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Palestine Book Award


















NEU UND LESENSWERT
Die Verfolgung afrikanischer Migranten in Israel Sheen/Blumenthal, The Nation [video – en]
Ist Israel eine Demokratie? Abi Melzer, der-semit.de
The General's Son Miko Peled
Heillose Trümmer... sueddeutsche.de
„Kölns Kapitulation ist haarsträubend“ Interview mit Moshe Zuckermann, Kölner Stadtanzeiger
Boykott von Filmfestival juedische-allgemeine.de
Israels Kampf gegen die BDS-Bewegung imemcdeutschland.wordpress.com
Israel nennt BDS eine 'strategische Bedrohung' Peter Beaumont , The Guardian [en]
The effects of BDS on the Israeli Economy Lecture by Shir Hever in Bonn, Germany
Marathonlauf der UNRWA zugunsten von Gaza imemcdeutschland.wordpress.com
It's time for a one-state solution Yonatan Amir, 972mag.com
Israelis elected a non-democracy M. Zonstein, 972mag.com
Options for a non-Zionist Israeli voter Ofra Yeshua-Lyth, mondoweiss.net
Artists for Palestine UK artistsforpalestine.org.uk
Applaus, Applaus, Applaus Knuth Mellenthin, jungewelt.de
Nicht mein Judentum Richard C. Schneider
Wie war 2014 für palästinensische Kinder? Defense Children International-Palestine-Section
“Zionismus nicht vereinbar mit humanistischen Werten" Interview mit dem Philosoph Omri Boehm,deutschlandfunk.de
Befreiung von Auschwitz (bei der Konrad-Adenauer-Stiftung unerwünscht) Judith Bernstein
Die ungewollte Nation deutschlandfunk.de
»Nötig wäre eine massenhafte Erhebung« Interview mit Shahar Benhorin, jungewelt.de
One Rule, Two Legal Systems: Israel's Regime of Laws in the West Ban
Die (geplatzte) Canaan Konferenz Abi Melzer, der-semit.de
Recognizing Palestine, BDS and the survival of Israel Joseph Massad, electronicintifada.net
Call for Solidarity English and Hebrew
Solidarisch mit einem Luftgebilde Bettina Marx, SWR2 (auch als Audio)
Die Mauer muss weg – welche Mauer denn? sozonline.de, Hermann Dierkes
Die Linken und die Antisemitismusdebatte Abraham Melzer, der-semit.de
Chapeau Max Blumenthal und David Sheen! Ludwig Watzal, der-semit.de
„Ich bin empört“ Daniel Bax, taz.de
Why I confronted Gregor Gysi David Sheen, 13.11.14, mondoweiss.net
Washingtons kalte Schulter Monika Bolliger, nzz.ch
Israels Rechte auf dem Vormarsch Anette Groth, schattenblick.de
Israel’s racist war on African migrants [en] David Sheen, mondoweiss.net
Gaza and the crime of crimes [en] Ronnie Kasrils, aljazeera.com
Die Westbank Behörde hat keine Legitimität mehr [en] Ali Abunimah, therealnews.com [video]
Der 4D-Effekt Rolf Verleger, der-semit.de
Sprachliche Apartheid Avram Burg, der-semit.de
Lessons from the Gaza War freehaifa in Gaza, Palestine

Zum Tod des kleinen Jungen Ali Saad Dalabsha

Felicia Langer

Er wurde anderthalb Jahre alt. Er starb in den Flammen seines Elternhauses in Duma, südlich von Nablus in Palästina. Die Eltern und auch sein vierjähriger Bruder Ahmed wurden bei dem Brandanschlag schwer verletzt.

Das Baby Ali Saad lächelt auf einem alten Foto und sein süßes Kindergesicht verläßt mich nicht mehr.

Die Mörder haben eine Botschaft auf der Mauer des Wohnhauses auf Hebräisch hinterlassen: "Rache" und "Es lebt der Messias"... Vollständiger Artikel von Felicia Langer

Staatsgewalt erzeugt Terror

Karin Leukefeld, jungewelt.de

Ali Dawabsheh
Trauerzug mit dem getöteten Kleinkind Ali Dawabshah am Freitag im Dorf Duma im Westjordanland
Die israelische Besatzungspolitik ist Ursache für die Gewalt, mit der radikale Siedler gegen die palästinensische Bevölkerung vorgehen: Das ist das Fazit einer Erklärung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, mit der er den Brandanschlag illegaler Siedler auf ein Wohnhaus am vergangenen Freitag verurteilte (...)

Bei dem Brandanschlag auf das Haus einer palästinensischen Familie im Dorf Duma im Westjordanland war ein 18 Monate alter Junge verbrannt. Die Eltern und seine vierjährige Schwester überlebten schwer verletzt. Bei anschließenden Protesten schossen israelische Soldaten auf einen jungen Palästinenser, der seinen Verletzungen im Krankenhaus erlag. Vielerorts kam es zu Schlägereien zwischen Palästinensern und arabischen Israelis auf der einen und den Siedlern auf der anderen Seite...

Vollständiger Artikel jungewelt.de

Der jüdische, südafrikanische Freiheitskämpfer Denis Goldberg nennt Israel einen Apartheidstaat

Denis Goldberg
Denis Goldberg: „Ich muss ein Widersacher der exklusivistischen
Politik des Zionismus sein, aber lasst mich auch geradeheraus
sagen, dass ich genauso ein Opponent der exklusivistischen Politik
feudaler, arabischer Staaten im Nahen Osten sein muss“
middleeastmonitor.com

Der ehemals im Anti-Apartheidskampf aktive Denis Goldberg, der auch mit Hilfe Israels nach zwei Dekaden aus dem Gefängnis entlassen wurde und der danach für eine kurze Zeit dort lebte, bevor er aus Protest das Land wieder verließ, sagte bei einem Treffen in Johannesburg, dass Israel ein Apartheid-Staat sei.

Kritiker die in Protest darauf hinwiesen dass Palästinenser in Israel wählen könnten und ins Parlament gewählt werden könnten, im Gegensatz zu Schwarzen im früheren Südafrika entgegnete er "Es muss nicht wie Südafrika sein, um ein Apartheid-Staat zu sein. Es gibt eine Definition im internationalen Recht durch die UNESCO-Erklärung über Apartheid".

Apartheid existiert, sagte er, in Staaten die Gesetze erlassen und Politik betreiben die auf der Basis von Rasse und Religion zwischen Bevölkerungsgruppen diskriminiert. Genau diese Situation besteht innerhalb Israels, genauso wie in den besetzten Gebieten im Westjordanland und im Gazastreifen. Goldberg nahm an einem Treffen von Anti-Apartheid-Aktivisten teil, die die Lehren des Kampfes gegen die Apartheid, im Kontext des palästinensischen Kampfes diskutierten.

Meiner Meinung nach gibt es keinen Zweifel daran, dass Israel ein Apartheid-Staat ist“, sagte er während des Treffens. „Ich kann es nicht erlauben dass in meinem Namen eine solche Unterdrückung weiterhin stattfindet, nachdem ich selbst die Apartheid in Südafrika durchlebt habe.“... Vollständiger Artikel in Englisch: haaretz.com und middleeastmonitor.com
Übersetzung: Pako

PAKO trifft Vieux Farka Touré auf dem Sommerfest der Kulturen in Stuttgart

Unser Hauptinteresse am Sonntag, 19.07.2015 galt dem
Sänger Vieux Farka Tourè, der in Israel auftreten will.
Das Plakat hatten wir vorbereitet, es aber schließendlich
nicht gebraucht, da sich Vieux Farka zu einem
Gespräch mit uns bereit erklärte.

Am letzten Tag des Stuttgarter Sommerfests der Kulturen trat Vieux Farka Touré auf mit seinem individuellen Sound von traditionellen Rythmen aus Mali, gemischt mit elektrischer Gitarre und 70iger Jahre Blues-Elementen.

Durch die palästinensische Kampagne für einen akademischen und kulturellen Boykott Israels (PACBI) hatten wir erfahren, dass er im August an einem vom israelischen Kulturministerium geförderten Jazz Festival in Eilat teilnehmen wolle, um zusammen mit Idan Raichel, einem erfolgreichen israelischen Musiker aufzutreten.

Links: Vieux Farka Tourè während seines Auftritts. Rechts und unten: einige Pako-Mitglieder warten auf Vieux, nachdem er sich zu einem Gespräch bereit erklärt hat.

Nach dem Ende seines Auftritts trafen wir uns mit Vieux...

Raichel, der auch in Deutschland in diesem Sommer auftritt, steht auf dem Standpunkt “Wir sehen uns als Botschafter Israels in der Welt, kulturelle Botschafter hasbara [Propaganda] Botschafter, auch in Hinsicht auf den politischen Konflikt” Siehe: artistsagainstapartheid.org.

“Ich glaube es ist unsere Aufgabe als Künstler uns für israelische hasbara zur Verfügung zu stellen. (...) In Zeiten des Krieges müssen wir uns alle zur Verfügung stellen. Punkt. Ich fasse unsere Soldaten an den Händen, ja diese so moralischen und stärke die Armee als eine moralische Armee, wie sie nirgends auf der Welt zu finden ist”.
richardsilverstein.com, thankisraelisoldiers.org

Idan Raichel ist auch in illegalen Siedlungen im Westjordanland aufgetreten und hat eine rechte Kampagne für die Unterstützung von Soldaten für gutgeheißen. Nie hat er Zweifel geäußert, kein Wort des Bedauerns über das Leid der Palästinenser heutzutage und die Vertreibung von mehr als 750000 Palästinensern 1948.

Das Plakat (oben links) hatten wir vorbereitet, es aber schließendlich nicht gebraucht, da sich Vieux Farka zu einem Gespräch bereit erklärte. Wir fragten ihn wie es sein könnte, dass ein Musiker davon rede Menschen mit seiner Musik zusammenbringen zu wollen, aber gleichzeitig einen unterdrückerischen Staat unterstütze, der Hass in den Herzen von Menschen verursache.

Als wir ihn fragten ob er oder sein Vater in Südafrika während der Apartheid auf-
getreten wären sagte er "Of course, no!"
Touré sagte er sei nur Musiker und sein Anliegen sei Menschen unterschiedlicher Herkunft und Tradition zusammenzubringen und dass Musik sein Leben sei und er seinen Lebensunterhalt damit verdiene. Er spiele nur mit Idan Raichel, er sei nicht befreundet mit ihm. Wir sagten, dass wir seine Musik toll finden, aber Musik könne auch manchmal den Eindruck erwecken Menschen zusammen zu bringen, während sie gleichzeitig eine bittere Realität verschleiere.

Wir hatten den Eindruck, dass er bisher keine großen Gedanken über den Konflikt gemacht hatte. Er wies darauf hin, dass er selbst Moslem sein und gerne auch in Ramallah auftreten würde, wenn man ihn einlade.

Wir informierten ihn auch über die Behandlung der Falashas (Juden äthiopischer Herkunft) in Israel, die gegen ihre Diskriminierung demonstrierten und von der Polizei brutal behandelt würden. Er hatte noch nie davon gehört. Als wir ihn fragten ob er oder sein verstorbener Vater in Südafrika während der Apartheid aufgetreten wären sagte er "Of course, no!". Genau das sei unser Punkt sagten wir ihm. Israel ist nicht die Art von Gesellschaft, in der ein Musiker aus Afrika auftreten sollte. Vieux erzählte auch, dass er selbst am Flughafen von Tel Aviv schlecht behandelt wurde.

Vieux war beunruhigt darüber, dass Raichel die israelische Armee unterstützt und versprach mit ihm darüber zu reden. Wir versprachen ihm weitere Informationen über Idan Raichel und die rassistische Politik des Staates Israel zu schicken.

Diesen Brief hatte er zuvor von uns bekommen, diese und eine deutsche Version verteilten wir auf dem Sommerfest:
Deutsche Version Englische Version


Hier einige Beispiele anderer Gruppen und Einzelpersonen, die Touré ebenfalls dazu aufgefordert haben, beim Sommerfestival in Eilat nicht mehr mitzumachen:

BDS SOUTH AFRICA schreibt:

Dear Mr Vieux Farka Touré
We refer to your planned performance at the Red Sea Jazz Festival in Eilat in Israel in August 2015 the details of which our comrades in the United States have informed us of.

As BDS South Africa we are a part of the the Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel (PACBI) and support their call to you to respect the boycott of Israel.

We are aware that PACBI has already sent you correspondence detailing the impact of apartheid Israel’s oppressive and unlawful occupation of Palestinian territory as well as its gross violation of the human rights of Palestinians. We do not intend to repeat the same detail in this letter.

The purpose of this letter is to write to you as fellow Africans who have lived and continue to live with the shadow of the legacy of colonialism and apartheid hanging over us. Fortunately for us, partly due to the immense support of international entities and individuals supporting the boycott of apartheid South Africa, a new democratic and egalitarian dispensation was ushered in 21 years ago. However, the brutal legacy of apartheid continues to plague our society. As a fellow African, whose ancestors lived through the tumultuous years of colonialism and the resistance towards oppressive colonial domination we trust that you understand the plight of those who continue to suffer under conditions of occupation, oppression and torture, such as the Palestinians.

Your collaboration with Mr Idan Raichel, who, as you may know, is a blatant supporter of Israel’s discriminatory policies and its defense forces, has always been concerning. However, far more troubling is your intention to break the cultural boycott against Israel by performing at the Red Sea Jazz Festival in Eilat. Should you proceed to attend and perform at this event, or any other event in Israel until it halts its policy of occupation and repression against the Palestinians, your conduct would effectively signal the condonation of apartheid Israel’s unlawful and oppressive policies towards the Palestinians...
Vollständiger Brief von:BDS SOUTH AFRICA



Dr. Amir M. Maasoumi schreibt:
Dear, Vieux Farka,

Please allow me to express my full support for a total Boycott, Divestment and Sanction of the apartheid State of Israel (including cultural, artistic and academic sanctions).

As a peace ambassador, artiste (http://artistespourlapaix.org/ and / or http://artistespourlapaix.org/?page_id=3898) and as a human being, I totally endorse the demands of Attia Rajab, Ian Portman and Verena Rajab from Palestine Solidarity Committee Stuttgart.

With my best regards.

Dr. Amir M. Maasoumi

Iranian-Canadian intellectual who for over 30 years has worked for peace, social justice, human dignity and intercultural interfaith dialogue on the local, national and international level. In 2013 and 2014 he took part in two International Humanitarian Missions for Peace in Syria, accompanied by Mairead Maguire; the Nobel Peace Prize laureate.



Dear Vieux Farka Touré,

do not Dishonor Malian Music and Cultural Heritage by Entertaining Israeli Apartheid. Please, do not participate in the Eilat Red Sea Festival in August.

DON'T LET ISRAEL USE THE FREE SPIRIT OF JAZZ TO WHITEWASH APARTHEID AND MILITARY OCCUPATION
boycottisrael.info

Yours for peace and justice
Claudia Karas
AG Palästina/Frankfurt, Germany

commondreams.org youtube.com


An vier Tagen hatten wir einen Stand für Falafel und Maqlouba – hier beim Aufbau – der wie immer sehr beliebt war. Außerdem haben wir Bücher und Infomaterialien an einem Extrastand präsentiert.

Atempause für Susiya – Kein Abriss bis Dienstag

von Bernd Eichner, medico International am 22. Juli 2015:

Demo gegen ethnische Säuberung in Susiya.
Quelle: Combatants for Peace movement
Die israelische Ziviladministration wird vor kommendem Dienstag keine Schritte gegen die kleine Gemeinde in den südlichen Hebronbergen der Westbank unternehmen. Für diesen Tag ist nun ein Treffen zwischen den Anwälten Susiyas und der Behörde angesetzt.

Selten war ich so erleichtert darüber, meine Planung über den Haufen werfen zu müssen. Der Plan für heute war eigentlich, mittags aufzubrechen, mir in Jerusalem noch einen Schlafsack zu kaufen und dann einen israelischen Aktivisten aufzunehmen, der mit mir im Auto nach Susiya fahren wollte, um dort über Nacht die Schutzpräsenz gegen die angekündigten Abrisse durch die Besatzungsbehörden zu unterstützen.

Der Aufschub kann als kleiner Etappensieg gewertet werden, der zeigt, dass entsprechend klare Botschaften an die israelische Regierung, wie sie aus dem US-amerikanischen Außenministerium und dem Rat der Europäischen Union kamen, in Kombination mit den zivilgesellschaftlichen Stimmen des Protests etwas bewirken können.

Dennoch ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Konflikt zwischen den Besatzungsbehörden und dem Dorf Susiya, das stellvertretend für so viele andere Orte und Menschen auf der Westbank steht, nächste Woche gelöst wird. Die Zusicherung der Ziviladministration verschafft den Menschen im Dorf und ihren Unterstützer_innen lediglich eine Atempause.

Die EU hat sich klar geäußert, dass es gegenüber der palästinensischen Bevölkerung einen Politikwechsel geben müsse, solange die Besatzung anhält. Sie "ruft Israel dazu auf, beschleunigte palästinensische Baumaßnahmen und die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in den C-Gebieten zu ermöglichen." Dem steht die Politik des israelischen Staates seit Jahrzehnten entgegen. Israel wird in der Erklärung des Rates explizit dazu aufgefordert, Zwangsumsiedlungen und Abrisse zu unterlassen.

Die Frage bleibt offen, was geschieht, wenn Israel die mahnenden Worte nicht berücksichtigt, wie es auch in anderen Gemeinden, beispielsweise im Jordantal, laufend der Fall ist, ohne dass so stark protestiert wird wie im Falle Susiyas. Bloße "Betroffenheit" oder "Besorgnis", je nach Anlass auch "tiefe Besorgnis", wie man sie aus Verlautbarungen gewohnt ist, haben noch selten vor Menschenrechtsverletzungen und Brüchen der Genfer Konventionen geschützt oder Opfern Gerechtigkeit verschafft.

Ein solcher Kampf lässt sich jedoch nicht mit bloßen Absichts­erklärungen oder empörten Telefonaten und Verlautbarungen gewinnen. Vor allem dann nicht, wenn der Adressat einfach weiter Siedlungen baut

Die Regierungen, die es mit der Zweistaaten-Lösung ernst meinen, wären deshalb gut beraten, nicht nur ihrer Missbilligung Ausdruck zu verleihen, sondern zu konkretisieren, was die israelische Regierung zu erwarten hat, wenn Recht fortgesetzt gebrochen wird. Anders wird sich die Verdrängungspolitik, deren Praxis auf der Anwendung verschiedener Rechtssysteme in Abhängigkeit von der ethno-religiösen Zugehörigkeit fußt, nicht ändern. Wie die medico-Partner Al Mezan Menschenrechtszentrum und Breaking the Silence sagten: "Rechte werden nicht gewährt, weil eine Besatzungsmacht oder ein Staat nett sein wollen. Man muss sie sich nehmen. Und dafür muss man kämpfen."

Ein solcher Kampf lässt sich jedoch nicht mit bloßen Absichtserklärungen oder empörten Telefonaten und Verlautbarungen gewinnen. Vor allem dann nicht, wenn der Adressat einfach weiter Siedlungen baut.

Nachdem zwei illegale errichtete Bauten in der Siedlung Beit El auf Anordnung des Obersten Gerichtshofes abgerissen werden mussten, was zu Siedlerprotesten unweit Ramallahs führte, wird die israelische Ziviladministration in den kommenden Tagen die Bauerlaubnis für 906 neue Wohneinheiten erteilen, davon alleine 296 in Beit El. Das sollte reichlich entschädigen für den Abriss zweier Gebäude. Es ist dieselbe Behörde, die das Dorf Susiya mit seinen gerade mal 340 Einwohner_innen niederreißen möchte.

Mehr Information über die Geschichte von Susiya finden Sie in der englischen Wikipedia

Siehe auch diese Google-Landkarte.

Moshe Feiglin: Genozide und Vertreibung als „Lösung“

Von Abi Melzer, der-semit.de

Moshe Feiglin
Moshe Feiglin, stellvertretender Sprecher der Knesset und Mitglied von Netanyahus Likud-Partei, schrieb am 1. August 2014 einen Brief an den israerlischen Ministerpräsidenten, in dem er beschrieb, was mit dem Gazastreifen geschehen sollte. Am 2. August legte dieser Rechtsextremist noch einmal nach.

(...) Wenn man verinnerlicht hat, was notwendig ist, eine tiefe und gründliche strategische Überprüfung in Bezug auf die Definition des Feindes, der operativen Aufgaben, der strategischen Ziele und natürlich der entsprechenden notwendigen Kriegsethik.

Die Definition des Feindes: Der strategische Feind ist der extremistische arabische Islam in all seinen Varianten, vom Iran nach Gaza, der danach trachtet, Israel in seiner Gesamtheit zu vernichten. Der unmittelbare Feind ist die Hamas. (Nicht die Tunnel, nicht Raketen, aber die Hamas.)

(...) Die Definition des strategischen Ziels: Gaza in Jaffa umzuwandeln; eine blühende israelische Stadt mit einer minimalen Anzahl von feindlichen Zivilisten. (Anmerkung: Jaffa ist eine große palästinensische Küstenstadt, die von zionistischen Milizen ethnisch 1948 gereinigt und ins heutige Israel gegründet wurde. Die paar tausend Palästinenser, die in der Stadt blieben, sind ständigen Versuchen der Verdrängung ausgesetzt.)

Vollständiger Artikel auf: der-semit.eu

Mein Herz ist in Gaza

Felicia Langer

Ein Jahr ist vergangen seit dem letzten israelischen Massaker in Gaza. Gaza, Du bist so weit weg aber mir so nah wie kein anderer Ort auf dieser Welt.

Ich plädiere für die Verurteilung der israelischen Täter als Kriegsverbrecher, die Täter von 2008/09, von 2012 und vom letzten großen Massa-
ker an der Bevölke-
rung von Gaza
Amira Hass, die israelische Journalistin (Haaretz), hat geschrieben, dass Gaza wie ein "Konzentrationslager" sei. Wie ich weiß, mußten die Eltern von Amira Hass es erleiden, sie waren Überlebende des Holocaust. Wie auch der liebe Mieciu, mein verstorbener Mann, den Faschismus erlebt hat. Ein Jahr ist vergangen seit dem letzten israelischen Massaker in Gaza. Gaza, Du bist so weit weg aber mir so nah wie kein anderer Ort auf dieser Welt.

Alle paar Jahre zerstört Israel Gaza, mit modernsten Waffen, die das israelische Militär auf diese Weise in Gaza testet. Die Welt sieht es kaum oder will es nicht sehen. Und so bleibt Israel bis dato straffrei!

Menschen mit Gewissen so wie Amira Hass gibt es wenige in Israel. Das System der kolonialistischen Besatzung hat es geschafft, die Seelen der meisten Israelis zu vergiften.

Es gibt in Gaza noch Tausende Verletzte, die um ihr Leben kämpfen. Es gibt dort Tausende traumatisierte Kinder und Jugendliche und Tausende obdachlose Menschen. Gaza liegt in Trümmern. Gaza, wo zirka zwei Millionen Menschen seit 2007 unter einer totalen israelischen Blockade leben, die zu 70 % aus Flüchtlingsfamilien von 1948 stammen. Eine solche Blockade gibt es nirgendwo auf der Welt. Nur Israel hat es geschafft...

Was uns bleibt ist, die Weltgemeinschaft zu alarmieren, das Weltgewissen aufzurütteln, dass soetwas keinen Platz im 21. Jahrhundert haben darf.

Ich wende mich an Menschen mit Gewissen überall auf der Welt, dass sie Hilfe für die Opfer in Gaza leisten.

Ich plädiere für die Verurteilung der israelischen Täter als Kriegsverbrecher, die Täter von 2008/2009, von 2012 und vom letzten großen Massaker an der Bevölkerung von Gaza. Die Boote nach Gaza, die die israelische Marine neulich in internationalen Gewässern gekapert hat, sind ein Zeichen der Solidarität mit den eingeschlossenen Opfern in Gaza, die sicher immer noch steigen wird.

Diese Solidarität zu unterstützen ist unsere Aufgabe!

Es erschreckt mich zutiefst, dass die Nachkommen der Opfer des deutschen Faschismus in Gaza so etwas wie ein "Konzentrationslager" für die Palästinenser errichtet haben.

Tübingen, 12. Juli 2015

Quelle: palaestina-portal.eu

UN-Nothilfeprogramme für Palästinenser gefährdet

Das Palästina-Hilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) muss seine Unterstützungsangebote immer weiter einschränken, weil zugesagte Gelder nicht fließen. Sollten bis Ende des Monats keine neuen Finanzierungshilfen eintreffen, werden die Zuwendungen für die palästinensischen Flüchtlinge in Syrien, im Libanon, im Gazastreifen und im Westjordanland weiter reduziert. »Derzeit sind wir mit einem Finanzierungsdefizit in Höhe von 101 Millionen US-Dollar konfrontiert.

So wie sich die Lage derzeit darstellt, wird UNRWA ab September schwer zu kämpfen haben, um funktionsfähig bleiben zu können. Uns fehlen sogar die Mittel, um unsere Kernaktivitäten bis Ende des Jahres aufrechtzuerhalten«, warnte UNRWA-Sprecher Chris Gunness im Interview mit IPS. »Aufgrund etlicher vorgenommener Einsparungen werden wir zumindest die lebensrettenden Nothilfemaßnahmen bis Ende des Jahres durchführen können...«

Vollständiger Artikel jungewelt.de

Israel lässt Palästinenser nach langem Hungerstreik frei

Khader Adnan mit seinen Kindern (Archivfoto)
Quelle: imemc.org
Israel hat den Palästinenser Chader Adnan nach einem langen Hungerstreik freigelassen. Dies teilte ein Sprecher der israelischen Strafvollzugsbehörde am Samstag mit. Chader Adnan, ein ranghohes Mitglied des Islamischen Dschihad, sei in ein Krankenhaus in Dschenin im Westjordanland gebracht worden, berichtete der israelische Rundfunk am Sonntag. Der 37jährige saß seit einem Jahr im Rahmen der sogenannten Administrativhaft im Gefängnis. Die israelischen Behörden haben sich dazu ermächtigt, Verdächtige ohne Anklage oder Urteil sechs Monate lang festzuhalten. Die Maßnahme kann beliebig oft verlängert werden.

Aus Protest gegen seine Inhaftierung hatte Adnan einen 56tägigen Hungerstreik durchgeführt. Der Gesundheitszustand des Palästinensers verschlechterte sich dabei massiv, zuletzt schwebte er in Lebensgefahr. Ende Juni beendete Adnan schließlich seinen Protest, nachdem sich seine Anwälte mit der Justizbehörde auf seine Freilassung zum 12. Juli geeinigt hatten.

Vollständiger Artikel ...stern

Palästinenser überklettern die Mauer bei Jerusalem...

Mauer bei Jerusalem
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Obama unterzeichnet gesetzliche Bestimmungen gegen BDS

Am 29. Juni 2015 unterzeichnete US-Präsident Obama die Gesetzesvorlage über die Trade Promotion Authority (TPA), die zum Ziel hat, die Verhandlungen über die Transpazifische Partnerschaft (TPP), dem Freihandelsabkommen zwischen den USA und mehreren pazifischen Ländern, zu erleichtern und zu beschleunigen. Die Gesetzesvorlage beinhaltet auch zwei Bestimmungen, die gegen die BDS-Bewegung gerichtet sind und in Zukunft auch in den Verhandlungen mit europäischen Ländern über das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) gelten würden.

Wie die Haaretz berichtet, verlangen die gegen die BDS-Bewegung gerichteten Bestimmungen des TPA von US-amerikanischen Verhandlungsführer_innen, dass sie bei den Verhandlungen mit der EU über das TTIP die Unterdrückung der BDS-Kampagne zu einem der Haupziele erklären und das Zustandekommen des Freihandelsabkommen als Druckmittel zu dessen Erreichung einsetzen.

Die Bestimmungen erwähnen ausdrücklich “politisch motivierte Handlungen zum Boykott, Desinvestitionen oder Sanktionen gegen Israel” und verlangen “die Beseitung politisch motivierter nicht-tarifärer Handelshemmnisse für israelische Güter, Dienstleistungen und anderen Handelsverkehr”...

Vollständiger Artikel bds-info.ch

„Freiheit und Gerechtigkeit –
die Schlüssel zum Frieden in Palästina“

Veranstaltung mit Miko Peled
Miko Peled rechts im Bild, mit unserem Übersetzer Tim Slater - Die Veranstaltung auf youtube.com

Der Raum im AWO in Stuttgart-Ostheim war mit fast 100 ZuhörerInnen voll, als Miko Peled, Autor des Buches The General's Son eine spannende Rede hielt. Es ging um seine Einschätzung der aktuellen Lage in Palästina, aber er beschrieb auch seine persönliche, innere Reise vom Soldaten und Offizier in den israelischen Streitkräften, zu einem passionierten Gegner des zionistischen Kolonialprojekts.

Veranstaltung mit Miko Peled
Vorstellung von Miko Peled durch Verena Rajab und Ian Portman, Palästinakomitee Stuttgart. Durch Cams21 wurde die Veranstaltung an den arabischen Fernsehsender AlJazeera übertragen

Miko Peled sieht die immer weitere Ausdehnung der israelischen Siedlungen im Westjordanland als die natürliche Weiterentwicklung des Systems, das mit der Besatzung des Landes Palästina vor fast 70 Jahren begann - Vertreibung, ethnische Säuberung, die Schaffung jüdischer Siedlungen...

Mit den sogenannten Friedensgesprächen werde die Illusion aufrechterhalten, dass es sich um zwei zerstrittene Entitäten - Israel und Palästina - handele, dabei sei nirgends etwas von Palästina zu sehen. Nötig sei aber eine Anstrengung um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen.

Der Mythos, dass sich die Menschen dort schon seit Jahrhunderten streiten würden wird gepflegt, so seine Aussage, um die Aussichtslosigeit und außerordentliche Schwierigkeit Frieden erreichen zu können zu unterstreichen. Die andere Legende, die am Leben gehalten würde, sei die der Hebräer, die nach Jahrtausenden des Exils nach Hause zurückgekehrt seien, als ob es sich bei den Einwanderern heutzutage, um die direkten Verwandten der damals in Palästina lebenden Juden handeln würde.

„In Palästina wurde ein Staat für jüdische Siedler geschaffen, die Mehrheit der Juden lebt jedoch nicht dort und die Mehrheit der Menschen die dort leben sind Nichtjuden. An diesem Staat ist nichts genuin Jüdisches, mit Ausnahme der Sonderrechte für Juden“
Die Balfour-Deklaration werde in Israel so hochgehalten, als ob diese schon allein die Existenz des Staates rechtfertige. In Wirklichkeit hätte aber damals ein weisser Rassist (Balfour) einem anderen weissen Rassisten (Rothschild) ein Land versprochen, das ihm garnicht gehörte - ein Akt unter Kolonialisten, der heute eigentlich von niemand mehr akzeptiert werden kann.

Auch die Aufteilung durch die UNO im Jahr 1947, bei der einer Minderheit von Einwanderern ein viel größerer Anteil des Bodens zugeteilt werden sollte, unterstreiche die damalig herrschende Mentalität des Kolonialismus.

Noch eine Legende die befördert werde, sei die, dass die jüdischen Siedler die Aufteilung der UNO akzeptiert hätten, dass sie dann aber von den Arabern angegriffen wurden und sich gegen eine Übermacht verteidigt hätten. Eine romantische Erzählung des siegreichen Heldentums wird aufrechterhalten. In Wirklichkeit jedoch gab es 40 000 Kämpfer zionistischer Milizen, der überhaupt nichts Vergleichbares auf palästinensischer Seite gegenüberstand. Arabische Armeen griffen erst ca. 8 Monate später ein, als die Zerstörung von Dörfern und Städten sowie die ethnische Säuberung zum Großteil bereits gelaufen war.

Andererseits wird erzählt, dass die Araber von selbst weggegangen seien und nicht in großem Stil vertrieben wurden. Ich frage mich, so Peled, allerdings wie das vonstatten gegangen sein muss, wenn hundertausende von Menschen einfach weggegangen und nicht geflohen sind. Hat jemand Bus- oder Flugtickets für sie organisiert?

Es wird behauptet, dass es praktisch nichts gegeben habe bevor die jüdischen Siedler ins Land kamen, erst diese brachten wirkliche Werte ins Land. Blühende Städte, wie zB. Yaffa mit 120000 Einwohnern, das ein reges kulturelles Leben hatte, mit Kinos, Theatern, Boulevards und der Publikation mehrerer Zeitungen werden nie erwähnt, gezeigt werden höchstens arme Bauern mit Eseln. Yaffa wurde 1949 innerhalb von 2 Wochen zerstört, die Bewohner flohen und wurden vertrieben, 4000 blieben zurück. Diese wurden in einem Viertel konzentriert.

Palästina auf das Westjordanland und den Gazastreifen zu reduzieren, als ob die Besatzung Palästinas erst 1967 begonnen hätte ist falsch, so Miko Peled. Die Grenzen zum Gazastreifen und zum Westjordanland wurden von Israel "gezogen". Im Gazastreifen konzentrierte man in mehreren Lagern die Flüchtlinge, die hauptsächlich aus dem Süden kamen.

„Im Archiv der israelischen Armee las ich die Protokolle die vor dem 1967er-Krieg geschrieben wurden. Darin steht, das Gegenteil der Behauptung, dass sich Israel in existentieller Bedrohung befand, sondern, dass die arabischen Armeen auf einen Krieg unvorbereitet seien und sich deshalb die Chance für einen Angriff biete. Auch mein Vater sagte dies.“
Die vertriebene Flüchtlinge von 1947/48 versuchten aus dem Gazastreifen zurück zu ihre Heimatsortschaften zu gelangen, wurden aber als „Eindringlinge“ bezeichnet und brutal behandelt und zu den überfüllten Flüchtlingslagern im Gazastreifen zurückgebracht. Die „Eindringlinge“ wurden bald zu „Feddayin“, dann zu „Terroristen“ und heute werden sie als „Hamas-Terroristen“ bezeichnet. Dabei sind sie in der Wirklichkeit eingekesselte Flüchtlinge, die nur eines wollen: zurück in ihre Heimat. Aber der Gazastreifen wird behandelt als ob er nichts mit der Geschichte zu tun hätte und wird seit 70 Jahren immer wieder angegriffen, mit immer größerer Härte.

Meine Recherchen für das Buch führten mich auch in das Archiv der israelischen Armee. Dort las ich die Protokolle die vor dem 1967er-Krieg geschrieben wurden. Darin steht, dass die arabischen Armeen auf einen Krieg unvorbereitet seien und sich deshalb die Chance für einen Angriff biete, während die Generäle der Öffentlichkeit einen notwendigen Präventivschlag in einer Situation existenzieller Bedrohung vormachten. 18000 arabische Soldaten wurden getötet, 700 israelische. Schon allein an diesem Zahlenverhältnis wird klar wo die Bedrohung wirklich lag. Mein Vater sagte merkwürdigerweise im ersten Meeting nach dem Krieg, dass wir jetzt mit den Palästinensern Frieden schließen könnten. Dies war die Geburtsstunde der Zwei-Staaten-Lösung.

Als Zivilist widmete er sich dieser Idee und mit einigen Unterstützern überlegten sie ohne offiziellen Auftrag wie dieses Ziel zu erreichen sei. Dann nahm die PLO Kontakt mit dieser Gruppe auf. 1988 erkannte die PLO Israel an und schwor dem bewaffneten Kampf ab. Das darauffolgende Oslo-Abkommen, verschlechterte die Lage jedoch, sie ist so schlimm wie nie zuvor.

Das Aufrechterhalten dieses Systems wäre nicht möglich ohne das viele Geld aus Deutschland meint Miko Peled - jede Waffe, jeder Cent und Euro dient dem Zweck das Leben für die Palästinenser schlechter zu machen. Keiner in Deutschland ist unschuldig, es gibt nur eine Möglichkeit und zwar aktiv dagegen zu sein.

Es wäre absolut falsch und unmöglich zu versuchen, eine soganannte Zwei-Staaten-Lösung zu erreichen. Die israelische Rechte – nun mit großer Mehrheit wieder als führende Kraft im Lande bestätigt – will dies sowieso nicht und es wäre ohnehin unmöglich, einen Staat zu schaffen, in den zerstückelten Gebieten, die für Palästina vorgesehen sind.

Doch er denkt, die Chancen für einen demokratischen Staat zwischen Mittelmeer und dem Jordan verbessern sich ständig. Immerhin, in Südafrika herrschte ein rassistisches System das 350 Jahre dauerte, das aber mittels internationaler Ächtung und Boykott besiegt wurde.

Peled hält die internationale BDS-Bewegung für das Mittel der Wahl eine Veränderung in diesem Sinne voranzubringen. Wir alle müssen daran arbeiten sagt Peled am Schluß seines Vortrags, der eine rege Diskussion folgte.

Infoblatt zur Veranstaltung auf Deutsch Info-PDF in English

Deutsche Politiker ohne Zivilcourage

Abi Melzer, der-semit.de

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Roters, ich habe mit Entsetzen und tiefster Enttäuschung die Nachricht gelesen, dass Sie nach „Protesten der israelischen Botschaft“ die Ausstellung „Breaking the Silence“ abgesagt haben. In Zürich stößt diese Ausstellung auf großes Interesse. Der Andrang der Besucher ist „überwältigend“. Auch in der Schweiz hatte die israelische Botschaft kritisiert und alles getan, damit die Ausstellung abgesagt würde. Die Schweizer sind aber nicht eingeknickt, wie Sie und wie es in Deutschland inzwischen Routine ist, wenn es um Ausstellungen wie die „Nakba“, die den israelischen Behörden und vor allem dem israelischen „Hasbara“ (Propaganda)-Ministerium nicht passen.

Vollständiger Artikel der-semit.de

Filmemacher bitten Kinos und die britische Akademie der Film- und Fernsehkunst Bafta, das London Israeli film festival zu boykottieren

„Es zu veranstalten, bedeutet, dass diese Kinos den Aufruf der palästinenensischen Zivilgesellschaft von 2004 ignorieren“
In einem Brief an den Guardian haben mehr als 40 Künstler und Filmemacher ihre Enttäuschung darüber ausgedrückt, dass das Festival Unterkunft gefunden hat. Sie sagen darin, dass der Staat Israel das Festival fördert und finanziell unterstützt.

„Es zu veranstalten, bedeutet, dass diese Kinos den Aufruf der palästinenensischen Zivilgesellschaft von 2004 ignorieren, der zu Sanktionen gegen Israel aufruft, bis Israel das Völkerrecht einhält und seine illegale Politik der Vertreibung, Diskriminierung und Besatzung ihres Landes beendet“.

(...) Der Brief unterstreicht, dass dies nicht eine Aufforderung sei, Filme individueller Filmemacher zu zeigen, aber die Beteiliung und die finanzielle Unterstützung des israelischen Staates abzulehnen...

Vollständiger Artikel theguardian.com
Boykott von Filmfestival juedische-allgemeine.de

Protestaktion gegen SodaStream vor Galeria Kaufhof in Berlin

(...) SodaStream behauptet, ein besonders umweltfreundliches Unternehmen zu sein, beteiligt sich in Wahrheit an Umweltzerstörungen, die mit der israelischen Besatzung palästinensischen Lan- des einhergeht. Das Engagement des Unternehmens gegen Umweltzerstörung ist ein Beispiel für so genann- tes Greenwashing: Mit PR-Kampagnen versucht SodaStream seinen Ruf als Unternehmen, das sich an der Verletzung palästinensischer Rechte mitschuldig macht, „grün“zuwaschen.

Aktuell (Oktober 2014) wird eine neue Produktionsanlage in Lehavim, im Süden Israels errichtet, einem Gebiet, aus dem die palästinensische Bevölkerung vertrieben, ihrer Lebensgrundlage beraubt und in eigens dafür geschaffenen Ortschaften konzentriert wird. Damit profitiert Sodastream unmittelbar von der Vertreibung und von der neu geschaffenen Notlage der einheimischen Bevölkerung...

Vollständiges Infoblatt auf Deutsch und EnglischPDF – Website bdsberlin.org

Kirchentag in Stuttgart: Palästina Thementag

Über 250,000 Christen und andere sind letzte Woche in Stuttgart zusammengekommen um verschiedenste gesellschaftliche und auch politische Themen zu besprechen. Unter anderem die Situation in Palästina, die allerdings als zusätzliche Veranstaltungen organisiert werden musste, da sich die offiziellen Organisatoren einmal mehr nicht mit dem Thema befassen wollten.

Es gab ein Reihe von Veranstaltungen am Samstag, 6. Juni 2015 mit unter anderem: Pfarrer Dr. Mitri Raheb, „Glaube unter imperialer Macht“.

„Frieden ist möglich“ fand nachmittags statt, mit Prof. Dr. Helga Baumgarten und Prof. Dr. Jeff Halper aus Bethlehem.

„Das Schweigen in der Kirche brechen“ mit Dr. Mark Braverman, Weihbischof Thomas Maria Renz und Altlandesbischof Eberhardt Renz war hochinteressant.

„Das Schweigen in der Politik brechen“ folgte mit Rainer Arnold MdB, Annette Groth MdB, Uwe Kekeritz MdB und Prof. Dr. Rolf Verleger. Spannend und kontrovers.

Eine sehr empfehlenswerte Reihe!
Die Videoaufnahmen sind hier zu sehen

Ein neues Buch von Max Blumenthal über den Angriff auf Gaza, 2014 : The 51 Day War

Zum Artikel auf mondoweiss.net

Soldaten berichten vom Krieg in Gaza

Ulrich Schmid, nzz.ch

«Und dann sagte der Unteroffizier: ‹Jede Person in einer gewissen Entfernung, die für euch ein Risiko darstellt – tötet sie. Ihr braucht dazu keine spezielle Erlaubnis einzuholen. Personen in einer Entfernung von zwei-, drei- oder vierhundert Metern sind keine Zivilisten... Wären sie Zivilisten, würden sie fliehen, und darum müssen wir sie töten.› . . . Für mich war das haarsträubend, und so fragte ich ihn: ‹Lass mich das klarstellen: Jede Person, die ich in der Gegend, in die wir jetzt hineingehen, sehe, soll ich töten?› Und der Unteroffizier sagte: ‹Ja. Jeder normale Mensch, der in seiner Nachbarschaft ein Panzerbataillon sieht, rennt weg. Bleibt er, führt er etwas im Schild. Und führt er etwas im Schild, geht es gegen dich. Also erschiess ihn.›»

Wieder sind sie vernichtend, die Augenzeugenberichte, die die Organisation «Breaking the Silence» gesammelt hat. «Breaking the Silence» ist eine bekannte israelische Nichtregierungsorganisation, seit zehn Jahren sammelt sie Aussagen von Soldaten zu ihren Kriegseinsätzen... Vollständiger Artikel: nzz.ch

Der Angriff auf Gaza im letzten Jahr erhöht den Druck auf Ban Ki-moon, die israelische Arme auf die selbe Liste zu setzen wie IS und die Taliban

Palästina-Solidaritätsgruppen nutzen soziale Medien, um den Druck auf UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zu erhöhen, Israel für schwerwiegende Verletzungen von Kinderrechten auf die „Liste der Schande“ zu setzen.

(...) Ein hochrangiger UN-Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte, sagte Middle East Eye, dass Bans höchster Berater dazu geraten hätte die israelische Armee für ernsthafte Verletztung von Kinderrechten zu nennen.

(...) Tötung und Verstümmelung von Kindern in großem Ausmaß, sowie Angriffe auf Schulen sind die „Auslöser“, um auf die UN-Liste zur Überwachung von Kinderrechten in Konflikten weltweit gesetzt zu werden, die vor zehn Jahren eingeführt wurde... Vollständiger Artikel auf jonathan-cook.net.

Schädelbruch durch „Gummigeschoss“

Ein Zehnjähriger wurde in der Nähe eines Checkpoints durch ein gummi-ummanteltes Stahlgeschoss schwer verletzt, das israelische Soldaten in Jerusalem auf ihn abfeuerten. Nach Angaben der israelischen Grenzpolizei, wurde eine nicht-tödliche Waffe verwandt und ein Junge dadurch moderat verletzt. In Wirklichkeit musste ihm das linke Auge entfernt werden und er erlitt einen Schädel- und Kieferbruch... Vollständiger Artikel auf maannews.com.

Tausende kehren zu zerstörten palästinensischen Dörfern in Israel zurück

Der Marsch der Rückkehr, verlangt das Recht der PalästinenserInnen auf Rückkehr, die 1948 vertrieben, oder zur Flucht gezwungen wurden. Ungefähr 10000 Menschen aller Altergruppen - hauptsächlich palästinensische Bürger des Staates Israel nahmen am 18. Marsch der Rückkehr teil... Vollständiger Artikel auf: 972mag.com.

Der oberste Gerichtshof lässt Pläne zur Zerstörung eines arabischen Dorfes zu, um anstattdessen ein jüdisches zu errichten

Amjad Iraqi (von der Organisation Adalah)

(...) Eine arabische Landangelegenheit vor ein israelisches Gericht zu bringen ist immer ein riskikoreiches Wagnis, aber Viele glaubten, dass Umm el-Hiran, genauso wie Alsira gute Aussichten auf Erfolg hätten. Im Gegensatz zur ursprünglichen Behauptung der israelischen Regierung, dass sich die Bewohner dort unbefugt aufhalten, hatte sie die Militärregierung 1956 dort hin transferiert, nachdem sie die Bewohner aus ihrem eigentlichen Heimatort Khirbet Zubaleh 1948 vertrieben hatten. Diese Tatsache wurde vom höchsten Gericht bestätigt - mit anderen Worten, es gibt nichts illegales an der Präsenz der Bewohner.

Wichtiger noch ist, dass die staatlichen Pläne für Umm el-Hiran explizit rassistisch sind. Der Staat will das Dorf zerstören, und seine Bewohner nach Hura umsiedeln, um eine neue jüdische Stadt über den Ruinen des Dorfes, namens Hiran zu errichten. Umm el-Hirans angrenzendes Dorf Atir, wird ebenfalls zerstört, um den angelegten Wald von ‘Yatir’ zu erweitern.

Die jüdischen Bürger, die in das neue Hiran ziehen sollen, sind der Siedlung Susiya im Westjordanland verbunden und leben zur Zeit in einem Lager im Wald in der Nähe.

Während den Bewohnern von Umm el-Hiran der Anschluß an das Wasser- und Elektrizitätsnetz schon seit Jahrzehnten verweigert wird, wurde den zukünftigen Bewohnern des neuen Hiran dieser Service bereits vom Staat und vom Jüdischen Nationalfonds (JNF) zur Verfügung gestellt...

Zum englischen Original auf 972mag.com: High Court okays plan to raze Arab village, build Jewish one in its place

Die moralischste Armee der Welt

Gideon Levy, der-semit.de

Es gibt Länder, die nicht so zahlreiche und großzügige Hilfe wie Israel leisten, aber es gibt kein einziges Land, das so scheinheilig ist
Die Uniform ist dieselbe. Es ist die Uniform derer, die im vergangenen Sommer Hunderte von Häusern, Schulen und Krankenhäuser in Gaza in die Luft gesprengt haben. Es ist die Uniform derer, die regelmäßig Steine werfende Teenager, Kinder und friedliche Demonstranten im WJL erschießen. Es ist die Uniform derer, die jede Nacht in Häuser eindringen, die Bewohner brutal aus den Betten ziehen, oft genug nur, um sie grundlos, nur politisch motiviert festzunehmen. Es ist die Uniform derer, die die Bewegungsfreiheit der Bürger in ihrem eigenen Land verhindern. Es ist die Uniform derer, die ein gesamtes Volk seit Jahrzehnten missbrauchen. Die Teufelsarmee in Palästina wurde zu Heilsarmee in Nepal.

(...) Israel muss nicht den ganzen Weg nach Katmandu gehen, um Leben zu retten; es wäre schon genug, die Blockade gegen das, nur eine Stunde entfernte Gaza aufzuheben, und den Wiederaufbau zuzulassen...
Vollständiger Artikel: der-semit.de

Veranstaltung zur Erinnerung an die palästinensische Nakba in Stuttgart am 2. Mai 2015 auf dem Schloßplatz

Artikel über die Veranstaltung auf beobachternews.de. Auf cams21.de kann die Veranstaltung verfolgt werden.
Presseerklärung zum Palästina-Nakba-Tag Presseerklärung

Hier einige Eindrücke unserer Veranstaltung, die wir zusammen mit der Palästinensischen Gemeinde Deutschland-Stuttgart e.V und dem Verband der Palästinensischen Gemeinden Deutschlands auf dem Schlossplatz in Stuttgart organisierten. Wir hatten insgesamt drei Zelte aufgestellt, im größten war die Ausstellung "Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948" zu sehen, in den beiden kleineren Zelten war der Falafelstand und der Infostand untergebracht. Nach den Reden tanzte die Tanzgruppe Yalla Dabka aus München. Die Veranstaltung wurde von CAMS 21 an den Fernsehsender AlJazeera übertragen. Unser Übersetzer Tim Slater übersetzte für sie ins Englische.
Vollständige Infos im Aktivitäten-Archiv

Israel's new and dangerous government

The government Benjamin Netanyahu will present next week appears to be, even before it has been sworn in at the Knesset, one of the worst, most harmful governments ever to have been formed in Israel. Its members’ top priorities are deepening the occupation, expanding the settlements, weakening democracy and increasing the subsidies for the Haredi society of scholars.

The big winner in the coalition negotiations is Habayit Hayehudi, which took advantage of the prime minister’s distress and, despite its election failure, succeeded in upgrading its position in the cabinet and at the head of Knesset committees.

Shaked’s appointment is especially troubling, due to her fervent support for
the racist so-called nationality law
Naftali Bennett, Ayelet Shaked and Uri Ariel will navigate Netanyahu’s fourth government, with Likud, devoid of a platform, policy or plans, being dragged along.

Shaked’s appointment as justice minister is especially troubling, due to her demands to undermine the Supreme Court’s independence and her fervent support for the racist so-called nationality law and the persecution of African asylum-seekers. Habayit Hayehudi people, like many in the Likud faction, want the justice system to serve as a rubber stamp for the coalition’s decisions and not the defender of individual and minority rights. From now on Shaked will head the Ministerial Committee for Legislation and the Judicial Appointments Committee and have considerable influence on the selection of the attorney general who will replace Yehuda Weinstein.

mehr in Haaretz

Flüchtlingslager Dheisheh: Das Leben zwischen Traum und Alptraum

„Ich gebe dir das Licht meiner Augen, ich gebe dir die Wärme meines Herzens, die Tragödie die ich erlebe, ist mein Teil deiner Tragödie“ Tawfiq Zayyad, zur ersten Intifada
Es ist der erste Tag meines Praktikums im Dheisheh-Flüchtlingscamp in Betlehem als ich einen jungen Mann in einem Kaffee auf Arabisch nach einer Zigarette frage. Sichtlich amüsiert über meine sehr kompliziert formulierte, hocharabische Frage reicht er mir eine seiner Zigaretten und setzt sich zu mir. Er erzählt mir von seinem Leben als Flüchtling im Dheisheh- Camp, von seinen Sorgen und seinem Schmerz, aber auch von seinen Hoffnungen und Zukunftsplänen. Als er schließlich seine Zigarette ausdrückt meint er trocken: „weißt du, bei uns sind Zigaretten Medizin, sie sind die Medizin um früher zu sterben, um dem Albtraum früher zu entkommen.“ Die Aussage dieses jungen Palästinensers über die quasi Sterbehilfe durch Zigarettenkonsum wird mich noch sehr lange beschäftigen und mich während meines gesamten Praktikums in Palästina begleiten.

Das palästinensische Dheisheh-Flüchtlingscamp liegt im Süden Betlehems, wo es im Jahre 1949 während des arabisch-israelischen Krieges gegründet wurde. Im Camp leben mittlerweile circa 18000 Palästinenser, die ursprünglich aus rund 45 Dörfern aus der Gegend um Westjerusalem und Hebron geflüchtet sind. Durch die lange Existenz des Camps leben dort mittlerweile Flüchtlinge in der dritten oder vierten Generation, jedoch immer noch mit Flüchtlingsstatus. Letzteren würden sie verlieren, wenn sie das Camp verlassen, und somit das Recht hoffentlich irgendwann in ihre Heimatdörfer und zu ihrem Land zurückzukehren. Außerdem darf man sich das Camp natürlich nicht mehr wie eine Zeltstadt vorstellen, wie man es beispielsweise von Bildern aus Syrien gewohnt ist. Das Dheisheh- Camp hat sich innerhalb der letzten rund 66 Jahre von einer Zeltstadt in eine richtige kleine Stadt mit Kindergärten, Schulen, Einkaufsläden und sonstigen „alltäglichen“ Einrichtungen als auch einer Infrastruktur entwickelt. Auch NGOs wie die Organisation „Ibdaa“, in der ich mein Praktikum absolviert habe, haben sich im Dheisheh-Camp etabliert.

„Ibdaa“ bedeutet im Deutschen so viel wie Kreativität, wobei die Bewohner des Camps oft die Erklärung „to create something out of nothing“ verwenden, was ich in Anbetracht ihrer Lage symbolträchtiger finde. Seit der Gründung der Organisation 1994 versucht man vor allem Kindern und Jugendlichen eine positive, friedliche Umwelt zu schaffen in der sie sich und ihre Qualitäten entwickeln und fördern können. Dies geschieht sowohl durch Bildungsangebote, als auch durch soziale und kulturelle Aktivitäten. Ein wichtiges Ziel der Organisation ist es, den Kindern und Jugendlichen ihre Identität als Flüchtling und Palästinenser, die sich unter anderem aus ihrer Geschichte der Vertreibung und Unterdrückung, als auch aus dem Wissen über ihre Rechte zusammensetzt, ins Bewusstsein zu rufen.

Beispielsweise geschieht dies durch die Aufarbeitung von Kriegserfahrungen und der täglichen Schikanen in adäquaten Theaterstücken Tanz oder durch Musikstücke in der Chorgruppe. Auch gibt es die sogenannte „Paliman-Group“, in der verschiedenste Aktionen stattfinden. Von Ausflügen zur örtlichen Feuerwehr, über gemeinsames Müll sammeln, bis zu Vorträgen, beispielsweise über die erste und zweite Intifada oder medizinische Aufklärung. Auch ein eigener Kindergarten wurde im Rahmen der Organisation gegründet. Dabei muss betont werden, dass dies nur die Aktivitäten waren denen ich dort beigewohnt habe, jedoch gibt es einige mehr, speziell auch im Erwachsenenbereich. Letzterer setzt sich vor allem auch stark für Frauen ein, die zum Beispiel Taschen oder Kleider nähen und verkaufen und zudem eigene Tanz- und Sportgruppen haben. Abgesehen davon gibt es auch einen Gesundheitssektor der Organisation, der sich um Diabetes Erkrankte kümmert. Erwähnenswert sind auch die „Ibdaa“-Sportgruppen, wie das Basketballteam, dass mit das Beste in ganz Palästina ist. Leider fehlt es allerdings oft an Mitteln und vor allem im Bereich Marketing und Aspekten wie Web-Design fehlen nötige Experten um die Organisation auch über das Internet richtig zu präsentieren. Trotz dessen wurde „Ibdaa“ durch ihr großes Engagement und ihre Kontakte zu vielen anderen internationalen NGOs eine der erfolgreichsten lokalen Organisationen, die immer noch großes bewirkt...
Zum vollständigen Bericht: Das Leben zwischen Traum und Alptraum

Jarmuk: IS und Assad-Regime gegen die Palästinenser –
Auf mehr als einer Todesliste

Jarmouk Flüchtlingslager in Damaskus

Die IS-Miliz hat Syriens Hauptstadt Damaskus im Visier. Ihr Weg führt durch das Palästinenserviertel Jarmuk. Die humanitäre Lage ist katastrophal – auch weil die letzten Reste der oppositionellen Zivilgesellschaft von allen Seiten bekämpft werden.

(...) Jarmuk mag aufgrund seiner palästinensischen Geschichte und seiner eigenen Widerstandskultur ein besonderer Ort in Syrien gewesen sein, heute ist es ein Beispiel für eine gesellschaftliche Verrohung, in der die militärische Macht alles und die Bevölkerung nichts wert ist. Jarmuk war der einzige Ort in Syrien, an dem mehr als hundert Menschen an Hunger starben. Von den ursprünglich 160 000 Bewohnern flohen bereits Ende 2012 die meisten vor der Gewalt. Zurück blieben nur die ärmsten unter ihnen. Und auch sie blicken jetzt dem Tod ins Auge. Heute starb in Jarmuk eine alte Frau an Auszehrung und Unterernährung. Sie war im Jahr 1935 geboren worden, im früheren Palästina...
Vollständiger Artikel: medico.de

Flüchtlingscamp Jarmuk: Es herrscht dort die Vorhölle

Radio-Interview mit Martin Glasenapp, medico international

medico fordert einen sofortigen Zugang zum Flüchtlingslager Jarmuk im Süden von Damaskus. Die Lage ist schrecklich dort, sagte Martin Glasenapp von medico international im Deutschlandfunk. Es braucht eine internationale Staatengemeinschaft, die politisch handelt und ein Schweigen der Waffen erzwingt... Zum Interview: deutschlandfunk.de

Zum Gedenken an Mieciu Langer

Das Palästinakomitee trauert um Mieciu Langer. Unser herzliches Beileid an Felicia Langer. Wir wünschen ihr Kraft und Trost. Herr Langer war ein wunderbarer, warmherziger und humorvoller Mann. Wir bedauern diesen Verlust.


Mieciu Langer – ein Nachruf Fanny-Michaela Reisin,
der-semit.de



Landesschau Baden Württemberg: Anlässlich des Holocaust-Gedenktages erzählt der 88-jährige Zeitzeuge Mieciu Langer in der Landesschau von seinem Schicksal und der großen Liebe seines Lebens...
Im Gespräch mit Holcaust-Zeitzeuge Mieciu Langer

Mieciu Langer - ein Leben in "Flitterwochen"

Ludwig Watzal

Mieciu Langer ist am 27. März in Tübingen verstorben. Damit endet auch eine Bilderbuch-Ehe nach 67 Jahren. Ende 2014 feierten Mieciu und seine Frau Felicia Langer ihre eiserne Hochzeit. Ein Geschenk, das nur wenigen Paaren zu Teil wird. Das Geheimnis dieser einzigartigen Liebesbeziehung hat Mieciu Langer in dem Satz zusammengefasst: "Wir haben die ganze Zeit Flitterwochen." In einem Interview drückte er seinen Stolz über Felicia aus und gestand, dass er sie immer noch liebe wie am ersten Tag... zum Artikel

Wir müssen über Israels „Recht zu existieren“ reden

Ben White, der-semit.de

Die Stornierung einer Konferenz der Universität von Southampton wirft ein Schlaglicht auf Fragen, die Israels Apologeten verzweifelt in Grenzen halten wollen. Letzte Woche empörte man sich darüber, dass die Universität von Southampton eine bevorstehende Konferenz über Israel und das Völkerrecht abgesagt hat, angeblich auf Grund von „Arbeitsschutz“.

Es gibt kein „Recht“ auf ethnische Säuberung, kein „Recht“ auf Siedler-koloniale Ersetzung, kein „Recht“ auf diskriminierende Gesetzgebung

(...) Ein Thema beherrschte die Kritik der Konferenz, die in der Schlagzeile in Daily Express zusammengefasst war: „ Empörung darüber, dass „die BRITISCHE Universität Israels Recht zu existieren hinterfragt“. Dies ist deshalb eine wertvolle Gelegenheit, das zu prüfen, was in der Diskussion über den Nahen Osten von Politikern und Kritikern ein Cliché geworden ist.

Also hat „Israel ein Recht zu existieren“? Die Antwort oder wenigstens ein bedeutender Teil der Antwort ist, dass ohne Ausnahme kein Staat „das Recht, zu existieren“ hat. Staaten kommen und gehen, werden gebildet und hören auf. Der Süd-Sudan wurde 2011 gegründet. Die UdSSR hörte 1991 auf zu existieren. Die Tschechoslowakei wurde 1993 zur Slowakei und zur Tschechischen Republik... Vollständiger Artikel: der-semit.de

Höhlenleben im Westjordanland

Zahlreiche Palästinenser im besetzten Westjordanland leben im Gebiet um Hebron in Höhlen, weil die israelische Besatzungsbehörde ihnen verbietet Häuser zu bauen, da sie das Gebiet für illegale jüdische Siedlungen beansprucht.

(...) „Die Besatzungsmacht versucht uns immer wieder zu vertreiben“, sagt Hamamda, während seine Frau Rasmiya Tee mit einfachen Mitteln zubereitet, „aber wir weigern uns unser Land aufzugeben. Das Leben ist hart für uns hier, aber man gewöhnt sich daran“ ...
Zum Artikel (mit Bildergalerie ganz unten auf der Seite) middleeastmonitor.com

Der Zionismus ist das Problem

ProMosaik-Interview mit Abraham Melzer

Dr. phil. Milena Rampoldi:
Wie erklärt man den Deutschen am besten den Unterschied zwischen Israelkritik, Antisemitismus und Antizionismus?

Herr Abraham Melzer:
Nun, zunächst einmal möchte ich den Begriff „Israelkritik“ aus dieser Frage herausnehmen. Kritik ist immer erlaubt, ob an Israel oder an Deutschland. Sie sollte sachlich sein und nicht übertreiben. Falsche Kritik gibt es nicht. Jeder kritisiert von seinem Standpunkt aus.

Bleibt also Antisemitismus und Antizionismus: Der Unterschied ist leicht zu erklären. Antisemitismus bedeutet Hass gegen Menschen nur weil sie Juden sind. Natürlich müssen wir das ablehnen. Das ist purer Rassismus, wie gegen Schwarze, nur weil sie schwarz sind oder Schwule, nur weil sie schwul sind und die Liste könnte man endlos fortführen. Dagegen bin ich und dagegen sollte jeder Mensch sein.

Antizionismus ist aber etwas ganz anderes. Es ist eine Kritik an einer Ideologie, die kolonialistisch, nationalistisch ist und gegen die man durchaus sein kann... Zum vollständigen Artikel der-semit.de

Obama erwägt Abkehr vom engen Bündnis mit Israel

Erst wetterte der israelische Premier Benjamin Netanyahu gegen einen möglichen Palästinenserstaat, dann erklärte er ihn doch wieder zum politischen Ziel. US-Präsident Barack Obama hat von diesem Hin und Her nun anscheinend genug: Er zieht Medienberichten zufolge einen radikalen Kurswechsel in den Beziehungen zur Regierung in Jerusalem in Betracht.

Obama habe Netanyahu in einem Telefonat gesagt, dass die USA ihre Optionen in den Beziehungen zu Israel nach dessen Äußerungen neu bewerten müssten, sagte ein Vertreter der US-Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. Die USA hätten signalisiert, dass sie ihre Rolle als Schutzmacht Israels in der internationalen Politik überdenken könnten...
Zum vollständigen Artikel spiegel.de

Was jetzt Bibi?

Am Wahltag schrieb Netanyahu auf Facebook die Nachricht „Araber strömen in Massen
zu den Urnen“
(...) Netanyahu schaffte es in den letzten Tagen vorzupreschen, nachdem er eine verzeifelte und teilweise rassistische Kampagne führte, die rechte Wähler vor einer „linken, von den Arabern unterstützte Regierung“ warnte. Am Wahltag veröffentlichte er auf Facebook die Nachricht „Araber strömen in Massen zu den Urnen“ und rief seine Unterstützer dazu auf wählen zu gehen und so die Rechte vor einem Machtverlust zu bewahren. Dies war ein Premierminister, der vor dem Wahlgang seiner eigenen Bürger warnte.

(...) Netanyahu kann der palästinensischen Behörde nicht die Schuld für das Versagen des nie endenden Friedensprozesses zuschieben, wenn er selbst erklärt, dass egal was die Palästinenser machen, sie niemals ihre Unabhängigkeit erlangen werden und auch keine gleichberechtigten Bürger Israels werden.

Der Tatsache, dass Netanyahu offen gegen einen palästinensischen Staat geworben hat, kommt eine symbolische Bedeutung zu, denn es zeigt, dass er von der Mehrheit der israelischen Wähler und der absoluten Mehrheit jüdischer Wähler unterstützt wird... Viele Jahre haben wir zu hören bekommen, dass Israel entweder die Besatzung beenden wird, oder aufhört eine Demokratie zu sein. Kann es sein, dass die jüdische Öffentlichkeit hier eine Wahl getroffen hat?...
Zum vollständigen Artikel (englisch) Noam Sheizaf, 972mag.com

Lieberman droht arabischen Israelis mit Enthauptung

Im Hinblick auf illoyale Araber seines Landes hat Israels Außenminister barbarische Mittel ins Spiel gebracht. Kritiker der Regierung warnen vor einem "jüdischen IS".

(...) Liebermans jüngste Entgleisung erinnert an die Hinrichtungsmethoden islamistischer Terroristen, die ihre Gefangenen teils vor laufender Kamera enthaupteten oder verbrannten. Entsprechend harsch sind die Reaktionen. Der arabische Knesset-Abgeordnete Ahmad Tibi bescheinigt Lieberman geistige Parallelen zu den Terroristen des "Islamischen Staates". Er warnte, solche Äußerungen könnten die Gründung einer jüdischen Version des "Islamischen Staates" begünstigen. Tibi forderte die Wähler auf, für die arabischen Parteien zu stimmen. So könne man den "jüdischen IS" schwächen.

Vollständiger Artikel zeit.de

Erzbischof Tutu: „Der Westen beging den Holocaust, aber die Palästinenser zahlen den historischen Preis dafür“

In einem Interview mit der palästinensischen Botschaft in Südafrika und der palästinensischen Delegation, die an der „Woche der israelischen Apartheid“ teilnimmt, sagte Erzbischof Desmond Tutu: „Der Westen beging den Holocaust gegen die Juden in Europa, jedoch die Palästinenser bezahlen immer noch einen historischen Preis dafür.

Tutu, eine ranghohe religiöse, intellektuelle und soziale Persönlichkeit, der im Jahre 1984 den Friedensnobelpreis erhielt, sagte, die Palästinenser sollten nicht den Preis für etwas zahlen, was der Westen den Juden in Europa angetan hat.

(...) Erzbischof Tutu verurteilte auch Israels Starrsinn, die Palästinenser zu zwingen, es als einen jüdischen Staat anzuerkennen. Er kritisierte auch scharf Versuche, den Islam und alle Muslime für Terrorgruppen, wie zum Beispiel Al Kaida und die ISIS verantwortlich zu machen, und sagte, solche Parallelen unterschieden sich nicht von dem Versuch, alle Christen für die Verbrechen, die der Ku-Klux-Klan begangen habe, verantwortlich zu machen... Interview mit Desmond Tutu auf Deutsch
Interview auf Englisch: imemc.org – Israeli Apartheid Week 2015 iawsouthafrica.com

Entdecken Sie Gaza

Netanyahu mit Falschinformationsgrafik

Netanyahu bauschte Gefahr des iranischen Atomprogramms auf

Es war eine Szene mit hohem Symbolwert - dramatisch, einprägsam, unvergesslich. Während einer Rede vor der Uno-Vollversammlung zauberte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu 2012 ein Plakat mit den Umrissen einer Bombe hervor und markierte mit einem fetten Filzstift die sprichwörtliche "rote Linie", ab der die Produktion einer Atombombe in Iran nicht mehr zu stoppen sei und Israel militärisch eingreifen müsse: Spätestens im Sommer 2013 sei es soweit. Nun berichten die britische Zeitung "Guardian" und der Fernsehsender Al Jazeera: Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hat wenige Wochen nach Netanyahus Rede in einem Bericht seiner Einschätzung widersprochen... Vollständiger Artikel: spiegel.de

40 Prozent mehr: Israel intensiviert Siedlungsbau im Westjordanland

Israel hat im besetzten Palästinensergebiet im Westjordanland mit dem Bau von 3100 Wohneinheiten begonnen. Zugleich sei der Bau von 4485 Wohnungen in den jüdischen Siedlungen im Westjordanland und in Ostjerusalem ausgeschrieben worden. Dies sei der höchste Stand seit mindestens zehn Jahren, teilte die Organisation Peace Now am Montag mit, die sich seit Jahren gegen den Siedlungsbau einsetzt. Vollständiger Artikel: blick.ch

Kommt nach Israel?

Auch wegen Netanjahus Politik ist das Leben von Juden in Israel gefährdet wie nirgendwo sonst
Moshe Zuckermann, taz.de

Israel hat den Antisemitismus nie bekämpft, auch nie bekämpfen wollen, sondern vielmehr zum Argument erhoben, ja war nachgerade immer schon daran interessiert, dass es ihn gebe, um eben mit dem Angebot der historischen Alter-
native für die Juden, dem Zionismus, aufwarten zu können.
Die mörderischen Anschläge auf jüdische Institutionen in Frankreich und Dänemark haben in Israel Erwartbares gezeitigt: "Spontan" rief Benjamin Netanjahu die Juden in diesen Ländern auf, nach Israel auszuwandern; Israel sei ihr Heim. "Die Juden sind wieder auf europäischem Boden ermordet worden, nur weil sie Juden sind", deklarierte er. "Den Juden Europas und den Juden in der Welt sage ich, dass Israel euch mit offenen Armen erwartet."

(...) Nicht nur durften also die Politiker Dänemarks und Frankreichs auf Benjamin Netanjahus fremdbestimmte Ideologisierung des Unglücks in ihrem Land indigniert reagieren, sondern in der Sache selbst war das Postulat des israelischen Premiers von einer objektiven Lüge getragen: Nicht zuletzt wegen der von Netanjahu und seinesgleichen betriebenen Politik ist das Leben von Juden schon seit Jahrzehnten gerade in Israel wie nirgendwo sonst gefährdet.

(...) Es geht um die Fähigkeit, mittel- und langfristig ein Leben zu gewährleisten, das man als ein zivilgesellschaftlich akzeptables Leben ohne Angst, Misstrauen und ewigen Hass aufs geopolitische Umfeld, ohne Rassismus, keimenden Faschismus und entsprechend "notwendigen" Militarismus ansehen könnte.

In der gegenwärtigen historischen Phase erweist sich dies als ein Ding der Unmöglichkeit. Israel strebt den für eine solche Lebensrealität unabdingbaren Frieden nicht an, weil es diesen Frieden nicht will ...
Zum Artikel taz.de

Völlig verstört

Wenn palästinensische Kinder und Jugendliche in den Justizapparat des israelischen Militärs geraten. Ein Bericht aus dem Bezirk Nablus derFreitag

Während des Verhörs muss der Junge im Raum auf und ab gehen. Man steckt ihm eine Tränengas-
granate in den Hemdkragen
(...) Im Durchschnitt verhandelt die israelische Militärgerichtsbarkeit pro Jahr gegen 500 bis 700 palästinensische Kinder und Jugendliche. Mädchen sind – bis auf wenige Ausnahmen – nicht darunter. Sorge bereitet, dass häufiger auf Isolationshaft zurückgegriffen wird. Laut B’Tselem gäbe es erpresste Geständnisse. Die Kinder würden nicht nur mit der Faust, sondern auch mit Stöcken geschlagen.

(...) „Anders als wir Älteren kennen unsere Kinder die Israelis nur als Soldaten mit Schnellfeuergewehren oder als Verhörspezialisten, von denen sie geschlagen werden, als Gefängniswärter, die ihnen schlechtes Essen bringen, und als Siedler, die uns das Land wegnehmen. Wie sollen sie jemals Vertrauen in einen Frieden haben?“... Zum Artikel PDF

Gaza heute: wo bleibt die Aufbauhilfe?

Mehr Bilder: Washington Post

Nahostkonflikt, war das was?

R. Wildangel, taz.de

(...) Die derzeitige israelische Regierung setzt auf eine dauerhafte Beherrschung der besetzten Gebiete und sieht den Status quo als Dauerlösung. Dazu kommen wirtschaftliche Faktoren und eine nationalreligiöse Ideologie, welche das Westjordanland als unverhandelbares historisches Kernland jüdischer Siedlung ansieht... Zum Artikel auf taz.de

Hände weg von den Früchten der Apartheid! – Protestaktion vor der Fruit Logistica 2015

BDS Berlin rief auf zum Protest vor dem Haupteingang der Messe Fruit Logistica gegen die israelischen Exporteure von landwirtschaftlichen Produkten mehadrin, Arava und HADIKLAIM u.a., die vom Verkauf der Früchte der israelischen Apartheid profitieren und selbst direkt involviert sind in der Kolonialisierung palästinensischer Ländereien und Ressourcen. Zum Artikel auf bdsberlin.org

EU-Parlament annuliert den Besuch eines israelischen Generalmajors, der „Blut an den Händen“ hat

(...) Die portugisische Parlamentarierin Marisa Matias, von der European United Left–Nordic Green Left grouping wird folgendermaßen zitiert: "ihm (Yoav Mordechai) eine Plattform zu geben um einen Vortrag zu halten würde seine Verletzungen internationalen Rechts und Menschenrechtsverletzungen legitimieren".

Sie wies darauf hin: "Besser als Denjenigen, die für Unterdrückung und Apartheid stehen einen herzlichen Empfang zu bereiten, sollten die EU Institutionen Druck auf die israelische Regierung ausüben, sich an die Regeln internationalen Rechts und der UN-Resolutionen zu halten... Zum Artikel auf middleeastmonitor.com

Entlarvt den JNF: Keine Unterstützung für die ethnische Säuberung in Palästina!

Hauptreferent auf dem Israelkongress im Kursaal Bad Cannstatt ein mutmaßlicher Kriegsverbrecher

Die Geschichte des Jüdischen Nationalfonds (JNF) ist seit seiner Gründung verbunden mit der Vertreibung der einheimischen palästinensischen Bevölkerung. Wie die israelischen Historiker Benny Morris (The Birth of the Palestinian Refugee Problem, Cambridge, 2004), Ilan Pappe (Die ethnische Säuberung Palästinas, dt. Ausgabe 2007) sowie der Sozialwissenschaftler Uri Davis (The Jewish National Fund, 1988) materialreich belegt haben, drängten die führenden Persönlichkeiten des JNF wie der ehemalige Vorsitzende der Landabteilung Yosef Weitz auf den so genannten „Transfer“ der arabischen Bevölkerung außer Landes, um deren Land in die Hand zu bekommen und eine ausschließlich jüdische Bevölkerung zu erreichen. In My Diary, Bd. 2 schreibt Weitz beispielsweise: „Die einzige Lösung ist, die Araber von hier in Nachbarländer umzusiedeln. Kein einziges Dorf und kein einziger Stamm darf ausgelassen werden.“

Für eine ausführliche Dokumentation über den JNF, bitte hier klicken.

Die Parks und Wälder des JNF, der heute vorgibt, für ökologische Ziele zu arbeiten, haben meist die Funktion, die Überreste palästinensischer Dörfer zu verdecken, die der israelische Staat und der JNF zerstört haben, nachdem zionistische Milizen ihre Bewohner vertrieben hatten. So soll verhindert werden, dass die palästinensischen Flüchtlinge ihr Recht auf Rückkehr geltend machen.

Nach Angaben des englischen Independent stoppte Almog die Aussage eines Armeeange-
hörigen vor Gericht
...Mit dem Generalmajor der Reserve, Doron Almog, bringt der JNF einen der Hauptakteure des Prawer-Planes als Referent nach Stuttgart. Almog ist der Vorsitzende des Komitees für die Umsetzung des Prawer-Planes. Auch in früheren Jahren war sich Doron Almog für zweifelhafte Aufgaben nicht zu schade. Als Leiter des Southern Command hat Doron Almog im Jahr 2002 die Zerstörung von 59 Häusern von Palästinensern bei Rafah im Gazastreifen befohlen. Wegen dieser Verletzung der Genfer Konvention aus dem Jahr 1949 hatte ein englisches Gericht auf die Initiative der Rechtsanwälte Kate Maynard und Daniel Machover hin einen Haftbefehl gegen Almog ausgestellt. Bei seinem London-Besuch im Jahr 2005 entging Almog seiner Verhaftung nur, da er von der israelischen Botschaft gewarnt wurde und sein El Al-Flugzeug erst gar nicht verließ. Offenbar ging das britische Gericht damals von dem Verdacht aus, dass Almog an der Zerstörung von nicht militärisch verteidigten Häusern der Zivilbevölkerung in besetzten Gebieten beteiligt war und sich damit eines Kriegsverbrechens im Sinne von Art. 8 Abs.b des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs schuldig gemacht hatte. Almog riskierte es auch später nicht mehr, nach England zu reisen.

Darüber hinaus wird Doron Almog, der damals Kommandeur war, verdächtigt, die Ermittlungen zum Tod der US-amerikanischem ISM-Aktivistin Rachel Corrie (Bild) behindert zu haben. Rachel Corrie wurde im Jahr 2003 bei einer Aktion gegen die Zerstörung palästinensischer Häuser von einem Bulldozer überrollt. Nach Angaben des englischen Independent stoppte Almog die Aussage eines Armeeangehörigen vor Gericht...

Der vollständige offene Brief an den Zentralrat der Juden in Deutschland und den Vorstand der IRGW, sowie die Unterstützerliste: PDF

Zum Artikel "Rachel Corrie death: Activist’s family launch final bid to secure ‘justice’ from Israel over 2003 bulldozer death": The Independent

Zum Artikel "Warnung an Soldaten: Israel rüstet sich gegen Anklagen wegen Gaza-Krieg": spiegel.de

Zum Artikel "Israeli evades arrest at Heathrow over army war crime allegations": The Guardian

Zum Artikel "Terror police feared gun battle with Israeli general": The Guardian


Vereint gegen politischen Selbstmord

Chadash schwebt anstelle des jüdischen Staates Israel ein Staat für alle Bürger vor
Vier arabisch-antizionistische Parteien schließen vor der Parlamentswahl im März ein Bündnis. Es ist ein Bündnis von Pragmatikern, die ideologisch kaum unterschiedlicher sein könnten. Die vier arabisch-israelischen Parteien, die zusammen unter dem Namen „Die gemeinsame Liste“ zu der Parlamentswahl am 17. März antreten, eint im Grunde nur, dass sie arabische Parteien sind, genauer: antizionistische. Denn auf ihrer Liste für die Knessetwahl steht auch ein jüdischer Name. Der Abgeordnete Dov Chanin vertritt die linke Partei Chadash, die Demokratische Front für Frieden und Gleichberechtigung. Chadash schwebt anstelle des jüdischen Staates Israel ein Staat für alle Bürger vor... Zum vollständigen Artikel taz.de

Geldgeber brechen Versprechen für Gaza-Wiederaufbau

Auf einer Geberkonferenz wurden Millionenhilfen zugesagt, gezahlt hat kaum jemand. Die UN müssen Aufbauarbeiten im vom Krieg zerstörten Gazastreifen deshalb aussetzen.

Der Wiederaufbau des vom Krieg zerstörten Gazastreifens stockt: Das UN-Palästinenserhilfswerk (UNRWA) musste seine Wiederaufbauhilfe für Zehntausende Palästinenser vorerst einstellen, weil das Geld nicht mehr reicht, hieß es in einer Mitteilung. Von rund 720 Millionen Dollar (rund 650 Millionen Euro), die für die Reparatur der zerstörten Häuser und Mietzahlungen für den Übergang nötig wären, hat UNRWA demnach bisher nur 135 Millionen Dollar erhalten... Zum vollständigen Artikel zeit.de

Erinnerung an Shuja'iyya

Der palästinensische Künstler Eyad Sabbah hat Statuen aus Lehm und Fiberglas erschaffen und in Shuja'iyya im Gazasstreifen aufgestellt. Sie stellen Menschen dar, die vor der israelischen Bombardierung im Sommer 2014 fliehen.

Die Statuen stehen inmitten der Trümmer von Gebäuden, die während des 3-tägigen Bombardements zerstört wurden... Zum vollständigen Artikel

Siehe auch den Artikel Report details IDF 'double tap' bombings that hit first responders in Gaza Using human shields, attacking medical teams and hospitals, shooting at civilians waving white flags. A new report by Physicians for Human Rights authored by a team of international medical experts documents shocking testimonies of victims and presents new evidence from Operation Protective Edge in Gaza...

Forderung: Sofortiger Ausschluss des BAK Shalom aus dem Jugendverband Solid der Linkspartei

Aufruf: Durch die Angriffe des israelischen Militärs auf den Gazastreifen 2014 (Operation Protective Edge) sind über 2100 Palästinenser ermordet worden. Ein Drittel der Toten sind Frauen und Kinder. Während das israelische Militär in Gaza mordet ziehen in Tel Aviv Neonazis mit Israel Fahnen durch die Straßen und schreien: "Tod den Arabern! Tod den Linken!". Jüdische und arabische Antifaschisten, die sich in den Straßen Tel Aviv gegen die Neonazis stellen, werden verprügelt...

Doch auch in Deutschland gibt es ultra-zionistische Gruppen, die Morde an Zivilisten in Gaza rechtfertigen, dem israelischen Militarismus huldigen und gegen jüdische und deutsche Linke körperlich mit Gewalt vorgehen. Diese organisieren sich als "BAK Shalom" innerhalb des Jugendverbands Solid der Linkspartei. Seit Jahren kritisieren hunderte israelische Linke den BAK Shalom und seine Anhänger und fordern diese aus der Linkspartei auszuschließen...

Zum vollständigen Aufruf

Keine weiteren Toten durch Gaza-Blockade!

Pressemitteilung, Antette Groth, die Linke

„Die israelische Regierung muss nun endlich ihren Beitrag dazu leisten, dass die humanitäre Katastrophe der Bevölkerung von Gaza gelindert und die Materialien für den Wiederaufbau in den Gazastreifen gelassen werden,“ erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Annette Groth, anlässlich der bestürzenden Nachricht vom Tod dreier Menschen im Gazastreifen, die wegen des schweren Schneesturms umgekommen sind... Vollständige Pressemitteilung als PDF

Krieg in den Köpfen: Die Kinder des Gaza-Krieges

Muntasser überlebte den israelischen Beschuss des Sandstrands von Gaza. Doch er musste miterleben, wie sein jüngerer Bruder und drei Cousins starben. Sechs Monate später lastet der Albtraum des vergangenen Sommers weiter auf dem Elfjährigen... focus.de


Hier ein Rückblick zu vorherigen Artikeln von unserer Homeseite.
Rückblick zu Artikeln von 2014
Rückblick zu Artikeln von 2013
Rückblick zu Artikeln von 2012
Rückblick zu Artikeln von 2011
Rückblick zu Artikeln von 2010


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