Association for Civil Rights in Israel)

Der Plan ist ein aggressiver Prozess, der für die Beduinen noch generationen lang eine Plage sein wird.

Zerstörte Häuser in Beer al-Mashash, Negev
Montagnacht stimmte die Knesset-Vollversammlung zu Gunsten der Gesetzesvorlage (43:40) über die Vereinbarung der Beduinenregelung im Negev, bekannt als der „Begin-Prawer-Plan“ bei seiner ersten Lesung. Die Gesetzesvorlage wird jetzt dem Komitee vorgelegt.

Die Gesellschaft für Zivile Rechte in Israel (ACRI) und Bimkom (Planer für planende Rechte) wiederholen ihre strenge Opposition gegen den Plan, der in seiner jetzigen Form nur die Entfremdung und Diskrimination der Beduinen-Bewohner - der nicht anerkannten Dörfer - im Negev nur verschlimmert.

Der Begin-Prawerplan, wie er im Augenblick steht, wird die Vertreibung und zwangsweise Ausweisung aus Dutzenden von Dörfern und von zig Tausenden von Beduinen, die Enteignung ihres Besitzes und historischer Rechte auf ihr Land, die Zerstörung der sozialen Struktur ihrer Gemeinden, das Schicksal von tausenden von Familien in Armut und Arbeitslosigkeit besiegeln. All dies, während die Regierung gleichzeitig die Errichtung neuer jüdischer Gemeinden fördert; einige sollen sogar auf den Ruinen der Beduinendörfer entstehen.

ACRI und Bimkom (BIMKOM – Planners for Planning Rights ) rufen die Regierung auf, das Planen und die Anerkennung all der nicht anerkannten Dörfer zu fördern, um die Grundrechte der Negev-Beduinen, Bürger Israels sicher zu stellen.

Der Anwalt Rawia Aburabia von ACRI: Seit Jahren lebten die Beduinen in Dörfern ohne die grundlegenden Bedingungen, während rund um sie immer mehr jüdische Siedlungen gebaut werden. Die Regierung muss sich entscheiden, ob sie eine wahre und gerechte Lösung sucht, der die Aufnahme der Beduinen im Negev als gleiche Bürger erleichtert oder einen streitlustigen Plan, der nur die Entfremdung, die Feindseligkeit und Armut dieser Gemeinschaften vermehrt.

Der Städteplaner Nili Baruchvon Bimkom: „Der Schlüssel zu einer Lösung für das Problem der nicht anerkannten Dörfer im Negev heißt Planen. Ein Plan zur offiziellen Anerkennung der nicht anerkannten Dörfer (Wie des einen, das die Dorfbewohner selbst initiierten) wird ihnen ihre Rechte auf Bildung, Gesundheit, entsprechende Infrastruktur und Arbeitsmöglichkeiten gewähren. Solch ein Prozess würde nicht nur der wahrscheinlichste sein, der zum Erfolg führt, sondern auch der gerechteste, der nach Jahren der Vernachlässigung der nicht anerkannten Dörfer kommt, die schon viel länger als der Staat Israel existieren,

Deutsche Übersetzung von Ellen Rohlfs – direkt als Mail am 25. 6.13 von ACRI erhalten

Für mehr Hintergrundinformation siehe auch Vertreibung aus der Wüste auf LE MONDE diplomatique

Vom Wegdrängen einer Bevölkerung

NZZ - Neue Züricher Zeitung, Monika Bolliger

Moschee-Trümmer in Transjordanien (NZZ)
Dank amerikanischer Vermittlung soll eine neue Runde der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche stattfinden. Zugleich vereinnahmt Israel wirtschaftlich interessante Gebiete im Westjordanland für sich.

Die Fahrt zum palästinensischen Dorf al-Mufakara durch das Wüstengebiet südlich von Hebron führt an gut erschlossenen und ausgeschilderten jüdischen Siedlungen vorbei. Die Zufahrtsstrasse zu al-Mufakara ist dagegen holprig und nicht geteert. Das Dorf selbst besteht aus nicht mehr als ein paar Hütten und Zelten sowie Überresten zerstörter Gebäude. Eines davon war eine Moschee. Vielleicht wird bald das ganze Dorf geräumt und zerstört. Al-Mufakara liegt im sogenannten C-Gebiet, das sind jene 60 Prozent Cisjordaniens, die unter voller israelischer Kontrolle stehen. Es handelt sich um die einzige zusammenhängende Landfläche in Cisjordanien [Transjordanien]. Der Grossteil der Land- und Wasserressourcen befindet sich im C-Gebiet.

(...) Die Militärverwaltung verweigert den Palästinensern weitgehend die Infrastruktur, die sie den Siedlern gewährt. Der Strassenbau orientiert sich an der Vernetzung der Siedlungen. Palästinensische Baugesuche werden in der Regel abgelehnt. Für illegales Bauen erteilt die Armee Zerstörungsbefehle. Seit Anfang des Jahres hat sie in Cisjordanien mehr als 300 Bauten – wie Häuser, Zelte oder Solaranlagen – zerstört. Manche der zerstörten Anlagen waren von der EU finanziert. Über 600 Personen verloren ihr Obdach.

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Negev Coexistence Forum: Position Paper Concerning the "Forest of German States"

In December 2012, the German Social-Democratic Party (SPD) published a call for donations to plant trees in the “Forest of German States.” This Forest is located in the Israeli Negev and was planted, in part, on land claimed by Bedouin citizens of the country. In response to this fundraising campaign, the Negev Coexistence Forum (NCF) wrote a letter to the Party’s members, urging them to stop the donations project and explaining the complex reality in the Negev.[1] In addition, NCF produced a video with Dr. Awad Abu Freich, one of the owners of the land where the forest is planted. The SPD reacted to this letter by inquiring with the JNF/KKL about this particular forest.

The JNF/KKL responses to the SPD regarding the “Forest of German States” have been rather specious. They serve as justification for the JNF’s discriminatory practice of developing forests on contested land in an attempt to Judaize[2] the Negev/Naqab—a practice that is criticized in Israel and abroad. By partnering with the JNF, the SPD is complicit with this discriminatory practice. Given the egalitarian values of the SPD, we urge the SPD to reconsidering this partnership... To the article...

The Praver Plan is now a new bill

Confiscation of Bedouin Lands Bill – to be passed soon in the Knesset
By Dr. Yeela Raanan.

On January 3rd the Government of Israel published the memorandum of a bill named "Regulation of the Bedouin settlement in the Negev", in which in states the steps to be implemented in order to relocate the overwhelming majority of the residents of the unrecognized villages and confiscate about 2/3s of the land remaining in their possession. As can be expected, the Government of Israel is anticipating resistance to this new bill, so within the bill are violent measures to ensure its implementation. This bill is currently going through the legislative process in the Knesset, and soon will become law.

This is what the Bedouin are now facing:

The bill's main aim is to force the Bedouin to give up the little land they are still holding onto. In order to do so, the bill spells out an intense, violent and destructive process, utilizing family pressure, bulldozers, and incarceration.

The bill is written in a confusing manner, so that the majority of the Bedouin community are incapable of even understanding what the government is putting before them. Ironically, they are expected to give their comments via the web...

The government is spending a very large amount of money in order to send emissaries to "convince" the Bedouin that accepting this bill is in their benefit. At the same time the media is cooperating with the government and remaining silent regarding all protests and criticisms against this dangerous bill. Thus, the two amazing demonstrations of the Bedouin – of over 10,000 in Beer Sheva and another 6,000 in Jerusalem was not covered at all by the Hebrew media. The media machine the government is utilizing of course also covers the Jewish community, so that even the friends of the Bedouin do not understand why the Bedouin community is not accepting this new bill with open hands…

Just a couple of items from the bill will show you the monstrosity of it:

1. Cynically utilizing family pressure in order to force more Bedouin to accept the bill:

Members of the Bedouin community are not interested in monetary compensation for their lands, they want the land itself. A person can receive up to 50% of his land in land compensation – IF – he convinces ALL his siblings and cousins to enter the process of the bill and sign that they are giving up their land claims too (again for 50% in land compensation.) however, if any of the siblings feels that he does not wish to play along with the government's plans, and is not willing to sign his land over to the government, then ALL other siblings will receive less land in compensation, and instead some insignificant monetary compensation.

What does this mean? It means that there will be strife in all the Bedouin families. As all Bedouin are people… they will not always agree. Therefore one person will receive far less land because his brother will refuse to sign his land away. From this point on, they will not speak to each other for generations... and to think that the government is creating this kind of strife within families – is horrendous.

2. According to the bill, when it is time to "clear" a piece of land from Bedouin this is the process:

The prime minister signs that this specific area is now to be cleared.

The Bedouin have two weeks in which to clear out everything: structures, animals, trees, people and movables.

The government may then demolish anything in the area and incarcerate for two years anyone remaining in the area.

The bill also prevents the intervention of the courts, as it states that there is no need for a court injunction to demolish the structures, and that the court may at the most postpone the "clearing" by one week.

This process will be implemented upon the entire area of the unrecognized villages within five years.

Where will the people go to? It is not specified. Does the gov't need to provide those it is clearing out with another place to go to? It is not specified. Do the residents of the villages, as they are being cleared off, have any say in where they will have to move to? It is not specified…

Nowadays the Bedouin do not have sufficient land in order to live their lives in ease. A stark statistic is that each Bedouin that lives in an agricultural community has an average of 1/2 acre of land for agriculture. In comparison every Jewish person living in an agricultural community in the Negev has over six acres. And it is important to remember that many more members of a Bedouin agricultural community actually make a living from agriculture than of the Jewish communities. This bill, if it succeeds, will reduce the 1/2 acre of agricultural lands to 0.001 of an acre per person … meaning this is an end, a total destruction, of Bedouin traditional life and the ability to live off the land. Taking into consideration that about 20% of the Bedouin today live from agriculture… it is devastating.

What can you do to help?

First of all – contact your representatives, and ask them to ask Israel difficult questions regarding the policies towards the Bedouin. You have quite a lot of information here and in the file attached. Please feel free to use it.

2. Help spread this information. Since the Bedouin are a weakened community, the government of Israel feels it can do anything it wishes to this community, and no one will care. Let's show them we care!

3. Start bombarding the government officials with your faxes, emails, phone calls… Here are the important figures right now:

Minister Binyamin Begin. He is the person the gov't assigned to listen to the community and make amendments to the bill according to the needs of the community. (Unfortunately, all he is doing is trying to convince the Bedouin that this is the best deal for them and they must join the process, and officially forgo their land claims…) Email: bbegin@knesset.gov.il ; Tel: 02-6408022, 02-6703382; Fax: 02-6703386

Yehuda Bahar, the one in charge of implementing the plan, head of the Authority for the settlement of the Bedouin. Tel: 08-6268735; Fax: 08-6268729; Email: YehudaB@moch.gov.il

Our Prime Minister, Binyamin Netanyahu, tel: 02-6705512; fax: 02- 5664838

The Israeli Ambassador in your area.

Your Ambassador in Israel.

We call to the Government of Israel to take measures concerning the integration of the Arab-Bedouin community of the Negev into the region based on the principles of partnership, equality, human rights, and a future of prosperity for all the Negev residents.

For more information: Dr. Yeela Raanan, negevbedouin@gmail.com

Israel denies Bedouins right to elect representatives

Court rejects 6 Beduin Negev land lawsuits
J. Paraszczuk, Sh. Udasin, Jerusalem Post 19th March 2012

In a precedent-setting ruling on Sunday, the Beersheba District Court rejected six lawsuits brought by Beduin regarding private ownership of some 1,000 dunam of land in the Negev.

To the article...

Housing rights in Israel – The Bedouin case

Alternative Jewish Perspectives on Israel-Palestine

Israel has approved the biggest plan for forced-displacement of Palestinians since 1948
By Eyal Clyne, JNews Blog Friday, 23 September, 2011 - 18:06 London, UK
Alternative Jewish Perspectives on Israel-Palestine


Zum Video

Der Prawer Plan zur Vertreibung von 30.000 Palästinensern

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit in der Bundesrepublik bahnt sich im Negev Schlimmes an. Bereits am 11. September 2011 hat die Knesseth den Prawer Plan verabschiedet, der die zwangsweise "Umsiedlung" von 30.000 PalästinenserInnen (möglicherweise sogar mehr, laut Adalah sind es 45.000) vorsieht.

Viktoria Waltz hat im Juni bereits über den Prawer Plan geschrieben und auf seine Gefährlichkeit hingewiesen:

Nach dem Prawer Bericht sollen 30.000 (Adalah spricht von bis zu 45.000) Beduinen mit ihren Familien von ihrem Land vertrieben und innerhalb von 5 Jahren zwangsumgesiedelt werden. Sie sollen bis zu 50% Kompensation für ihren Besitz erhalten. Wenn dies gelingt ist dies die größte und einzigartige Umsiedlung die je in Israel seit seiner Gründung durchgezogen wurde. Menschenrechtsgruppen und Aktivisten sind überzeugt davon, dass die in den letzten Jahren wiederholten Zerstörungen von Beduinen Dörfern wie Araqib, das mehrmals abgerissen und wieder aufgebaut wurde, die vermehrte Vertreibung von Beduinen von ihrem Land, Gewaltanwendung, Verhaftungen und harte Geldstrafen für Aktivisten nur der Vorlauf für eine umfassendere Politik dargestellt hat.

Inzwischen laufen natürlich Proteste im Negev, darüber berichten unter anderem das Negev Coexistence Forum und das Alternative Information Center.

Hintergrundberichte zum Prawer Plan und den Konsequenzen sind unter anderem bei Electronic Intifada und im Guardian erschienen: http://electronicintifada.net und http://www.guardian.co.uk

Auch europäische Gruppen der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden setzen sich damit auseinander.
Die Jüdische Stimme plant in Zürich eine Veranstaltung zur Situation im Negev:

Die Situation nicht anerkannter israelischer Beduinendörfer am Beispiel von Al Arakib im Negev

Kirchgemeindehaus Enge, Bederstr. 25, 8002 Zürich. Donnerstag, 27. Oktober 2011, 19.00 h
mit: http://www.jvjp.ch

The cat is bleeding

Nuri el-Okbi

Ein Gedicht das Nuri Al Okbi (Bild oben und 2. Bildzeile rechts), Vorsitzender der Vereinigung der Unterstützung und Verteidigung der Rechte der Beduinen in Israel, kürzlich im Gefängnis verfasst hat:

Within the walls of the prison life
Are cats and pigeons many
Many running
Finding food

Crumbs of bread and meat
Prisoners catching
Cats and caressing

Injured cat
Blood streams
Blind, does not see food
No friends
No doctors
Night, hunger
Cries out in pain
Injured cat
Prisoner seeks
Help guards
A guard passes by, callous
Cats don't matter

A social worker passes
Does not see it matters
Says not my job
To care for cats
The cat still crying
For help, mercy

Ma'asiyahu Prison, Ramleh 2011

Gibt es denn so etwas?

Adam Keller, Crazy Country, 09.03.11

Gestern kam die Polizei noch einmal, um das Dorf Al-Arakib zu zerstören und von der Erdoberfläche zu tilgen, zum 21. Mal in weniger als einem Jahr. Noch einmal wurden die schäbigen Hütten und Zelte zerstört und die Reste auf LKWs geladen und weggefahren, um ja nicht ein Spur zu hinterlassen.

Und wieder kamen die Bulldozer des Jüdischen Nationalfond, um mit dem Vorbereiten der Aufforstung auf diesem verwüsteten Stück Land zu beginnen. Und als die Polizei und die Bulldozer den Ort verlassen hatten, kamen die sturen Beduinen zurück und stellten neue Zelte und Hütten auf – zum 22. Mal und setzen die tägliche Routine des Lebens ohne Strom und Wasser oder Abwässerrohre fort – bis zur nächsten Zerstörung, der nächsten Vertreibung und der nächsten Rückkehr.

Israels offizielle Radiosendung heute morgen interviewte Yuli Edelstein, den Minister für Information und Diaspora-Angelegenheiten. Minister Edelstein ist z.Zt. in den USA. Er kam in Gesellschaft einer Gruppe energischer junger Israelis, die sorgfältig ausgesucht waren, um an amerikanischen Universitäten gegen die jährliche israelische Anti-Apartheidswoche zu sprechen. „Welch unglaublicher Ignoranz begegnen wir hier über den wirklichen Staat Israel, was für Lügen und Verleugnungen werden hier über uns verbreitet!“ seufzte der Minister übers Radio. ‚Kann man sich vorstellen, dass amerikanische Studenten nicht einmal wissen, dass es so etwas wie arabische Israelis gibt. Erst durch unsere Reise in dieser Woche haben sie das erste Mal davon gehört.

Tatsächlich sind diese amerikanischen Studenten nicht allein damit. Haben die Polizeioffiziere, die jede Woche Al-Araqib zerstören, je von so etwas wie arabischen Israelis gehört? Gleiche Rechte, Bürger mit vollkommen gleichen Rechten im Land, die bis vor kurzem dachten, die einzige Demokratie im Nahen Osten zu sein? Und die Bulldozerfahrer – haben sie je von so etwas gehört? Und die Obersten der Polizei und des JNF und der israelischen Landbehörde und die Minister, die die Politik der Zukunft bestimmen, und der Ministerpräsident, der über allen Ministern ist. Wer von ihnen hörte je davon?

Herr Minister für Information und der Diaspora, wo sind Sie? Können Sie nicht wenigstens ihre Kollegen von der Existenz dieser ebenbürtigen Bürger informieren?

Der Gesang der Bulldozer: Pete Seeger ist 92 und noch immer gesund und kräftig. Der weltberühmte Sänger ist noch immer aktiv, schreibt und singt noch immer und ist bei verschiedenen Kämpfen engagiert, fast wie in den großen Tagen, als für die Bürgerrechte der Schwarzen und gegen den Vietnamkrieg gekämpft wurde.

Im letzten Jahr fragte das Arava-Institut Pete Seeger an , Co-Sponsor der virtuellen Rallye zu werden, die das Institut unter dem Thema „Mit Erde und mit einander: für einen besseren Nahen Osten“ veranstalten wollte. Wie ihm von den Organisatoren erzählt wurde, hat das Arava-Institut ein Programm auf Universitätsebene; es liegt im Negev im Süden Israels. Es befasst sich mit regionalen Umweltproblemen und bringt Israelis, Palästinenser, Jordanier und andere zukünftige Führer zusammen, um die Umwelt kennen zu lernen und gleichzeitig positive Beziehungen für grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufzubauen. Da gab es welche, die Seeger davon überzeugen wollten, das Arava-Ereignis zu boykottieren. Aber er lehnte dies ab. Tatsächlich benützte er sein internationales Prestige, um noch andere Künstler zu gewinnen.

Es war im letzten Jahr, als der israelische Aktivist Jeff Halper Pete Seeger in seinem Haus besuchte. Halper erzählte ihm, dass viele von den Spenden für das Arava-Institut vom JNF kommt. Er zeigte ihm auch Bilder und Dokumentationen von der kreativen Art und Weise, wie die Bulldozerfahrer die Bewohner von Al-Arakib erziehen, ihnen Umweltprobleme nahe bringen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufbauen.

„Ich erschien auf dieser virtuellen Rallye, weil ich viele Jahre dachte, dass die Menschen mit einander reden müssen, mit denen sie nicht klar kommen,“ sagte Seeger zu Halper ( und später auch in den Medien). „Aber das endete, als ich sah, wie ich den JNF unterstützte. Ich hatte die Führer des Arava-Instituts nicht verstanden, weil mir nicht klar war, in wie weit der JNF Arava unterstützte.

Nach Pete Seegers öffentlichem Gefühlsausbruch ist es unwahrscheinlich, dass man seine Lieder in diesem Lande in naher Zukunft noch einmal hören wird. Wir werden uns mit wiederholten Aufführungen des „Liedes der Bulldozer“ zufrieden geben müssen.

Übersetzung ins Deutsche: Ellen Rohlfs

Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost:

An den Keren Kayemeth LeIsrael, Jüdischer Nationalfond e.V. (JNF-KKL)

Sehr geehrte Damen und Herren, wie Ihnen sicher bekannt ist, wurde das Beduinendorf, Al Arakib, in der vorigen Woche zum elften Mal durch Bulldozer, die deutlich als KKL Fahrzeuge gekennzeichnet waren, zerstört. Vor einigen Tagen wurde auch der Friedhof, auf dem viele Dorfbewohner ausgeharrt hatten, beseitigt. Die Zerstörung dieses sowie weiterer Dörfer soll Platz für Aufforstungsprojekte des Jüdischen Nationalfonds (in der Regel Freizeitparks) schaffen.

Die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost – EJJP Deutschland protestiert aufs Schärfste gegen diese unwürdigen Handlungen. Sie verstoßen gegen die universellen Menschenrechte und sind mit den international verbrieften Rechten zum Schutz ethnischer und nationaler Minderheiten sowie ihres Landeigentums unvereinbar!

Die Beduinen von Al Arakib haben zusammen mit BewohnerInnen anderer – in Israel „nicht anerkannter“ – Dörfer im Negev Klage gegen die Enteignung ihres Landes eingereicht. Der Rechtsstreit über den Status ist noch nicht entschieden.

In Deutschland bedenken zahlreiche Bürger und Bürgerinnen den Jüdischen Nationalfond als gemeinnützige Vereinigung mit Spenden für das Pflanzen von Bäumen. Ist allen Spendenden bewusst, dass sie damit indirekt an der Vertreibung der einheimischen – im konkreten Fall des Dorfs Al Arakib beduinischen – Bevölkerung teilhaben?

Der vollständige Brief als PDF: Al-Arakib Appell

Jewish National Fund Bulldozers Destroying Al Araqib Village Cemetery

Shooting and heavy violence in Al-Arakib: The people of Al-Arakib encircled in the cemetery

The 17th violent eviction of Al-Arakib is now under way. Special squads unit used heavy violence to force people into the cemetry area. Several people have been wounded; one of them, a child, was taken to hospital, others would not leave the place, fearing they may never return.

The special units shoot into the cemetry area, sowing fear and seeking to provoke people to retaliate, an excuse to break in. Meanwhile, bulldozers are obstructing the exit from the cemtery in the direction of the village.

Zum Artikel und Video

Israelische Besiedlung: Das Recht der Bulldozer

von Marlene Halser, Taz, 25.10.10

Foto: Günter Rath, Sommer 2011

Al-Araqib ist ein nicht anerkanntes Beduinendorf in der Negev-Wüste. Israel beansprucht das Land für sich - und walzte den

(...) Die Beweislast vor Gericht liegt bei den Beduinen. In den 1960er und 1970er Jahren wurden sieben Retortenstädte wie das nahe liegende Rahat aus dem Boden gestampft. Trostlose Orte mit schäbigen Wohnwürfeln, ohne Bürgersteige, kaum Infrastruktur und Arbeitsplätzen. Dorthin sollen die Beduinen nach dem Willen der israelischen Behörden ziehen.

Rund die Hälfte der ehemaligen Nomaden lebt mittlerweile in den Trabantenstädten, die Kritiker in Anlehnung an das südafrikanische Apartheidsystem "Townships" nennen. Sie alle gehören zu den zehn ärmsten Gemeinden Israels. Dörfern wie al-Araqib gewährt der Staat weder fließend Wasser noch Strom. Zufahrtsstraßen gibt es nicht, geschweige denn Geschäfte, ein Postamt, Schulen, Müllentsorgung oder ein Krankenhaus...


Zum vollständigen Artilkel: Das Recht der Bulldozer

Mehr Infos zum Jewish National Fund (JNF) unter uridavis.info

„Sie werden es wieder tun“

von Susanne Knaul

Die israelische Polizei zerstört ein Beduinen-Dorf im Negev, die Bewohner errichten mit Hilfe von NGOs Zelte und pflanzen Bäume. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Zum vollständigen Artilkel: taz.de, 01.08.2010

Zu diesem Thema unser offener Brief an den baden-württembergischen Landtag und die Stadt Korntal-Münchingen, die mit Spenden das Waldprojekt des Jewish National Fund unterstützen PDF

Der britische Botschafter im Negev

Nuri al Okbi (rechts), Vorsitzender der Vereinigung der Unterstützung und Verteidigung der Rechte der Beduinen in Israel, mit dem britischen Botschafter Tom Philips am 8. April 2010 in Hirbet Hura.

Der JNF pflanzt auf dem von Beduinen konfizierten Land einen Wald, den sogenannten "ambassador's forest", was als Begrünungsaktion des Negev bezeichnet wird, in Wirklichkeit aber die Beduinen verdrängt. Der JNF versucht durch die Benennung internationale Unterstützung für das Vorhaben zu gewinnen. Mehr zu diesem Thema auch unter uridavis.info

Negev group: Israel misinformed UN about woes of Bedouin

By Dana Weiler-Polak, Haaretz, 28.03.2010

The United Nations requested in October an official Israeli response to a report claiming the state was inaccurate in describing the status of Bedouin living in the Negev.

Englische Seite...

Weitere Bedrohungen für nicht anerkannte arabische Dörfer

Die israelische Regierung verschärft ihre Drohungen gegen arabische Dörfer in Israel und hat nun damit begonnen, zwei neue Städte, die ausschließlich jüdischen Israelis vorbehalten sind (in der englischen Fassung: for Jews-only), zu errichten. Das nicht anerkannte Dorf Dar ElHanoun im Wadi Ara droht aufgelöst zu werden. Als Reaktion auf diese neuen Drohungen gegen arabische Bürger starten das Forum für Koexistenz in der Negev (Negev Coexistence Forum) und das Komitee für Dar ElHanoun (Committee for Dar ElHanoun) eine Spendenkampagne für das Dorf.

Ausführliche Infos

Unsere offenen Briefe zum Baden-Württembergwald, sowie dem Korntal-Münchinger Wald im Negev

Offener Brief zur Feier in der Korntaler Stadthalle, an die Evangelische Brüdergemeinden, den ehemaligen Bürgermeister von Korntal-Münchingen Peter Stritzelberger, den heutigen Bürgermeister der Stadt Dr. Joachim Wolf und Strohgäu Extra
"Die Wüste lebt dank Korntaler Geld" heißt der Titel des Artikels in der Ausgabe von Strohgäu Extra vom 28. Januar 2009, in der Eberhard Wein die Geschichte des Korntal- Münchingen Waldes im Negev beschreibt. Mit den Spenden, die die Brüdergemeinde vor zehn Jahren sammelte, pflanzte der Jüdische Nationalfonds ein kleines Waldgebiet im Negev. Damit wurde in einer öden Wüste ein Stück grünes Land gewonnen, ist dem Artikel zu entnehmen. Das wäre wirklich ein Grund zum Feiern. Doch leider sieht die Wirklichkeit im Negev anders aus.

Der Korntal-Münchingen-Wald gehört zum Wald deutscher Länder, einem Aufforstungsprojekt im Lahav Gebiet nahe der Stadt Lahavim…

Zweiter offener Brief an alle Fraktionen des baden-württembergischen Landtags und den Landtagspräsidenten Peter Straub
(...) Im UNO-Teilungsplan waren keine Umsiedlung bestimmter Bevölkerungsgruppen, keine ethnisch gesäuberten Gebiete und keine systematische Diskriminierung bestimmter Gruppen im späteren israelischen Staat vorgesehen. Nach Recht und Gesetz muss der israelische Staat daher ganz unabhängig von Friedensverhandlungen Unrecht wieder gut machen und Diskriminierung beenden. Dies gilt für die Angehörigen des Abu Sukut Klans- die heute israelische Staatsbürger sind, also immer noch im Negev leben. Für diejenigen, die 1948 in Gebiete außerhalb der Grünen Linie geflohen sind, muss das von der UNO beschlossene Rückkehrrecht verwirklicht werden.

Eben diese eindeutigen Menschenrechtsverletzungen haben wir in unserem ersten offenen Brief kritisiert und für die Negev konkret geschildert. Zieht man die historischen Tatsachen, internationales Recht und die UNO-Resolutionen in Betracht, kann man nicht mehr davon sprechen, dass der JNF den Grund und Boden, auf dem der Baden-Württemberg-Wald steht, rechtmäßig erworben hat...

Erster offener Brief an alle Fraktionen des baden-württembergischen Landtags und den Landtagspräsidenten Peter Straub
Mit Erstaunen haben wir festgestellt, dass Sie den “Baden-Württemberg-Wald” des Jüdischen Nationalfonds (Keren Kayemeth Leisrael) unterstützen. Der Jüdische Nationalfonds beansprucht mit Projekten, wie dem Baden-Württemberg-Wald, die Negev zu begrünen. Doch bei einem genaueren Blick auf die Aktivitäten des Jüdischen Nationalsfonds im Negev und auch auf dem Gebiet des Baden-Württemberg Walds, stellt man fest, dass die „ökologischen Ziele“ die Verdrängung der palästinensischen Bewohner und völkerrechtswidrige Politik bemänteln...

Ein Baum für Al-Arakib

Am Sonntag, 28. September 2008 fand im Clara-Zetkin-Waldheim in Stuttgart eine Feier und Veranstaltung mit Nuri al Okbi, dem Vorsitzenden der Vereinigung der Unterstützung und Verteidigung der Rechte der Beduinen in Israel statt


Nuri al Okbi enthüllt die Widmungstafel und (rechts) Pflanzung des Maulbeerbaums

Widmungstafel

NACHOBEN