Palastinakomitee-Stuttgart
Impressum
Website durchsuchen
Palästinakomitee Stuttgart Infoblatt Besuchen Sie unsere Facebookseite! Projekt Atelier Gaza Israeli Practices towards the Palestinian
People and the Question of Apartheid Nakba Files Offener Brief zum Wald der deutschen Länder' Der Jüdische Nationalfonds 'Die erlösende Hand der jüdischen Heimat?' Stuttgarter Konferenz Cafe palestine Freiburg Stuttgarter Konferenz
The
Atlas of Palestine - by Dr. Salman Abu Sitta Palestinian Prisoners Solidarity Network Amnesty Inretnational Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost The Irland Palestine Alliance Palestinian Animal Leaugue Boycott Desinvestition Sanktionen Institute of Palestine Studies Palestine Solidarity Campaign machsomwatch De-Colonizer defence_for_children Zentrum für Menschenrechte Al Mezan Palestine Museum of Natural History Waffen vom Bodensee nach Israel Breaking the silence Palästina vor der Nakba BDS South Africa Wer profitiert von der Besatzung Der Semit
Badil Exeter University Social Sciences ICAHD Adalah BDS: Boykott, Disinvestion und Sanktionen pchr Nakba Russell Tribunal zu Gaza_2014 zochrot ijan sleepless in Gaza It IS Apartheid Amnesty Internationa berichtet über Wassernöte in Palästina Palestine Book Award Palastina Reiseführer Handel-EU Siedlungen Boykott israelische Produkte! Stop the Wall Jenin-Jenin Frauennetzwerk-Nahost \if Americans Knew Made in Palestine
NEU UND LESENSWERT
Gründe für den kulturellen Boykott Israels bds.kampagne.de, Ilan Pappé, 12.09.17
Die Hamas will mit der Fatah sprechen Ulrich Schmid, NZZ, 17.09.2017
Blogwarte Abi Melzer, der-semit.de, 26.08.17
EU removes video featuring Israeli genocide advocate Ali Abunimah, 04.08.17, electronicintifada.net
Gaza: Ist das ein Leben? Anne Paq, arte.tv
Ghassan Kanafanis Widerstand palaestina-portal.eu, 09.07.17
Media Release to oppose PM Modi's Visit to Israel All India Peace and Solidarity Organisation, 03.07.17
Wenn Kritik zum Tabu wird... Norman Paech, 30.06.17
Israel boycott restrictions thrown out by UK’s High Court Asa Winstanley, electronicintifada.net, 22.06.17
Drittklassiger Dokumentarfilm über Antisemitismus Moritz Neumeier, Kabarettist [video] 20.06.2017
Israel’s occupation was a plan fulfilled Ilan Pappé, electronicintifada.net, 06.06.17
"Die Besatzung ist völkerrechtswidrig" Interview mit Annette Groth, 31.05.17
Gefeierte Annexion Danijel Majic, Frankfurter Rundschau
Trump in Betlehem Sheren Khalel, mondoweiss.net, 23.05.17
Der stinkende Löwe von Juda Abi Melzer, der-semit.de, 18.05.17
Gefangene im Massen-Hungerstreik Arnold Hottinger, journal21.ch, 18.04.17
Why We Are on Hunger Strike in Israel’s Prisons Marwan Barghouti, The New York Times, 16.04.17
Meinungsfreiheit Abi Melzer, 23.04.17
Swiss lawmakers roll back anti-BDS law electronicintifada.net, 14.04.17
Sonderausgabe Palästina-Info April 2017: Gaza? Gaza! Palästina Solidarität Region Basel
Israeli army 'among world's child rights violators' Nigel Wilson, aljazeera.com, 06.04.17
UN agency labels Israel ‘apartheid regime’... Allison Deger, mondoweiss.net, 15.03.17
Nazivergleiche verbieten sich Daniel Bax, taz.de, 16.03.17
Eine „Anti-Israel-Konferenz“? Abi Melzer, der-semit.de, 15.03.17
Die Ausladung von Farid Esack war ein Fehler Norbert Hackbusch DIE LINKE 04.03.2017
Elor Azarias 'normativer' Support für den Genozid Jonathan Ofir, palaestina-portal.eu 02.03.2017
Zoff als britische Unis verbieten pro-Palästina Events Sally Weale, The Guardian [en] 27.02.2017
Elor Azaria verdict: 'No justice for Palestinians' Jonathan Cook, aljazeera.com, 21.02.17
Open Letter to the University of Vienna openlettervienna.wordpress.com, 14.02.17
Palestinians call for boycott of Hyundai Ali Abunimah, electronicintifada.net, 07.02.17
Dareen Tatour: ein Missverständnis? Steffi Unsleber, taz, 21.01.17
Hexenjagd an der Freien Universität Berlin juedische-stimme.de, 18.01.17
Paris Peace Conference – a Charade der-semit.de, 16.01.17
Reparations and the Nakba imemc.org, 10.12.16
Übersicht der BDS-Erfolge 2016 bds-kampagne.de, 07.12.2016
Ein „berüchtigter Antisemit“ Abi Melzer, der-semit.de, 07.12.2016
G4S Sicherheitskonzern gibt das Geschäft in Israel auf N. Friedman, Electronic Intifada [en] 04.12.2016
Israels Wasserraub in Palästina Ludwig Watzal, 22.11.16
Protestaktion gegen Hewlett Packard (HP) bds-kampagne.de, 20.11.16
Freiheit für Salah al-Khawaja der-semit.de, 18.11.16
Der 4D-Effekt Rolf Verleger, der-semit.de, 01.11.16
EU anerkennt das Recht auf BDS bds-info.ch, 01.11.16
Why I left the cult Avigail Abarbanel, mondoweiss.net, 08.10.16
Statement from Members of European Parliament freedomflotilla.org, 06.10.16
Israel kapert Solidaritätsschiff redglobe.de, 05.10.16
Shimon Peres from the perspective of his victims Ilan Pappé, electronicintifada.net, 28.09.16
“Hass-Fabrik” HAWK? Abi Melzer, der-semit.de, 16.09.16
„Das ist doch kein Terrorangriff!“ Rolf Verleger, taz, 10.09.16
Kant und Marx am Checkpoint Adania Shibli, zeit.de, 14.09.16
Und dann kamen die Bulldozer M. Schwaben, sueddeutsche.de, 13.09.16
Rechter Rapper als Lichtgestalt sueddeutsche.de, 09.08.16
Dareen Tatour Returned… To Prison! freehaifa.wordpress.com, 25.07.16
Bittere Jahrestage jungewelt.de, 11.07.16
Israeli Police Abusing Detained Children Human Rights Watch, 11.04.2016
„Kleine Zusammenstöße“ unsere-zeit.de, Rüdiger Göbel, 08.04.2016
Die Angriffe gegen BDS ein Beweis für unseren Erfolg Ilan Pappé, Zochrot [video, en] 12.04.2016
The duty to support the BDS movement Nurit Peled-Elhanan, alicewalkersgarden.com
The Nazi Who Became a Mossad Hitman Tony Greenstein, 28.03.2016
Kampf der Kulturen in Israel monde-diplomatique.de, spiegel.de, 14.03.16
Das Recht auf Boykott ist nicht verhandelbar Amjad Iraqi, palaestina-portal.eu, 02.03.16
Palästinenser in Israel wohl misshandelt handelsblatt.com, 24.02.2016
Israeli fury at unofficial ads on London Underground electronicintifada.net, 22.02.2016
An meine israelischen Brüder: Wir können das stoppen Jonathan Ofir, palaestina-portal.eu, 08.02.16
Frankreich lehnt israelische Drohnen ab Ali Abunimah, The Electronic Intifada [en] 05.02.2016
Netanyahu-Regierung im Kolonisierungswahn Ludwig Watzal, der-semit.de
Alan Rickman’s Gaza play censored 15.01.16, Abraham Greenhouse
Major US church divests from Israeli banks Ali Abunimah, electronicintifada.net
Welcome to Israel’s version of apartheid" 12.01.2016, jonathan-cook.net
Wacht auf, arabische Bürger von Israel! 10.01.2016, Gideon Lev, der-semit.de
Hasbara - Fakten und Mythen Ramsis Kilani", Gruppe42
“Warum ich verweigere” 10.01.2016, der-semit.de

LOADING

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und die Rechte der Palästinenser*innen

17. September 2017

Stellungnahme der Redaktion www.bds-kampagne.de zu den Anmerkungen des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller zur BDS-Kampagne

In einem Gespräch mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland am 6. September 2017 erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller „BDS steht mit antisemitischen Schildern vor jüdischen Geschäften. Das sind unerträgliche Methoden aus der Nazizeit.“

Noch vor einigen Jahren galt der Vergleich heutiger politischer Aktionen mit den Gräueltaten des deutschen Faschismus als Verharmlosung. Das soll dem Regierenden Bürgermeister hier nicht unterstellt werden.

Zum vollständigen Stellungnahme

Unterschreiben Sie: Kein Diskussionsverbot für israelkritische Positionen in Frankfurt/Main!

Veröffentlicht am 10. September 2017

Unterschreiben Sie direkt unten unseren offenen KoPI-Brief an die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt/Main!

Unterschreiben Sie hier

Amira Hass fordert „schmerzhafte Sanktionen“ der Europäer gegen Israel

Amira Hass, der-semit.de, 15.09.17

Holland, Belgien und Frankreich: Es genügt nicht, nur mit Worten die israelische Zerstörungspolitik zu verurteilen, mit euren Steuergeldern finanzierte Einrichtungen und Gebäude wurden zerstört. Dass ihr darüber verärgert seid, ist gut, aber das Tempo, in dem eure Wut darüber steigt, bleibt weit zurück hinter dem rasanten und gefährlichen Tempo der Bulldozer der Zivilverwaltung in der Westbank und der Verteidigungskräfte der Siedlungen.

Die Verurteilungen werden als Nebensache ohne Dringlichkeit angesehen. Ihr müsst konkrete Maßnahmen ergreifen. Ja, offene und erklärte Sanktionen, die verschärft werden könnten. Schmerzhafte Sanktionen. Dies könnte die letzte Chance sein, den Durchschnitts-Israeli, darunter Geschäftsleute, Touristen, Richter, Wissenschaftler, Farmer und ausländische Fußballkonsumenten aus ihrer Gleichgültigkeit und verbrecherischen Selbstgefälligkeit loszulösen.

Hört auf, euch vor der israelischen emotionalen Erpressung zu fürchten. Israel tauscht die Erinnerung an unsere in Europa ermordeten Familien ein, um die Vertreibung der Palästinenser aus dem größten Teil des Westbank-Gebietes in Enklaven der Palästinensischen Autorität zu beschleunigen...

Zum vollständigen Artikel

Brief an Martin Schulz

juedische-stimme.de, 14.09.17

Hiermit dokumentieren wir den Brief unseres Mitglieds Ruth Fruchtman an den SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz, der sich letzten Sonntag pauschalisierend gegen Palästinenser_innen in Deutschland geäußert hatte.

Sehr geehrter Herr Schulz,

letzten Sonntag machten Sie während Ihres TV-Duells mit der Bundeskanzlerin die folgende Erklärung: „Es gibt zum Beispiel junge Palästinenser, Männer, die zu uns kommen, die mit einem tief verwurzelten Antisemitismus erzogen worden sind, denen muss man in klaren Sätzen sagen: ‚In diesem Land hast Du nur dann einen Platz, wenn Du akzeptierst, dass Deutschland ein Land ist, das Israel schützt, dass das unsere Staatsräson ist.‘“

Zum vollständigen Artikel

„Das ist eine überspannte Reaktion“

taz.de, 06.09.17

Die Aktivistin Sophia Deeg über die Versuche, die Israel-Boykottbewegung BDS in Deutschland zu verbieten, deren Ziele sowie den Vorwurf des Antisemitismus.

taz: Frau Deeg, die Stadt Frankfurt will Ihre Israel-Boykottbewegung ächten: Wer für die „Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen“-Kampagne (BDS) eintritt, soll in der Stadt keinen Raum mehr erhalten. München könnte folgen. Was sagen Sie dazu?

Sophia Deeg: Das ist eine überspannte Reaktion. Was München angeht, so gibt es dort fast keine BDS-Aktivitäten. Aber der Beschluss bedeutet, dass Prominente wie Judith Butler, Roger Waters, Brian Eno oder Naomi Klein dort nicht auftreten können – zumindest nicht in von der Stadt geförderten Veranstaltungsorten. Ich weiß nicht, ob sich die Verantwortlichen der Tragweite ihrer Entscheidung bewusst sind. Und ich weiß nicht, ob diese Einschränkung der Meinungsfreiheit vor Gericht bestand hätte, wenn jemand klagt. In England haben britische Gerichte schon vergleichbare Beschlüsse gekippt. Und auf EU-Ebene wurde ebenfalls das Recht bestätigt, sich für die Kampagne einzusetzen...

Zum vollständigen Artikel

Scheinheilige Freunde der Juden

taz.de, 04.09.17

Unser Autor ist Jude, lebt in Deutschland. Er weiß, welche Kräfte im Land Antisemitismus befördern und Hass gegen Minderheiten schüren.

Meine Großeltern waren Häftlinge in den KZs in Auschwitz und Dachau. Deutschland hat fast alle ihre Verwandten vernichtet. Als sie nach der Befreiung in ihre Heimatstadt in Südungarn zurückkehrten, mussten sie erfahren, dass alles, was sie früher besaßen, geplündert wurde. Sie erhielten von der Bundesrepublik als Entschädigung für ihr Leiden 2.000 D-Mark pro Kopf. Der jugoslawische Zweig meiner Familie leistete Widerstand und schloss sich der Partisanenarmee Titos an. Sie kämpften mit anderen Juden aus der Region gegen die deutsche Besatzungsmacht auf dem Balkan. Zwei Generationen später lebe und arbeite ich in Berlin, in der Stadt, in der vor knapp 70 Jahren der Völkermord an den europäischen Juden und an meinen Vorfahren in Ungarn geplant wurde. In der Stadt, in der die Massaker an den jugoslawischen Zivilisten genehmigt wurden.

Die „Alternative für Deutschland“ inszeniert sich zwar oft als Freundin der Juden, es gibt aber zahlreiche Belege für ihre Scheinheiligkeit dabei: Sie posiert als Beschützer der Juden gegen den Antisemitismus der Muslime, um antimuslimisches Kapital rauszuschlagen – dabei verbreiten viele ihrer Politiker selbst antisemitische Verschwörungstheorien. Sie leistet im Europäischen Parlament Lobbyarbeit für die Siedlerbewegung im Westjordanland – aber nur, weil sie die diskriminierenden Maßnahmen der rechten Siedler als Blaupause für den Umgang mit den deutschen Muslimen umsetzen wollen...

Zum vollständigen Artikel

Verteidigungsministerium hält an Beschaffung von Kampfdrohnen fest

Matthias Monroy, netzpolitik.org, 22.08.17

Die Bundeswehr will bewaffungsfähige Drohnen aus Israel beschaffen, die SPD ließ den Deal zunächst platzen...

Zum vollständigen Artikel

Jüdische Kritik am Zionismus

Matthias Bertsch, deutschlandfunk.de

(...) Judith Butler macht auf der Rückseite ihres Buches "Am Scheideweg. Judentum und die Kritik am Zionismus" deutlich, worum es ihr geht: um eine Fundamentalkritik Israels beziehungsweise dessen Abschaffung als eines jüdischen Staates. Es ist wichtig, das zu betonen, denn anders, als andere Kritiker Israels hält sie eine Trennung zwischen Israel in den Grenzen von 1967 und dem Westjordanland, in dem Israel als Besatzungsmacht fungiert, für falsch. Es gehe nicht um die Besatzung allein...

Zum vollständigen Artikel

Administrationshaft arabischer „Bürger Israels“ weitet sich aus

freehaifa.wordpress.com, 08.08.17

Administrationshaft ist ein verwirrendes Phänomen, da es unserer grundlegenden Auffassung von Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit widerspricht.

Heute, Montag 7. August 2017, hatten wir wieder eine beispielhafte Runde dieses seltsamen Prozesses, im Amtsgericht von Haifa. Die Familien der Gefangenen, versammelten sich, zusammen mit den Führern der arabischen Einwohner und demokratischer Aktivisten, vor den verschlossenen Türen des Gerichtssaals von Richter Yizhak Cohen, dem stellvertretenden Gerichtspräsidenten, der die Administrationshaft von drei Jugendlichen aus dem Dreiecksgebiet „überprüfte“.

Als die Anwälte aus dem geschlossenen Gerichtssaal kamen, versammelten sich alle um sie, aber es war schwierig den Prozess zu verstehen... Wurden sie zu sechs Monaten verurteilt? Nein, sie wurden überhaupt nicht verurteilt. Sie waren am 23. Juli, für einen Zeitraum von sechs Monaten verhaftet worden, auf Befehl des israelischen Kriegsministers Avigdor Liberman. Der Richter überprüfte nur die Administrationsbefehle und bestätigte ihre Gültigkeit nach israelischem Gesetz, unter dem eine solch ungesetzliche Haft möglich ist...

Zum vollständigenArtikel (PDF)

Reuven Moskovic ist tot

Reuven Moskovic
Reuven Moskovic

Reuven Moskovic, langjähriger Friedensaktivist wurde 2003 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

Ein Holocaustüberlebender, hat er sich immer bemüht, Versöhnung zwischen Deutschen und Juden zu fördern, und war oft zum diesem Zweck in Deutschland unterwegs. Bekannt wurde er auch für seine zunehmende kritische Analyse der israelischen Politik und die wachsenden faschistischen Tendenzen in der Gesellschaft.

Sein Charme, seine lustige Harmonica Performances und seine unvergessliche, strahlende Menschenliebe werden wir sehr vermissen. Lang lebe sein Geist als Vorbild.

Zu einem Interview (2016) mit derm Bayrischem Rundfunk

Verfechter von "Tod den Arabern" ist Frontmann der EU in israelischer PR-Kampagne

Jonathan Ofir, palaestina-portal.eu, 04.08.17

Avishai Ivri, Befürworter von Genozid an den Palästinensern

Die Europäische Union hat letzte Woche eine Videokampagne gestartet, um sich selbst ein positiveres Image zu geben (auf der Facebookseite der EU- Botschaft in Israel) – und wer wäre besser als Experte einzusetzen, als jemand, der einen Genozid an den Palästinensern befürwortet?

Electronic Intifada hat gestern davon berichtet und mit dem Video verlinkt, aber gerade, als der Artikel heute vormittag fertiggestellt war, wurde das Video (von der Webseite) genommen. [...]

Das Video zeigt viele Verbindungen zwischen der EU und Israel, wie Tourismus, Export und Import, Kooperation im Bereich der Technologie- und Rüstungsindustrie und wird von Avishai Ivri präsentiert...

Zum vollständigen Artikel

Ein hochrangiger israelischer Minister warnt die Palästinenser vor einer „Dritten Nakba“

Michael Schaeffer Omer-Man, 972mag.com, 24.07.17

Ein hochrangiger Minister innerhalb der israelischen Regierung und eine enger Verbündeter von Premierminister Netanyahu warnte die Palästinenser am Wochenende vor einer Massenvertreibung und ethnischen Säuberung falls die jetztige Gewalt nicht beendet würde.

Erinnert Euch an 1948 und an 1967 schrieb der Minister für regionale Kooperation Tzachi Hanegbi in einem Statement auf Facebook am Samstag, als Antwort auf die Tötung dreier Israelis in der Westbank-Siedlung Halamish in der Nacht zuvor. So beginnt eine Nakba...

Zum vollständigen Artikel (engl.)

"Das könnte eskalieren"

Bettina Marx im Gespräch mit Peter Kapern, deutschlandfunk.de, 22.07.17

Könnte der Streit um den Tempelberg eine dritte Palästinenser-Revolte lostreten? Ja, sagte Bettina Marx von der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah im Dlf. Außer Zeitungen und der Tempelberg-Aufsicht deeskaliere "eigentlich niemand". Die Palästinenser hätten Sorge, Metalldetektoren könnten nur der Anfang sein...

Zum vollständigen Artikel

Protestkundgebung in Stuttgart am 22. Juli 2017

Die Situation in Jerusalem ist extrem angespannt, kein Wunder, denn der israelische Staat versucht mit allen MItteln, PalästinenserInnen aus der Staat zu vertreiben und auch jedes Merkmal der palästinensischen Kultur in der Stadt verschwinden zu lassen. Doch Jerusalem hat kulturell und historisch viel Bedeutung und Gewicht. Wer die religiöse und kulturelle Vielfalt dieser Stadt stört, muss mit Protest und Gegenwehr rechnen. Die jüngsten verschärften Maßnahmen der israelischen Regierung sind ein Tropfen auf den schon längst überhitzten Stein, sie stoßen nicht nur im Land, sondern auch international auf Protest, das gilt auch für Stuttgart. Bei der kurzfristig organisierten Kundebung in Stuttgart am Samstag, 22. Juli, im Zentrum der Stadt kamen nach Angaben der Polizei 250 Leute zusammen.

Drei Tote und 400 Verletzte in Jerusalem

spiegel.de, 21.07.17

Seit Tagen protestieren Palästinenser in und rund um die Altstadt von Jerusalem gegen Israel. Bei den neuerlichen gewaltsamen Demonstrationen sind am Freitag drei Palästinenser getötet und rund 400 verletzt worden. Der Grund für die blutigen Ausschreitungen: Nach einem tödlichen Angriff auf zwei israelische Polizisten am Tempelberg in der vergangenen Woche haben die Behörden die Zugänge zu dem Areal mit Metalldetektoren versehen und den Zugang nur Frauen erlaubt sowie Männern, die mindestens 50 Jahre alt sind...

Vollständiger Artikel: spiegel.de

Zur Erinnerung:
200 europäische Rechtsgelehrte bekräftigen das Recht auf BDS

15.12.2016

Kurz vor dem Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember haben rund 200 Rechtsgelehrte aus 15 europäischen Ländern, inklusive der Schweiz, eine Erklärung verabschiedet, die sich für die Rechte der PalästinenserInnen einsetzt und die Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit für PalästinenserInnen fordernde Bewegung für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) als rechtmässige Ausübung der Meinungsfreiheit anerkennt.

(...) Staaten und Organisationen, die BDS als rechtmäßige Ausübung der Meinungsfreiheit sehen, verhalten sich korrekt. Dabei geht es nicht darum, ob jemand die Ziele oder Methoden von BDS billigt. Die Frage ist, ob, um Israel zu schützen, eine Ausnahme im Hinblick auf die Meinungsfreiheit gemacht werden soll, die einen zentralen und entscheidenden Platz unter den grundlegenden Menschenrechten einnimmt. Staaten, die BDS verbieten, untergraben das grundlegende Menschenrecht auf Meinungsfreiheit und bedrohen die Glaubwürdigkeit der Menschenrechte, indem sie ein spezifisches Land davor in Schutz nehmen, durch friedliche Massnahmen auf die Einhaltung des Völkerrechts behaftet zu werden..

Vollständiger Artikel:
200 europäische Rechtsgelehrte bekräftigen das Recht auf BDS

Von Jerusalem bis München: Der Vormarsch der Hetzer

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.

Als im vergangenen Juni die Welt der 50 Jahre militärischer Besatzung palästinensischer Gebiete durch Israel gedachte und dagegen protestierte, entschied sich eine sehr kleine Anzahl von Städten dafür, stattdessen Krieg und Besatzung zu feiern. Besonders tat sich wieder Jerusalem hervor, wo alljährlich Rechte demonstrieren, um die Annexion Ostjerusalems zu feiern und dabei islamophobe Slogans zu brüllen und die dort lebenden Palästinenser*innen lebensbedrohlich zu attackieren.

Dieses Jahr hat sich München diesen Feiern angeschlossen, und der Bürgermeister machte unmissverständlich klar, dass seine Stadtverwaltung für Krieg und Besatzung steht. Die Botschaft wurde von einigen CSU- und SPD-Stadträten aufgegriffen, denen es darum geht, einmal mehr die israelische Politik zu kopieren, indem sie die BDS-Bewegung mit einem Bann belegen – also die Bewegung für Boykott, Desinvestition und Sanktionen gegen den Staat Israel...

Vollständiger Artikel: juedische-stimme.de

Die Integrität der Christenheit steht auf dem Spiel erklären die Reformierten Kirchen

marthiemombergblog.com

Die Unterdrückung der Palästinenser zu unterstützen stehe dem Verständis von Gerechtigkeit des Christemtums entgegen. In einer mutigen Abstimmung für deutliche Taten hat die Generalversammlung der Weltgemeinschaft der Reformierten Kirchen (WCRC World Communion of Reformed Churches) klargestellt, dass eine solche Theologie gegen das Herz der Bibel sei.


Rev. Dr. Mitri Raheb aus Betlehem im besetzten Palästina

Die Vertretung von über 80 Millionen Christen, die Generalversammlung der Weltgemeinschaft der Reformierten Kirchen, wurde vom 29. Juni bis zum 7. Juli, in Leipzig abgehalten. Der Rat verabschiedete eine Resolution tatkräftiger Solidarität und nicht nur Worte der Unterstützung.

Obwohl noch immer viele Christen auf der ganzen Welt Israels Lügen glauben und/oder zionistische Dogmatik hochhalten, wendet sich das Blatt. Der Rat des WCRC hat einstimmig festgestellt, dass "die Integrität christlichen Glaubens und Praxis auf dem Spiel steht", seit der christliche Glaube dazu benutzt wurde die Unterdrückung der Palästinenser zu rechtfertigen.

(...) Die Generalversammlung hat ihre 230 Mitgliedskirchen in 109 Ländern dazu aufgefordert ihre Mission, Bildungssystem und Investitionen in Israel zu untersuchen und unter den Mitgliedern Informationsmaterial über die palästinensische Situation zu verbreiten. Sie fordern dazu auf Delegationen in die Region zu schicken und Zeugen der Unterdrückung der Gemeinschaft in Israel und Palästina zu werden...

Vollständiger Artikel: marthiemombergblog.com (engl.)

Streit um Israel-Kritik: Fragwürdige Vorzensur

16.07.17, Hans Krieger, Süddeutsche Zeitung

SPD und CSU gehen zu weit: Da möchte man gerne wissen, ob die Rathauskoalition von SPD und CSU die im November 2015 von der EU-Kommission beschlossene Kennzeichnungspflicht Israels von Produkten aus israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten, wie die israelische Regierung, als "versteckten Antisemitismus" ansieht...

Vollständiger Artikel: sueddeutsche.de

Sommerfestival der Kulturen in Stuttgart 2017

Auch in diesem Jahr haben wir uns mit einem Falafelstand und einem Büchertisch wieder am Sommerfestival der Kulturen in Stuttgart beteiligt. Interesante Gespräche gab es am Büchertisch immer wieder. Ein syrischer Flüchtling der aus Aleppo stammt meinte, dass seine Großeltern ihm erzählt hatten, dass man mit den jüdischen Mitbürgern Aleppos frührer ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis hatte und die Leute traurig waren als viele nach der Staatsgründung Israels dortin gegangen wären...

Israel gegen die Vereinten Nationen: die Doktrin der Nikki Haley

21.06.17, Ramzy Baroud>

Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen Nikki Haley, scheint sich nur für eine einzige Sache einzusetzen: Israel.

Wenn Haley über Israel redet, ist ihre Sprache nicht bloß emotional oder auf die Notwendigkeiten der Situation zugeschnitten: Eher sind ihre Worte resolut, gleichbleibend fest und an einem offensichtlichen Handlungsplan angepasst.

Gemeinsam mit Haley versucht die rechtsgerichtete Regierung von Benjamin Netanyahu rasch die einzigartige Gelegenheit zu nutzen, um die UNO und jede Kritik an der israelischen Besatzung zu ignorieren.

Anders als frühere Botschafter bei der UNO, die fest hinter Israel standen, enthält sich Haley jeder Sprachregelung und und jedes noch so kleinen Versuchs unparteisch zu erscheinen...

Vollständiger Artikel: palaestina-portal.eu

FU Berlin spricht Dozentin von Antisemitismus-Vorwürfen frei

07. Juli, 2017, KLASSENGEGENKLASSE

Die durch Antisemitismus-Vorwürfe gegen eine Lehrbeauftragte der FU Berlin ausgelöste Debatte um Israelkritik und Antisemitismus am Otto-Suhr-Institut wurde am Montag mit einer weiteren Podiumsdiskussion fortgeführt. Dabei zeigte sich, dass die Vorwürfe gegen die Politikwissenschaftlerin Eleonora Roldán Mendívil haltlos sind und nur ein Vorwand waren, um gegen linke Positionen an der Universität vorzugehen. [...]

Im Rahmen des Vorwurfs von deutschnationaler Seite, der vom OSI zuerst einfach so übernommen wurde, gab es inzwischen ein Gutachten, ob nun die Positionen und Aussagen von Roldán Mendívil antisemitisch seien oder nicht. Ein perfider Vorgang, der auch vom Leiter des OSI, Bernd Ladwig, unterstützt wurde und geradezu zu einem Tribunal führte.

Beauftragt mit dem Gutachten wurde der Historiker Wolfgang Benz, der sich durch antikommunistische Positionen auszeichnete. Ein einmaliger Vorgang, da vorher noch nie irgendein Gutachten beauftragt wurde – zumal die Studierenden im Mendívils Seminar „Rassismus im Kapitalismus“ niemals von irgendwelchen antisemitischen Äußerungen seitens ihrer hörten.

Umso blamabler für Ladwig, dass nun sogar jenes Gutachten bescheinigt, dass Mendívil keine antisemitischen Positionen vertritt und dass dies von Hajo Funke explizit erwähnt wurde. Auch Ladwig musste das anerkennen, beharrte aber aus angeblich rechtlichen Gründen darauf, dass dieses Gutachten nicht veröffentlicht wird. Auch wir kennen dieses Gutachten nicht und der Dozentin lag dies auch nur zur Einsicht vor. Mensch fragt sich, warum ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde, wenn es doch aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden sollte…

Mehr von KLASSENGEGENKLASSE.

Stellungnahme: Feiern zu 120 Jahre Zionistenkongress

03.07.17, bds-info.ch

Wie den Medien zu entnehmen war, beabsichtigte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu, diesen Sommer in Basel den 120. Jahrestag des ersten Zionistenkongresses zu feiern. Nach einer Zeit der Unklarheit über den Anlass hat die Basler Regierung in einer Medienmitteilung (16.6.2017) bekannt gegeben, dass die Feierlichkeiten Ende August aus organisatorischen Gründen (Sicherheit) nicht stattfinden können, die Basler Behörden aber für einen späteren Zeitpunkt zur Zusammenarbeit mit den Veranstaltern bereit wären.

Als Personen und Organisationen, die sich für die Durchsetzung der fundamentalen Grundrechte aller Menschen und namentlich der Palästinenser_innen einsetzen, fordern wir die verantwortlichen politischen Instanzen auf, keinerlei politische und logistische Unterstützung für die Durchführung solcher Feierlichkeiten zu leisten, egal wann diese stattfinden...

Zur Stellungnahme

Einschränkungen des Rechts auf Boykott vom Obersten Gericht Großbritanniens verworfen

22.06.17, Asa Winstanley, electronicintifada.net

AktivistInnen vor dem Gerichtsgebäude, mit Bannern auf denen unter anderem „Verteidigt das Recht zu boykottieren“ steht

Das Oberste Gericht in London urteilte am Donnerstag, dass die konservative Regierung ungesetzlich gehandelt hatte, als sie versuchte Gemeinderäte in Großbritannien daran zu hindern ihr Kapital aus Firmen, die in Israels Militärbesatzung involviert sind, abzuziehen.

Die erfolgreiche gerichtliche Anfechtung für das Recht auf Boykott, wurde im März von der Palestine Solidarity Campaign initiiert und von der Kampagne War on Want und den Quäkern unterstützt, die sich gegen Rüstungshandel engagieren...

Zum vollständigen Artikel

Bundeswehr ohne Drohnen

Christoph Hickmann

Drohnen ja, aber nur unbewaffnet: Die SPD blockiert ein zentrales Rüstungsprojekt von der Leyens.

Heron-Drohne über Gaza, 2014 und was solche Drohnen verursachen
Heron-Drohne über Gaza, 2014 und die Folgen der Anwendung solcher Drohnen

Im Streit über die Ausrüstung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen setzen die Sozialdemokraten Ursula von der Leyen (CDU) unter Druck. Die Ver­teidigungs­ministerin versuche, "Kampf­drohnen durch die Hintertür zu be­schaffen", sagte SPD-Fraktions­chef Thomas Opper­mann der der Süd­deutschen Zeitung. Dies sei "absolut unange­messen", sagte er. "Wir erwarten, dass sie dem Bundestag zügig einen ver­änderten Vertrag vorlegt, der die Nutzung des Modells Heron TP als Aufklärungs­drohne ermöglicht, aber keine darüber hinaus­gehenden Kom­ponenten enthält." Andernfalls werde die SPD der entsprechenden Beschaffungsvorlage im Haushalts­ausschuss nicht zu­stimmen.

Damit ist fraglich, ob eines der zentralen Rüstungs­vorhaben von der Leyens noch in dieser Legislatur­periode auf den Weg gebracht werden kann – schließlich kommt der Bundestag in der nächsten Woche zur letzten regulär­en Sitzungs­woche zusammen. Ursprüng­lich hatte der Vertrag über das Leasing mehrerer israelischer Drohnen des Typs Heron TP bereits Anfang des Jahres unterzeichnet werden sollen. Parallel zum politischen Streit ist auch die rechtliche Auseinandersetzung mit dem US-Konkurrenzunternehmen General Atomics noch nicht beendet.

Zum vollständigen Artikel in der Süddeutsche Zeitung

Jüdische Antifaschistische Aktion – Manifest

Eine neue Kraft unter den Linken die gegen Israels kolonialistische Politik, Besatzung und Enteignung der PalästinenserInnen klare Worte spricht

”Wir sind solidarisch mit all jenen, die über die Jahre hinweg unter diesem verzerrten Hybridgebilde innerhalb der deutschen Linken gelitten haben; ein Hybridgebilde, das ein Resultat der langen und oft düsteren Geschichte des „Reiches“ ist. Wir beanspruchen, für uns selbst unsere Identität und Politik zu definieren.

”Wir sind solidarisch mit den Millionen Palästinenser_innen in der West Bank, im Gazastreifen und innerhalb der Grenzen des 1948 entstandenen Staates, sowie mit den Millionen palästinensischen Geflüchteten auf der ganzen Welt, deren Schicksal der pro-zionistischen Linken in Deutschland gleichgültig scheint.

Der palästinensische Kampf für Befreiung, Freiheit und Gerechtigkeit sollte weltweit, und speziell in Deutschland, im Zentrum linker Debatten stehen. Als Produkte einer gewaltsamen und tragischen Geschichte, die uns an das Land Deutschland und an das Land Palästina bindet, sagen wir: Es reicht. Wir erklären, dass die De-Kolonialisierung Palästinas unsere eigene De-Kolonialisierung ist – um es in den Worten unserer Partner_innen von „If Not Now“ auszudrücken: Die Jüd_innen werden erst frei sein, wenn die Palästinenser_innen frei sind“.

Lesen Sie hier das volle Manifest. Es lohnt sich.

Un-Demokraten beim Protest gegen die Kopi-Konferenz in Frankfurt

Bilder einer sich selbst diskreditierenden Gruppe, die unter einem Banner mit der Parole "Palästina halt's Maul" gegen die KOPI-Konferenz am 09.06.2017 in Frankfurt protestierte. An einem Dialog über die Kolonisierung Palästinas und die Rechte der PalästinenserInnen sind diese Leute nicht interessiert, Argumente haben sie offensichtlich keine.
Rechts: Der Grüne Abgeordnete Volker Beck war auch dabei, hier im Gespräch mit Stafan Stavski von der Israellobby-Gruppe Honestly Concerned

Eine sehr vielfätige Veranstaltung mit hochkarätigen Rednern — 50 Jahre israelische Besatzung: Unsere Verantwortung für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts — fand Freitag und Samstag im Frankfurter Ökohaus statt.
Während der Konferenz, die vom Deutschen Koordinationskreis Palästina Israel (KOPI) gegen heftigen Wiederstand organisiert wurde, haben über 200 Interessierte und AktivistInnen klare Analysen und faktenreiche Berichterstattung über die andauernden Unterdrückung der PalästinenserInnen durch die Besatzungsmacht Israel gehört und diskutiert.

Hier die Pressemitteilung Bilanz der Konferenz


Manche Redebeiträge sind auf Youtube zu sehen:
Prof. Ilan Pappé Universitäte Exeter, V.K.
Majida Al Massri, ehem. Ministerin PA, Nablus
Jamal Juma'a, Soziologe, Sprecher Stop the Wall, Ramallah
Prof. Moshe Zuckermann, Universität Tel Aviv, Israel
Iris Hefets,Psychoanalytikerin, Vorsitzende Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Berlin

Wann wird die Linke in Israel akzeptieren, dass die Besatzung 1948 begann und nicht 1967?

Rami Younis, 972mag.com, 06.06.17

Erst wenn die israelische Linke akzeptiert, dass die Besatzung 1948 begann – und für Palästinenser eine offene Wunde bleibt – können Araber und Juden sich tatsächlich weigern Feinde zu sein.

Eine der negativen Charakterzüge der israelischen „Linken“ ist wie sie die militärische Herrschaft über das Westjordanland und den Gazastreifen als „Besatzung“ bezeichnen. Ein Teil der Linken beschuldigt Palästinenser sogar wie die Rechten zu sein, wenn sie sagen es gäbe keinen Unterschied zwischen Petah Tikva und Ariel, weil diese dasselbe sagen. Für die meisten Palästinenser jedoch verschleiert dieses übertriebene und orwellsche Gerede über „die Besatzung“ Israels wirkliche Schande: die brutale kriminelle Besatzung von 1948.

Es ist das Fehlen der Anerkennung
der größten Ungerechtigkeit die den Palästinensern je angetan wurde

Ethnische Säuberung, massive Landenteignung, dann Besiedlung dieses Landes, sind die Mutter dieser Schande – auch wenn Israelis sich weigern dies in der Öffentlichkeit anzuerkennen und auch wenn sie versuchen das was die meisten Araber sagen zu ignorieren. Die Bezeichnung der Israelis die Besatzung von 1967 als „die Besatzung“ zu benennen, dient u. a. dazu, die Beschäftigung mit der Nakba zu vermeiden. So besteht der größte Teil von Israels Pseudo-Linker aus Nakba-Leugnern...

Zum vollständigen Artikel

UN-Bericht dokumentiert die anhaltende Gewalt des zionistischen Okkupationsregimes in Palästina

Karin Leukefeld, jungewelt.de, 07.06.2017

(...) Die Gewalt gehört für viele Palästinenser zum Alltag. So berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan am Dienstag, dass israelische Bulldozer unter Militärschutz in den palästinensischen Gazastreifen eindrangen, um Land entlang des Trennungszauns »einzuebnen«, das von den Bewohnern landwirtschaftlich genutzt wird. Bereits am Montag waren 15 Personen bei Razzien im besetzten Westjordanland und in Ostjerusalem verhaftet worden, darunter vier Jugendliche. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden im Jahr 2016 wöchentlich durchschnittlich 96 Razzien in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten im Westjordanland durchgeführt. Im Jahr 2017 waren es bisher durchschnittlich 67 Razzien pro Woche...

Zum vollständigen jungewelt.de

Gegen die Verletzung des Völkerrechts – ein Appell an Oberbürgermeister Feldmann

juedische-stimme.de, 05.06.2017

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Feldmann,

mit Befremden haben wir, die Mitglieder und Freund_innen der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.“ (JS), zur Kenntnis genommen, dass Sie, in Ihrer Eigenschaft als Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Schirmherr einer für den 7. Juni anberaumten Festveranstaltung des „Jüdischen Nationalfond/Keren Kayemeth LeIsrael Deutschland e.V. “ (JNF–KKL) sein werden, deren Ankündigung extrem nationalistische und militaristische Politikpositionen in Israel unverblümt auch hierzulande zu verbreiten sucht...

Zum vollständigen Appell

„Entweder unterstützt ihr den Apartheidsstaat Israel, oder ihr unterstützt einen demokratischen Staat für alle“ Interview mit Ilan Pappé

Prof. Ilan Pappé

Der israelische Historiker Ilan Pappé spricht mit La Izquierda Diario über die Besetzung Palästinas, den Arabischen Krieg von 1948 und die aktuelle Unterdrückung der Palästinenser*innen durch den Zionismus.

(...) Ich glaube, dass die Welt – besonders die westliche Welt – seit 1945 und dem Zweiten Weltkrieg entschieden hat, sich nicht mit dem Zionismus und seinen Verbrechen gegen die Palästinenser*innen auseinanderzusetzen, und zwar aus mehreren Gründen.

Einer der Gründe ist: Wir müssen uns daran erinnern, dass schon im 19. Jahrhundert die Christ*innen nicht wollten, dass das Heilige Land ein muslimisches Land, ein arabisches Land ist. Deshalb gab es eine starke Unterstützung von christlichen Gruppen und Anführern für die Idee, dass die Juden*Jüdinnen zurück nach Palästina gehen, wie sie es nannten. Auch Antisemitismus spielt da eine Rolle, weil die Juden*Jüdinnen dann in Palästina und eben nicht in Europa sind. Das war Teil der Unterstützung.

Zum vollständigen Artikel

Protestaktion in Stuttgart am Samstag 3. Juni 2017

Wie fast immer ist samstags viel los in der Innenstadt in Stuttgart, was gute Gelegenheiten zu Diskussionen und zum Verteilen von Infomaterial bietet

Im Laufe der Aktion kam eine Frau auf uns zu die meinte wir müssten doch wissen dass hp nichts mehr damit zu tun hätte. Wir erklärten ihr, dass hp sich bisher nicht offiziell distanziert hätte, obwohl die internationale Boykott hp-Kampagne schon mehrfach um eine Bestätigung dass hp nichts mehr damit zu tun hätte gebeten hätte. Sie sagte uns zu, dass sie uns diese Bestätigung zukommen lassen wolle. Diese werden wir dann veröffentlichen.

Annette Groth (li), MdB von der Partei Die Linke, diskutiert mit Passanten

„Entweder unterstützt ihr den Apartheidsstaat Israel, oder ihr unterstützt einen demokratischen Staat für alle“ Interview mit Ilan Pappé

Der israelische Historiker Ilan Pappé spricht mit La Izquierda Diario über die Besetzung Palästinas, den Arabischen Krieg von 1948 und die aktuelle Unterdrückung der Palästinenser*innen durch den Zionismus.

(...) Ich glaube, dass die Welt – besonders die westliche Welt – seit 1945 und dem Zweiten Weltkrieg entschieden hat, sich nicht mit dem Zionismus und seinen Verbrechen gegen die Palästinenser*innen auseinanderzusetzen, und zwar aus mehreren Gründen.

Einer der Gründe ist: Wir müssen uns daran erinnern, dass schon im 19. Jahrhundert die Christ*innen nicht wollten, dass das Heilige Land ein muslimisches Land, ein arabisches Land ist. Deshalb gab es eine starke Unterstützung von christlichen Gruppen und Anführern für die Idee, dass die Juden*Jüdinnen zurück nach Palästina gehen, wie sie es nannten. Auch Antisemitismus spielt da eine Rolle, weil die Juden*Jüdinnen dann in Palästina und eben nicht in Europa sind. Das war Teil der Unterstützung.

Zum vollständigen Artikel

Seit dem 15. Mai weht die palästinensische Flagge auf dem Rathaus von Dublin

Olivia Kelly, Irish Times, 08.05.17

Die Palästinensische Flagge weht über das Dubliner Rathaus
Die Palästinensische Flagge weht über das Dubliner Rathaus

Als Zeichen der Solidarität hat das Rathaus in der irischen Hauptstadt Dublin am 15. Mai 2017 die palästinensische Flagge neben der irischen und europäischen Fahne auf seinem Dach aufgezogen. Sie wird für einen Monat dort bleiben. Fotos: Eva Hornung

Zum vollständigen Artikel (engl.)

Solidaritätsaktionen für hungerstreikende palästinensische Häftlinge

Hana Amoury führt ein Interview mit anat Mattar und Sanaa Salameh Dakka, rosalux.org.il

Mehr als 1.500 palästinensische Gefängnisinsassen traten Mitte April in Israel in einen unbefristeten Hungerstreik. In einer Reihe von Städten in Israel mit mehrheitlich arabischer oder gemischt zusammengesetzter Bevölkerung fanden in den vergangenen Wochen öffentliche Mahnwachen statt, um auf das Schicksal der Häftlinge aufmerksam zu machen.

Zum vollständigen Artikel

69 Jahre Flucht und Vertreibung

Israel wird radikaler

Jürgen Rahmig, Reutlinger General-Anzeiger, 12.05.17

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versucht sein Land im Ausland als "Bollwerk der westlichen Zivilisation" gegen den Islamismus herauszustellen – mit dem Ergebnis, dass die westlichen Regierungen Israel nach wie vor ziemlich nachsichtig behandeln...

Zum vollständigen Artikel

Solidariätsaktion auf der Königstraße in Stuttgart am Samstag 6. Mai

Die Innenstadt war voll am Samstag Nachmittag und wir konnten hunderte von Infoblätter verteilen und viele Gespäche mit interessierten PassantInnen führen

Infos zu Forderungen der palästinensischen Gefangenen

Filme zum Palästina-Nakba-Tag

Ein klärender Blick in die Geschichte für eine menschliche Perspektive in der Palästinakfrage

Wir zeigen dieses Jahr zum Palästina-Nakba-Tag (15. Mai) zwei Dokumentarfilme, die sich mit dem israelischen Kolonialismus in Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen und damit alternative Wege für eine menschliche Zukunft zeigen. Es handelt sich um Roadmap to Apartheid von den Filmemachern Ana Nogueira (Südafrika) und Eron Davidson (Israel) sowie Jaffa, The Orange’s Clockwork über die Geschichte der Jaffa-Orange. Bei The Orange’s Clockwork haben wir das große Vergnügen, mit dem israelischen Filmemacher Eyal Sivan persönlich über seinen Film zu sprechen.

Roadmap to Apartheid
Do., 11. Mai 2017 – 20.00 Uhr
Im Theater tri-bühne
Eberhardstr. 61 A – 70173 Stuttgart
Eintritt: 7,00 €

Der Film ist in Englisch mit deutschen Untertiteln

Jaffa, The Orange`s Clockwork: Filmvorführung mit dem israelischen Regisseur Eyal Sivan
Mi., 24. Mai 2017 – um 18:00 Uhr
Im Atelier am Bollwerk
Hohe Straße 26 – 70176 Stuttgart
Eintritt: 8,00 €

Der Film ist in Englisch mit deutschen Untertiteln
Nach dem Film gibt es die Gelegenheit mit dem Regisseur Eyal Sivan zu diskutieren

Weitere Infos zu den Filmen

 

1. Mai 2017 im Clara Zetkin-Waldheim in Stuttgart-Sillenbuch

Auch am 1. Mai 2017 haben wir wieder unsere Tische für Falafelverkauf und Infotisch aufgestellt
Trotz der kühlen Temperaturen ergaben sich längere Gespräche am Infotisch...


Omar Barghouti: „BDS fordert Israel und seine Komplizen heraus“

Ali Abunimah, electronicintifada.net, 25.04.2017

Am Sonntag erhielt Omar Barghouti den Gandhi Peace Award in einer Feier an der Yale Universität in New Haven, Connecticut, USA

Links: Omar Barghouti nimmt den Preis entgegen und hält anschließend eine Rede

Er wurde für seine Rolle als Verteidiger der Menschenrechte und Mitbegründer der BDS-Bewegung für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit ausgezeichnet.

Barghouti wurde von der Vorsitzenden der Organisation Jewish Voice for Peace, Rebecca Vilkomerson vorgestellt, die seine Rolle hervorhob ihre eigene Organisation davon zu überzeugen, dem BDS-Aufruf zuzustimmen.

„Vor 12 Jahren wurden wir romantische Träumer oder schlimmeres genannt“ sagte Barghouti während seiner Dankesrede. „Heute wird unsere schnellwachsende Bewegung als so stark angesehen, dass sie mit aller Macht vom israelischen Regime der Besatzung, des Siedlerkolonialsmus und der Apartheid und seinen Kumpanen in den USA, Europa, Canada und Australien u.a. bekämpft wird...

Zum vollständigen Artikel

»Ein Boykott kann wachrütteln«

Elisa Rheinheimer-Chabbi, Publik-Forum, 24.04.17

Darf man den Staat Israel boykottieren? Die israelische Besatzung der Palästinensergebiete jährt sich 2017 zum 50. Mal, eine Boykott-Bewegung erinnert daran. Iris Hefets aus Berlin, Vorsitzende des Vereins »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost«, erklärt, warum sie bereit ist, dafür den Vorwurf »Nestbeschmutzerin« zu ertragen...

Zum vollständigen Artikel

Omar Barghouti wird den Gandhi Friedenspreis erhalten

Philip Weiss, mondweiss.net, 20.04.17

Am Sonntag Nachmittag (23.04.17) erhält Omar Barghouti, ein Führer der Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen Bewegung (BDS) den Gandhi Friedenspreis, zusammen mit Ralph Nader. In letzter Minute erlaubte ein israelischer Richter ihm in die USA zu reisen...

Zum vollständigen Artikel (engl.)

Wie ich von israelischen Soldaten verhört wurde

Farah Najjar and Shatha Hammad, Al Jazeera, 17.04.17

Seit im Jahr 1974 der erste palästinensische Gefangene im Rahmen eines Gefangenenaustauschs entlassen wurde begehen die Palästinenser am 17. April jedes Jahr den „Tag des Palästinensischen Gefangenen“ um auf die Lage in israelischen Gefängnissen aufmerksam zu machen.

Zur Zeit befinden sich 6.500 palästinensische politische Gefangene in israelischen Gefängnissen. Nach Information von Addameer, einer in Jerusalem basierenden palästinensischen Menschenrechtsorganisation befinden sich unter ihnen 300 Kinder und 53 Frauen. Laith Abu Zeyad, zuständig für internationale Öffentlichkeitsarbeit bei Addameer sagte Al Jazejährlich zwischen 500 und 700 Kinder im Westjordanland verhaftet würden.

„Ich wurde in die Schulter geschossen und begann unkontrolliert zu bluten. Ich verlor erst das Bewusstsein als sie mich zu Boden schlugen und traten“

Nach der Verhaftung werden palästinensische Zivilisten die im Westjordanland wohnen vor israelische Militärgerichte gestellt, wo die Rate der Verurteilungen bis 99,7% beträgt, so Abu Zeyad. Ein Verfahren vor einem Militärtribunal ist eine Verletzung internationalen Rechts und bedeutet, dass Zivilisten regelmässig ordentliche Gerichtsverfahren verweigert werden.

Gleichzeitig beruhen Festnahmen von Gefangenen, die sich in Administrativhaft befinden auf Informationen des militärischen Geheimdienstes zu denen der Gefangene keinen Zugang hat...

Zum Artikel

Hungern für eine bessere Haft

Von Inge Günther, Frankfurter Rundschau, 18.04.17

Ein Massenhungerstreik palästinensischer Gefangener in Israel bringt ihren Präsidenten Abbas in Zugzwang.

Nichts vermag die Palästinenser derart aufzubringen wie das Schicksal ihrer Angehörigen, die hinter israelischen Gittern sitzen. Bereits am Montag, dem ersten Tag des Massenhungerstreiks von weit über tausend palästinensischen Gefangenen, gingen in zahlreichen Städten im Westjordanland und auch im Gazastreifen Anhänger aus nahezu allen politischen Lagern auf die Straße.

Um Rückhalt in der Bevölkerung scheint sich Marwan Barghouti, der ranghöchste in Israel inhaftierte Fatah-Führer, vorerst nicht sorgen müssen. Sein Aufruf im Namen von „Freiheit und Würde“ die Nahrung zu verweigern, hat nicht nur in den Gefängnissen enorme Resonanz erzeugt. Auch die palästinensische Autonomie-Regierung hat sich mit den Hungerstreikenden solidarisiert, ebenso Präsident Mahmud Abbas, allerdings ohne den Namen Barghouti zu erwähnen...

Zum vollständigen Artikel

Allen Widerständen zum Trotz fand die Konferenz in Irland statt

Eine bahnbrechende Konferenz die die völkerrechtliche Basis der Ausrufung des Staates Israel erörtet, findet endlich statt, nachdem die Israellobby über zwei Jahre versuchte diese zu verhindern.

[l-r erste Reihe] Emir Abdullah, Emir von Transjordanien (später könig), Herbert Samuel, britischer Hochkommissar und Winston Churchill damals Kolonialsekretär in Al-Quds, 28 März 1921. So wurde Kolonialherrschaft praktiziert.

schrieb Blake Alcott: Zweimal hintereinander, 2015 und 2016 im Frühling hat es die Israellobby fertiggebracht, die Universität Southhampton dazu zu bringen eine akademische Konferenz zu verbieten, die die Absicht hatte, die Legitimität Israels unter die Lupe zu nehmen. Die erdichteten Gründe dafür waren Sicherheitsbedenken, da eine Handvoll zionistischer Aktivisten vage eine Störung angedeutet hatten.

Nachdem mehrere andere Universitäten in England und in den Niederlanden die Konferenz ebenfalls als ein zu heißes Eisen betrachteten, haben die Organisatoren in Southampton Freunde in Cork in Irland kontaktiert – wo das Recht auf freie Meinungsäußerung noch am Leben ist. Am Wochenende vom 31. März bis 2. April 2017 konnten wir endlich eine Diskussion zum Thema Internationales Recht und der Staat Israel: Legitimität, Exeptionalismus und Verantwortung führen.

Prof. Richard Falk hielt die Hauptrede, die auf seinem jüngsten Bericht über den Apartheid-Charakter Israels im Sinne des Völkerrechts aufbaut. Falk war 2008 - 2014 UN-Sonderberichterstatter für palästinensische Menschenrechte. Er zeichnete die Zersplitterung der palästinensischen Gesellschaft ab 1917 nach, zeigte auf, dass die israelische Rassenpolitik auf alle Palästinenser angewandt wird und kam zu der Schlussfolgerung, dass andere Staaten dazu verpflichtet sind dies zu stoppen, z.B. Beispiel mittels Boykott oder staatlichen Sanktionen.

Dr Blake Alcott ist ökologischer Ökonom und pro-Palästina Aktivist.

Mehr dazu Shifting the Narrative[EN]

Zusammenfgassung von Andy Simons

Hewlett Packard und BDS – Vortrag von Shir Hever

Vortrag von Shir Hever im Rahmen des 2. workshops in der Stop Hp-Kampagne im deutschsprachigen Raum.

HP ist eine der größten Firmen in den USA und in der Welt. 2016 war HP die 20. größte Firma in Fortune 500, also ungefähr die Nummer 20 in den USA.

Wie Microsoft, Apple, Intel usw., ist sie für die israelische Wirtschaft nicht nur deshalb wichtig, weil sie so groß ist, sondern da sie eine Technologie-Firma ist. Das Buch „Start Up Nation“ von Dan Senor und Saul Singer ist ein Propaganda-Werkzeug für die israelische Regierung. Der ehemalige Ministerpräsident und Staatspräsident Shimon Peres hat die Einführung für das Buch geschrieben.

Die größten Technologie-Firmen in der Welt haben Fabriken, Büros und Labore in Israel, und nur so kann die israelische Wirtschaft ihre Reputation als „Start Up Nation“ behalten. Vor zwei Woche haben wir genau gesehen, wie mächtig diese Reputation sein kann. Die Firma Intel hat eine israelische Firma gekauft, sie heißt „Mobileye“, dafür wurden sogar 15,3 Milliarden Dolllar bezahlt. Das ist das größte Geschäft in der Geschichte des Staates Israel. Wirtschaftwissenschaftler sagen, dass es kein Zufall sei, dass Mobileye mehr als 10 Milliarden Dollar wert war. Warum hat Intel so viel bezahlt? Das ist die Reputation. Es gibt Hunderte von Firmen in der Welt, die ähnliche Technologien wie Mobileye entwickeln, aber Mobileye ist eine israelische Firmen, mit israelischen Mitarbeitern, und Intel sieht das als Vorteil.

Zum vollständigen Vortrag

Zum Video

Deutsche Abgründe

Moshe Zuckermann, M&R Magazin, 23.03.17

Moshe Zuckermann       Quelle:SF Kultur

Ein kleiner Schritt für Frankfurts Bürgermeister, ein großer Sprung für deutsche Normalisierer: Uwe Becker (CDU) demonstriert neues-altes Selbstbewusstsein und erklärt jüdische und andere Israelkritiker kurzerhand für »nicht willkommen« in seiner Stadt. Zu den unerwünschten Personen gehört der israelische Historiker und Sohn von Holocaust-Überlebenden Moshe Zuckermann, der in Frankfurt aufgewachsen ist. M&R bat ihn um eine Replik.

Vom 9. bis 10. Juni 2017 sollte in Frankfurt am Main eine Konferenz mit dem Titel »50 Jahre israelische Besatzung. Unsere Verantwortung für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts« stattfinden. Veranstalter ist der Deutsche Koordinationsrat Palästina Israel (KOPI). Teilnehmen sollten Referenten aus Israel, Palästina und Deutschland. Die Konferenz wird, so wie es momentan aussieht, nicht abgehalten werden können. Sie ist bereits im Vorfeld abgewürgt worden. Eine Welle von Hass-Mails aus aller Welt und eine Diffamierungskampagne, deren Urheber auch vor Gewaltandrohungen nicht zurückschrecken, haben den Vermieter des Saals, in welchem die Konferenz stattfinden sollte, dazu bewogen, seinen Vertrag mit den Organisatoren zu annullieren und der Forderung nach einem Raumverbot nachzugeben. Warum? Weil die Veranstaltung als »antisemitisch« stigmatisiert worden ist. Von wem? Nun, diese Frage ist komplexer zu beantworten...

Zum vollständigen Artikel

Protestaktion gegen HP in Böblingen am 31. März 2017

VertreterInnen zahlreicher Palästina-Solidaritätsinitiativen aus der ganzen Bundesrepublik, Österreich und der Schweiz sind am Freitag, 31. März 2017, zu einer Protestkundgebung vor dem Eingang von Hewlett-Packard Enterprise (HPE) im Böblinger Industriegebiet Hulb zusammenkommen. Nach der Aktion dort gab es auch eine Aktion in der Böblinger Innenstadt.
Der Protest richtete sich gegen die Menschenrechtsverletzungen des Unternehmens in Palästina und wollte gleichzeitig die Öffentlichkeit, die Mitarbeiter von HP und die Bürger in Böblingen darüber aufklären.

Protest vor der HP Zentrale
Annette Groth bei der Kundgebung in Böblingen
Die Bundestagsabgeordnete Annette Groth von der Partei Die Linke (re) hielt eine Rede in der Böblinger Innenstadt

HP liefert Soft- und Hardware an israelische Gefängnisse, in denen palästinensische politische Gefangene, einschließlich Minderjährige, inhaftiert sind... Weitere Infos PDF

Infos zur internationalen Kampagne stophp.de

Der Böblinger Bote schrieb einen kurzen Artikel

Israel inhaftiert, verhört und schikaniert Omar Barghouti

Eine Erklärung des nationalen palästinensischen BDS-Ausschusses zu Israels Kampagne, Omar Barghouti zum Schweigen zu bringen und die BDS-Bewegung zu unterdrücke

BNC, 22.03.17

Am Sonntag­morgen, 19. März, haben die israel­ischen Steuer­behörden im Haus von Omar Barghouti , dem promi­nenten paläs­tinens­ischen Menschen­rechts­verteidiger und Mit­begründer der BDS-Bew­egung für Freiheit, Gerecht­igkeit und Gleich­heit für das paläs­tinensische Volk, eine Razzia durch­geführt. Omar und seine Frau Safa wurden festgenommen und an diesem ersten Tag 16 Stunden verhört. Omars Verhör dauert jetzt den vierten Tag.

Im Folgenden ist die Antwort des nationalen palästinensischen BDS-Ausschusses (BNC) zu diesen Entwicklungen und die systematischen Bemühungen der israelischen Regierung, die BDS-Bewegung zu kriminalisieren, Aktivist*innen einzuschüchtern und das Recht auf freie Meinungsäußerung einzustellen...

Zum vollständigen Artikel

Israel ist ein Apartheidstaat...

Jakob Reimann, diefreiheitsliebe.de, 24.03.17

…auch wenn der UN-Bericht zurückgezogen wurde.

Ein historischer UN-Bericht verurteilte erstmals die verbrecherische Besatzung Palästinas und die von Rassismus durchsetzte Politik Israels als „Apartheid.“ Auch wenn der Bericht auf Druck der USA und Israels zurückgezogen wurde, entspricht die Einschätzung der Realität. Die Situation vor Ort zeichnet ein klares Bild: Israel ist ein Apartheidstaat.

„Israel ist des internationalen Verbrechens der Apartheid schuldig,“ mit diesen Worten stellte Richard Falk vergangene Woche einen frisch erschienenen UN-Bericht vor, während seine Kollegin Virginia Tilley klarstellt: „Wir reden nicht länger vom Risiko der Apartheid, sondern von der Anwendung von Apartheid.“

Die beiden international renommierten US-Wissenschaftler leiteten für die UN-Organisation „Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien“ (ESCWA) die Untersuchung über die Behandlung der Palästinenser durch Israel, die zu dem Schluss kommt: „Fern jedes vernünftigen Zweifels, belegen die Beweise, dass Israel schuldig ist, ein Apartheidregime gegen das palästinensische Volk errichtet zu haben.“ ...

Zum vollständigen Artikel

Wo Dörfer waren, sollen Bäume wachsen

Von Marc Schürmann, sz-magazin.suedeutsche.de, 23.03.17

Als Zeichen des Friedens werden mit Spenden aus Deutschland in Israel Wälder gepflanzt. Aber das Projekt hat eine Schattenseite, wie eine Reportage von SZ-Magazin-Autor Michael Obert zeigt.

Zerstörte Unterkunft

Und dann muss Awad Abu-Freih schnell weg. Ein befreundeter Nachbar hat ihn gerade auf dem Handy angerufen: Die Leute vom Jüdischen Nationalfonds seien im Anmarsch. Abu-Freih fürchtet, dass sie ihn ins Gefängnis stecken, sollten sie ihn hier erwischen. Dabei steht er gerade auf seinem eigenen Grundstück, aber darum geht es ja.

Awad Abu-Freih ist ein Oberhaupt arabischer Beduinen, einer muslimischen Minderheit, die in der israelischen Wüste Negev als Halbnomaden lebt. Die Beduinen sind israelische Staatsbürger, laut demokratischer Bürgerrechte gleichberechtigt mit den israelischen Juden. Doch rund 60.000 Beduinen leben in Dörfern, die der israelische Staat nicht anerkennt. Die Bewohner dieser Dörfer leben mit der täglichen Bedrohung, dass der israelische Staat seine Bagger schickt und ihre Häuser abreißen lässt, um stattdessen jüdische Siedlungen zu errichten. Oder riesige Wälder...

Zum vollständigen Artikel

Schlag gegen Demokratie

Ein Kommentar von Arnd Festerling

Die Absage der israelkritischen Konferenz in Frankfurt ist eine Niederlage für die Freiheit der Rede. Kampagnen und Hassmails dürfen in der Stadt nicht darüber entscheiden, was ausgesprochen werden darf.

Arnd Festerling, Chefredacteur der Fraunkfurter Rundschau Quelle: Fraunkfurter Rundschau

Es gibt Niederlagen für die Freiheit der Meinung, für die Freiheit der Rede und für unsere Demokratie, die bekommt kaum jemand mit. Sie treffen den Kern demokratischen Selbstverständnisses, auch wenn keine „Tagesschau“, keine „heute“-Sendung darüber berichtet – warum auch, eigentlich ist doch nur eine Veranstaltung abgesagt worden. Frankfurt hat am Montag eine solche Niederlage erlitten.

Der Betreiber des Ökohauses sagte eine Konferenz ab, die sich kritisch mit „50 Jahre israelische Besatzung“ der Palästinensergebiete auseinandersetzen wollte. Auf das Podium waren weder deutsche Neofaschisten noch antisemitische Dschihadisten geladen, sondern eine ehemalige palästinensische Ministerin, drei führende Köpfe der israelischen Friedensbewegung und ein deutscher Politiker der Linken. Das sagt nichts aus über das, was auf dem Podium womöglich gesagt worden wäre, das sagt nichts darüber aus, ob man den Meinungen der Diskutanten folgen kann oder möchte...

Zum vollständigen Artikel

Jüdisches Ja zum Israel-Boykott

Sind Boykottaufrufe gegen Israels Be­satz­ungs­politik anti­semitisch? Nein, sagt der jüdische Religions­gelehrte Daniel Boyarin, sie sind vielmehr ein Dienst am jüd­ischen Volk. Ein Gast­beitrag in der Frank­furter Rund­schau

Daniel Boyarin
Daniel Boyarin

Seit ich hier in Deutschland bin, im ersten Jahr als „Fellow“ am Max-Weber-Kolleg und jetzt als Humboldt-Preisträger an der FU Berlin, ist mir folgen­des bewusst geworden: Mehr noch als in den USA, werden die Unter­stützer der „BDS“-Kam­pagne (Boycott, Divestment, Sanctions – Boykott, Desin­vestitionen, Sank­tionen) in Deutschland zu Anti­semiten gestempelt, und ihr Vorgehen wird mit dem berüchtigten NS-Boykott jüdischer Geschäfte in den 1930er Jahren verglichen, um nicht zu sagen gleichgesetzt.

Ich bitte um Differenzierung.

Erlauben Sie mir, mich kurz vorzustellen. Ich bin Taubmann-Professor für Talmudische Kultur an der Universität von Kalifornien in Berkeley. Ich habe mein Leben dem Studium und der Lehre der jüdischen Klassiker verschrieben, sowohl in meiner Position an der Universität als auch mit Auftritten in Synagogen und anderen öffentlichen Orten. Nichts Jüdisches ist mir fremd, obwohl ich intellektuell und moralisch einer Reihe von Aspekten des historischen und zeitgenössischen Judentums kritisch gegenüberstehe, genau wie dem politischen und moralischen Verhalten des Staates Israel in der heutigen Zeit.

zum vollständigen Artikel

Gegen Verleumdung – eine Erwiderung auf Volker Beck

juedische-stimme.de, 16.03.17

Der Politiker Volker Beck (Bündnis90/DieGrünen) versucht überall in der Bundesrepublik kritische Stimmen gegen die israelische Besatzungspolitik zum Schweigen zu bringen. Zuletzt wandte er sich an den Bonner Stadtrat mit einem schlecht recherchierten und verleumderischen Schreiben und forderte die Absage der Veranstaltung “Für Menschenrechte und Völkerrecht in Palästina – Was will BDS?“. Gegen diese Zensurversuche protestierten wir mit unserem eigenen Schreiben an den Stadtrat...

Zur vollständigen Erklärung

Die zerstörerische Gewalt der fünfzigjährigen israelischen Besatzung

Felicia Langer, palaestina-portal.eu

Felicia Langer Quelle:arbeiterfotografie

Die israelische Besatzung der palä­stinen­sischen Gebiete seit dem so genannten Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 hat das Leben von Millionen Palä­stin­ensern geändert. Auch mein eigenes Leben. Als Zeitzeugin und Augenzeugin habe ich zu helfen versucht, leider meist vergebens. Die israelischen Verbrechen wie Folterungen, willkürliche Verhaftungen in großem Stil, Administrativhaft, Deportationen, Enteignung von Land, Zerstörung von Häusern und Hab und Gut habe ich miterlebt und in meinen Büchern beschrieben, um diese Informationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bei meinen Lesungen habe ich allzu erlebt, dass Menschen zu mir kamen und sagten: „Das haben wir nicht gewusst!“

Die Neuauflage meines Buches „Mit eigenen Augen“, 2016 beim Cosmics Verlag erschienen, trägt den Untertitel „Israel hat den Palästinensern Land, Freiheit und Würde geraubt“. Das ist das Fazit der letzten 50 Jahre der israelischen Besatzung. – Zu den einschneidendsten gewaltsamen Übergriffen in das Leben palästinensischer Familien zählt die Zerstörung ihres Hauses, sei es dass es ohne Genehmigung gebaut wurde, weil diese nicht zu erhalten war, oder dass einem Familienmitglied die Beteiligung an einem Attentat vorgeworden wird. In diesem Fall stellt die Zerstörung eine völkerrechtswidrige Kollektivstrafe dar...

Zum vollständigen Artikel

Israel und Palästina: Siedlerkolonialismus und Wissenschaftsfreiheit an Universitäten

Prof. Ilan Pappé, University of Exeter, UK, 28.02.17

Prof. Ilan Pappé, University of Exeter

In den letzten zehn Jahren ist ein altes wissen­schaftliches Paradigma, welches für die historische Analyse europäischer Siedler­bewegungen in verschiedenen Teilen der Welt Anwendung fand, in den USA und Australien erneut aufgekommen, nun verbunden mit dem Wunsch die moderne Geschichte dieser Länder zu verstehen. Führende Historiker*innen aus aller Welt redefinierten das Paradigma des Siedlerkolonialismus, um alle Orte miteinzuschließen, an denen europäische Immigrant*innen nicht-europäische Länder kolonialisierten – zunächst mit Hilfe kolonialer Imperien, später dann im Kampf gegen jene Imperien und die einheimische indigene Bevölkerung...

Zum vollständigen Artikel

Zionismus und Antisemitismus

klassegegenklasse.org

Ein grundlegendes Problem in der Ansicht vieler deutscher Linken auf Palästina und den Zionismus besteht darin, dass das Paradigma unkritisch akzeptiert wird, der Zionismus sei eine emanzipatorische Antwort auf den Nationalsozialismus. Schon historisch ist diese Annahme falsch – die zionistische Bewegung und die ersten Stufen der Kolonisierung Palästinas entstanden einige Jahrzehnte vor dem deutschen Faschismus. Nichtdestotrotz besteht natürlich eine Beziehung zwischen dem Zionismus und dem europäischen Antisemitismus; diese Beziehung ist aber viel weniger kausal und viel dialektischer, als es in dem hegemonialen Diskurs in Deutschland gesehen und analysiert wird...

Zum vollständigen Artikel

Indien und Israel verstärken Zusammenarbeit. Kooperation im Rüstungsbereich

Thomas Berger, jungewelt.de, 08.03.17

Narendra Modi wird im Juli zu einer historischen Reise aufbrechen: Als erster indischer Regierungschef will er einen Staatsbesuch in Israel absolvieren. Über das genaue Datum schweigen sich beide Seiten zwar noch aus. Erste Vorbereitungsgespräche hat es laut Medienberichten aber schon gegeben. Das anstehende Ereignis ist von einem Jubiläum getragen – 25 Jahre war es Ende Januar her, dass beide Länder diplomatische Beziehungen aufnahmen. Mit dem Staatsbesuch würde Modi, Chef der regierenden hindunationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP), seinem Land ein weiteres Abrücken von dessen traditioneller Solidarität mit den Palästinensern verordnen.

Als die damals regierende Kongresspartei (INC) 1992, auch unter US-amerikanischem Druck, erstmals Botschafter mit Israel austauschte, war noch davon die Rede, dass dies an den traditionell guten Beziehungen in die arabische Welt nichts ändern werde. Bei der derzeit in Delhi tonangebenden BJP, die eine islamfeindliche Grundhaltung hat, könnte das anders aussehen...

Zur vollständigen Artikel

Schweizer Parlament schränkt den Einsatz für Menschenrechte in Israel/Palästina ein

Presseerklärung BDS Schweiz - 08.03.17

BDS Schweiz verurteilt die heutige Annahme einer Motion im Nationalrat, die zum Ziel hat, finanzielle Unterstützung von Menschenrechtsorganisationen im Kontext Israel/Palästina zu verbieten. Sie ist ein Angriff auf die palästinensische Bevölkerung, die Meinungsfreiheit und Organisationen, die sich für die Einhaltung von Menschenrechten und dem Völkerrecht engagieren. Die von SVP-Nationalrat Christian Imark eingereichte Motion verlangt, dass Organisationen keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten, wenn sie die gewaltfreie BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) unterstützen...

Zur vollständigen Presseerklärung

»Verhandlungen sollen für Israel günstig sein«

junge Welt.de, 28.02.17

Mit Unterstützung der USA versucht Benjamin Netanjahu, seine Vorstellung vom Nahen Osten durchzusetzen.
Gespräch mit Dror Etkes

Haben US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bei ihrem jüngsten Treffen in Washington die Zweistaatenlösung endgültig verworfen und die Idee eines gemeinsamen Staates für Juden und Palästinenser mit gleichen Rechten ins Spiel gebracht, wie manche Kommentatoren behaupten?...

Soweit würde ich nicht gehen. Trump ist eine unvorhersehbar handelnde Person. Er sagte, dass für ihn alles okay sei: ein Staat, zwei Staaten oder eine andere Lösung. Ich fürchte jedoch, dass er sich dabei nicht auf einen gemeinsamen demokratischen Staat bezog, den immer mehr Palästinenser und auch einige Israelis wünschen...

Zum vollständigen Artikel

Israel schlägt Golfstaaten Allianz gegen Iran vor

spiegel.de, 28.02.17

Lieberman macht sich für eine Allianz ähnlich der Nato stark.
Für Israel gehört auch Saudi-Arabien zu den gemäßigten Staaten!

Israel, Saudi-Arabien und andere Golfstaaten haben nach Ansicht der israelischen Regierung einen gemeinsamen Feind: Iran. Minister Lieberman bringt nun ein Bündnis nach dem Vorbild der Nato ins Gespräch.

Israel hat Saudi-Arabien die Bildung einer Allianz im Nahen Osten nach dem Vorbild der Nato vorgeschlagen. "Es ist Zeit, öffentlich ein formelles Bündnis zu bilden, eine Koalition aller gemäßigten Kräfte im Nahen Osten gegen den Terror", sagte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman in einem Interview mit der "Welt"...

Zum vollständigen Artikel

Mads Gilbert: Night in Gaza

Interview mit Mads Gilbert, The Palestinian Information Center

(...) “Israel gravely violates inter­national law… Did the big powers give Israel the right to occupy Pales­tinian land? Why do these countries deprive Pales­tinians of the right to defend their lands in the face of Israeli occupation? Wash­ington supports the Israeli oppression against the Pales­tinians and covers the crimes of the Israeli army in Gaza and the West Bank, and totally ignores the right of nine million Palestinian refugees to return to their home in Palestine.”...

The Palestinian Information Center Interview

Fünf Jugendliche wurden wegen Steinewerfens zu längeren Haftstrafen verurteilt als der israelische Soldat der einen verwundeten Palästinenser erschossen hat

Bethan McKernan, independent.co.uk, 22.02.17

Saleh Ashraf Ishtayya, 16:  Drei Jahre und drei Monate Gefängnis
Muhammad Ahmad Jaber, 14: Drei Jahre Gefängnis
Murad Raed Alqam, 14: Drei Jahre Gefängnis
Muhammad Na’el Tayeh, 17:  Zwei Jahre und vier Monate Gefängnis
Zaid Ayed al-Taweel, 16: Zwei Jahre und vier Monate Gefängnis

Siehe den Artikel "Five children who got longer sentences for throwing stones than Israeli soldier who shot incapacitated Palestinian dead" independent.co.uk

»Grünes Licht« für Mord

jw.de, 22.02.17

Israelischer Soldat muss nach gezielter Tötung nur 1,5 Jahre in Haft

18 Monate Haft wegen Tötung eines verletzten Palästinensers
Elor Azaria und seine Mutter im Gerichtssaal nach dem Urteilsspruch

Ein israelischer Soldat muss wegen Totschlags an einem verletzten palästinensischen Attentäter für eineinhalb Jahre ins Gefängnis. Dies entschied ein Militärgericht in Tel Aviv am Dienstag. Der 21 Jahre alte Soldat war im vergangenen Monat schuldig gesprochen worden. Bis zu zwanzig Jahren Haft drohten Elor Azaria zuvor. Viele Israelis sahen den Soldaten hingegen als unschuldig an und feierten ihn als Volkshelden. Auch Minister­präsident Benjamin Netanjahu sprach sich nach der Urteilsverkündung im Januar für eine Begnadigung aus.

(...) Die palästinensische Autonomiebehörde hat empört auf das milde Urteil für Asaria reagiert. Diese bedeute »grünes Licht« für Verbrechen des israelischen Militärs, sagte der Sprecher Tarik Rischmawi am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Hanan Aschrawi, Mitglied des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO, bezeichnete die Strafe als »Hohn auf die Gerechtigkeit«. »Es ist offensichtlich, dass das israelische Justizsystem von demselben Rassismus, der Ungerechtigkeit und Kultur des Hasses befallen ist wie die israelische Besatzung«, sagte Aschrawi am Dienstag nach Angaben ihres Büros...

Zum vollständigen Artikel

18 Monate Haft wegen Tötung eines verletzten Palästinensers

faz.net, 21.02.17

Ein israelischer Soldat hat einen kampfunfähigen Attentäter mit einem Kopfschuss hingerichtet. Der Fall spaltet Israel: Für die einen ist Azaria ein Held, für die anderen ein Mörder.

Ein israelischer Soldat muss wegen Totschlags an einem verletzten palästinensischen Attentäter für eineinhalb Jahre ins Gefängnis. Dies entschied ein Militärgericht in Tel Aviv am Dienstag. Der 21 Jahre alte Soldat war im vergangenen Monat schuldig gesprochen worden. Bis zu zwanzig Jahren Haft drohten Elor Azaria zuvor. Viele Israelis sahen den Soldaten hingegen als unschuldig an und feierten ihn als Volkshelden. Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach sich nach der Urteilsverkündung im Januar für eine Begnadigung aus...

Nahezu zeitgleich mit Ihrer Absage wurden in den Medien und online-Portalen Vorwürfe gegen die AWR und die Uni HH wegen der Gastprofessur von Farid Esack erhoben: Farid Esack, einer der renommiertesten islamischen Denker unserer Zeit, ist auch Vorsitzender von BDS South Africa. BDS South Africa ist in der weltweiten BDS-Bewegung verankert, die den Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft aus dem Jahre 2005 zu Boykott, Investitionsentzug und Sanktionen gegen Israel unterstützt, bis Israel internationalem Recht und den universellen Prinzipien der Menschenrechte nachkommt...

Zum vollständigen Artikel

Offener Brief an die Akademie der Weltreligionen (AWR) / Universität Hamburg und die Grüne-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft

BDS Deutschland, 16.02.17

Sehr geehrter Herr Professor Weiße,
sehr geehrte stellvertretende Direktor*innen der AWR
sehr geehrte Mitglieder des AWR-Beirates
sehr geehrte Mitglieder des International Advisory Board
sehr geehrte Fraktionsmitglieder der Grünen in der Hamburger Bürgerschaft,

mit Bedauern haben wir – Mitglieder und Sympathisierende der BDS-Bewegung in Deutschland – die Absage der von Ihnen gemeinsam mit der Grünen-Fraktion Hamburg angekündigten öffentlichen Veranstaltung mit Prof. Dr. Farid Esack zum Thema „Wem erlaube ich, im Zug neben mir zu sitzen? Religionsfreiheit in einer Zeit des Terrors“ zur Kenntnis genommen. Aus organisatorischen Gründen ließen Sie verlauten und versprachen dabei gleichzeitig – zumindest ist dies auf der fb-Seite der "Antideutschen Aktion Hamburg" in einen Eintrag vom 24. Januar um 12:16 so nachzulesen - eine deutsche Übersetzung der Rede von Professor Esack in den nächsten Tagen auf Ihre Homepage zu setzen.

Nahezu zeitgleich mit Ihrer Absage wurden in den Medien und online-Portalen Vorwürfe gegen die AWR und die Uni HH wegen der Gastprofessur von Farid Esack erhoben: Farid Esack, einer der renommiertesten islamischen Denker unserer Zeit, ist auch Vorsitzender von BDS South Africa. BDS South Africa ist in der weltweiten BDS-Bewegung verankert, die den Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft aus dem Jahre 2005 zu Boykott, Investitionsentzug und Sanktionen gegen Israel unterstützt, bis Israel internationalem Recht und den universellen Prinzipien der Menschenrechte nachkommt...

Zum vollständigen Offenen Brief

Offener Brief von Cafe Palestine Freiburg an den Freiburger Gemeinderat, Mitglieder der Universität

Cafe Palestine Freiburg, 13.02.17

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Amtsblatt vom 27.1.17 hat die JPG Freiburg [Fraktionsgemeinschaft Junges Freiburg / Die PARTEI / Grüne Alternative Freiburg] unter dem Titel „Freiburger! Kauft auch bei Juden!“ Unwahrheiten über die BDS-Bewegung (BDS steht für Boykott, Desinvestition und Sanktionen) verbreitet und den Gemeinderat dazu aufgefordert, für den „Ausbau der Aufklärungsarbeit gegen Antisemitismus“ die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Die JPG (allen voran Simon Waldenspuhl) ebenso wie das Referat gegen Antisemitismus des Studierendenrats an der Uni Freiburg, die antideutsche ISF (Initiative sozialistisches Forum) und die Deutsch-Israelische Gesellschaft Freiburg versuchen seit Langem, Veranstaltungen von Cafe Palestine Freiburg durch Lügen und Verleumdungen aus der Stadt und vor allem aus der Universität zu vertreiben.  Städtische Räume werden unserem Verein nicht zur Verfügung gestellt, Kooperationspartner werden durch Briefe, Emails, Telefonate oder auch "persönliche Besuche" unter Druck gesetzt...

Zum vollständigen Offenen Brief

Gegen Rassismus an der Uni Wien: Protestbrief gegen eine Veranstaltung mit Ayelet Shaked

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e. V., 13.02.17

Justizministerin Ayelet Shaked: „Wir müssen nun über die Annektierung [des restlichen paläs­tin­ensischen Territorium] sprechen“ – Haaretz.com

Anlässlich einer geplanten Veranstaltung mit der israelischen Justiz­ministerin an der Rechts­wissen­schaft­lichen Fakultät der Uni­versität Wien haben wir uns heute an den Dekan mit einem Protest­brief gewendet. Rass­ismus und Rechts­extremismus verdienen keine Bühne an der Universität Wien!

Sehr geehrter Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Oberhammer,
Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien,
mit großer Verwunderung haben wir zur Kenntnis genommen, dass die israelische Justizministerin Ayelet Shaked am Mittwoch, den 15. Februar 2017, an Ihrer Fakultät einen Vortrag im Rahmen der „Distinguished Lecture Series“ halten wird. Der Titel des Vortrags – „Protecting Human Rights While Countering Terrorism – The Israeli Case“ – steht in geradezu zynischem Gegensatz zu zahlreichen Äußerungen und Handlungen Shakeds.

Shaked ist wie kaum andere Politiker_innen in Israel für ihre rassistische und rechtspopulistische Hetze gegen Geflüchtete, gegen Palästinenser_innen sowie Menschenrechtsaktivist_innen bekannt. Viele ihrer Äußerungen hätten, wenn sie in Österreich oder Deutschland gefallen wären, zu Prozessen wegen Volksverhetzung und Anstiftung zu Straftaten geführt. So verbreitete sie im Sommer 2014 auf ihrer Facebookseite einen Aufruf zum Genozid an der palästinensischen Bevölkerung, in dem es heißt: “Sie alle (die Palästinenser_innen) sind feindselige Kämpfer gegen uns, und sie werden dafür bluten. Dazu zählen nun auch die Mütter der Märtyrer /…/. Sie sollten ihren Söhnen folgen – nichts wäre gerechter. Sie müssen verschwinden, und ebenso die Häuser, in denen sie diese Schlangen großziehen.” ...

Zum vollständigen Protestbrief

Deutsche Befindlichkeiten – Wie eine vorgebliche Antisemitismusbekämpfung zur ideologischen Farce gerät

Moshe Zuckermann, junge Welt, 10.02.17

(…) Wo soll man anfangen, um die für den gegenwärtigen Antisemitismus-Diskurs in Deutschland charakteristischen Verzerrungen zu entzerren? Die dafür notwendigen begrifflichen Voraussetzungen enthalten bereits die Koordinaten dessen, was im besten Fall ein Missverständnis ist, im Grunde aber auf eine interessengeleitete Manipulation hinausläuft: Judentum, Zionismus und Israel werden in eins gesetzt, damit Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik als eine einheitliche Kategorie behandelt werden können.

Zum vollständigen Artikel

Mehr als nur ein „Israelkritiker“

Daniel Bax, taz.de, 09.02.17

Farid Esack

Der Theologe und ehemalige Anti-Apartheid-Kämpfer Farid Esack aus Südafrika wird in Deutschland als „Antisemit“ geschmäht. Das wird dem Aktivisten und Intellektuellen nicht gerecht.

Farid Esack hat so manchen Kampf ausgefochten und sich trotzdem seinen Humor bewahrt. Dass er jetzt im Zentrum einer erbitterten Kontroverse steht, nachdem er an der Uni Hamburg diesen Winter eine Gastprofessur innehatte, bringt ihn kaum aus der Ruhe. Die Kritik entzündet sich daran, dass Esacks Haltung zu Israel umstritten ist. Denn Esack sitzt in Südafrika der Boykott-Bewegung gegen Israel vor, „BDS“ genannt (für Boykott, Desinvestionen, Sanktionen).

Zum vollständigen Artikel

„Die Zwei-Staaten-Lösung ist nicht mehr umsetzbar“

Bettina Marx im Gespräch mit Ann-Kathrin Büüsker, deutschlandfunk.de, 08.02.17

Mit Israels neuem Gesetz zu jüdischen Siedlungen werde der bereits existierende Diebstahl von palästinensischem Land legalisiert, sagte die Büroleiterin der Böll-Stiftung in Ramallah, Bettina Marx, im DLF. Die Palästinenser seien resigniert und niedergeschlagen. Marx schloss auch eine neue Eskalation nicht aus.

Zum vollständigen Artikel

Israels Landraub-Gesetz ist nur die Spitze des Siedlungs-Eisbergs

Haggai Matar, 972mag.com, 07.02.2017

Jeder der das neue Gesetz zur Authorisierung des Diebstahls privaten palästinensischen Lands verurteilt und dabei den Massendiebstahl vergisst der durch das Siedlungsunternehmen insgesamt erzeugt wird tut dem Kampf für Gleichheit in diesem Land Unrecht.

Montagnacht hat die Knesset das „Formalisierungsgesetz“ (auch als „Normalisierungsgesetz“ übersetzt) verabschiedet, das dutzende Siedlungsaußenposten (fast 4.000 Wohneinheiten) im Westjordanland nachträglich legalisiert. Das Gesetz formalisiert Siedlungsdiebstahl privaten palästinensischen Lands, das es dem Staat erlaubt den Palästinensern eine Kompensation aufzuzwingen für Land das ihnen gehört und das von Siedlern übernommen wurde.

(...) Jede israelische Regierung hat in den letzten 50 Jahren dazu beigetragen, mehr als 750.000 seiner Bürger in die von Israel 1967 besetzten Gebiete zu bringen. Die Etablierung von Siedlungen in besetzten Gebieten ist durch internationales Recht verboten, woran uns der UN Sicherheitsrat erst vor Kurzem erinnert hat....
Zum vollständigen Artikel

Brief an die Georg-August-Universität Göttingen, wegen der Nakba-Ausstellung

Ingrid Rumpf, Flüchtlingskinder im Libanon e.V., 07.02.17

Sehr geehrte Frau Präsidentin,
nachdem Frau Prof. Dr. Schneider und Herr Prof. Dr. Ambos aus für mich sehr plausiblen Gründen übereingekommen sind, keine Neuauflage der Nakba-Ausstellung an der Universität Göttingen quasi als einen zweiten Aufguss verantworten zu wollen, möchte ich mich aus meiner Sicht noch einmal abschließend äußern. Der große Erfolg der Nakba-Ausstellung in der Galerie Alte Feuerwache mit vielen Hundert Besuchern und fast 500 verkauften Ausstellungskatalogen zeigt das große Interesse der Öffentlichkeit an der Nahost-Thematik und das Bedürfnis nach alternativen Informationen.

Dass das Wissen um die Hintergründe des den gesamten arabischen Raum beeinflussenden Nahostkonflikts aus historischen Gründen nach wie vor von der israelischen Sichtweise auf den Konflikt dominiert wird, ist offensichtlich. Allein die Tatsache, dass der Begriff der „Nakba“ und die Forschungsergebnisse der sogenannten neuen israelischen Historiker in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt sind, spricht für sich. Da sind die Studenten und vermutlich auch die Mehrzahl der Dozenten der Uni Göttingen keine Ausnahme. Umso mehr ist der Umgang der Universitätsleitung mit der Nakba-Ausstellung zu bedauern...
Zum vollständigen Brief

Grünes Licht zum Landraub

Monika Bolliger, nzz.ch, 07.02.17

Israels Knesset hat am späten Montagabend ein kontroverses Gesetz verabschiedet, das die Enteignung von Palästinensern für rechtmässig erklärt. Das Gesetz legalisiert über 50 Aussenposten von Siedlungen, welche auf Land erbaut wurden, das sich in palästinensischem Privatbesitz befindet. Es verweigert den betroffenen Palästinensern das Recht, ihren Landbesitz vor Gericht zu beanspruchen. Die Verfasser nennen es Gesetz zur „Regulierung“ von Siedlungen. Gegner nennen es „Landraub-Gesetz“...
Zum vollständigen Artikel

Nachspiel wegen Israel-Kritik

Daniel Bax, 06.02.17

Der südafrikanische Theologe Farid Esack war Gastprofessor in Hamburg. Jetzt stehen die Hochschule und der Senat deshalb unter Druck.

Farid Esack ist ein Veteran des Kampfes gegen die Apartheid in seinem Land. Nach dem Ende der Rassentrennung wurde er von Nelson Mandela zum Gleichstellungsbeauftragten seiner Regierung berufen. Außerdem ist er ein muslimischer Reformtheologe, der sich für eine liberale Auslegung des Islam einsetzt. Darum wurde er von der Akademie der Weltreligionen in Hamburg eingeladen, um als Gastdozent im Wintersemester zwei Seminare zu leiten...
Zum vollständigen Artikel (Falls eine Zwischenseite erscheint, bitte dort auf den Link Gerade nicht/continue reading klicken)

Belgische Akademiker_innen und Kunstschaffende fordern Rückzug aus LAW TRAIN

bds-info.ch, 04.02.17

In Belgien haben 482 Professor_innen und Forschende gemeinsam mit 190 Kunstschaffenden einen offenen Brief an die belgischen Behörden geschrieben. Darin fordern sie, dass sich Belgien aus dem von der EU finanzierten Forschungsprojekt LAW TRAIN, das eine Zusammenarbeit europäischer Länder mit der israelischen Nationalpolizei vorsieht, zurückzieht.

Der Widerstand gegen LAW TRAIN, das im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon2020 steht und mit dem Technologien zur Vereinheitlichung von polizeilichen Befragungen entwickelt werden, wächst. Koordiniert wird das Projekt von Israel und als Partner treten das israelische Ministerium für öffentliche Sicherheit, die israelische Nationalpolizei, der Föderale Öffentliche Dienst Justiz Belgiensund das spanische Innenministerium sowie die Guardia Civil auf.
Zum vollständigen Artikel

Palestinian shot dead 'in cold blood' by Israeli police during Negev demolition raid

Ma'an News Agency, 18.01.17

Ayman Odeh verletzt
Parlamentarier Ayman Odeh, verletzt durch ein von der israelischen Polizei abgefeuertes Geschoss, das harmlos sponge-tipped bullet (Geschoss mit schwammverkleideter Spitze) genannt wird. Viele haben durch diese Geschosse schon ihr Augenlicht verloren. Mehr Infos zu diesem Thema: dci-palestine.org

Two people were killed and several others were hospitalized on Wednesday after a predawn demolition raid into the Bedouin village of Umm al-Hiran in the Negev region erupted into clashes, as Israeli forces used sponge-tipped bullets, tear gas, and stun grenades to violently suppress locals and supporters who had gathered to resist the demolitions.
Zum vollständigen Artikel (engl.)

Um Al-Khiran: Unsere Solidarität gegen ihre Lügen

Dror Dayan, 21.01.17

Bei der Räumung einer palästinensischen Siedlung erschoss die israelische Polizei am Mittwoch einen Lehrer. Kurzerhand verbreitete sie die Lüge, der Erschossene sei Mitglied des ISIS (Islamischer Staat in Irak und Syrien) – und fast alle Medien glaubten ihr.

Es ist Mittwoch, früh morgens, in dem beduinischen Dorf Um Al-Khiran in der Naqab-Wüste im Süden Israel/Palästina. Eine Hundertschaft von Polizist*innen ist unterwegs in das Dorf hinein. Ein Polizeihubschrauber schwebt über der Wüste, filmt das Gelände mit einer Thermokamera. Im Dorf befinden sich schon mehrere Aktivist*innen, Palästinenser*innen und Israelis. Sie warten zusammen mit den Dorfbewohner*innen gespannt auf die Räumung.

Für die Älteren davon wäre es schon die zweite Vertreibung: die kleine Gemeinde hat sich in das vom Staat nicht anerkannte Dorf angesiedelt, nachdem sie 1956 durch Israel von ihrem Land vertrieben und dort angesiedelt wurden. Nun sollten sie wieder verdrängt und umgesiedelt werden, da der Staat für das Gelände etwas anderes vorhat: Auf dem Land von Um Al-Khiran sollte eine rein jüdische Ansiedlung errichtet werden, mit dem hebräischen Namen „Khiran“. Die Pläne stehen schon fest, die neue Einwohner*innen sind schon bereit und werben schon ihre neue Nachbarschaft im Netz...

Zum vollständigen Artikel

Ein voller Erfolg für die gemeinsame Sache und Meinungsfreiheit!

„Ich glaube, dass auf diesem Wege sogar mehr erreicht wurde als potentiell auf dem Wege eines Urteils.“

Siehe unten „Solidarität mit Christoph Glanz“

Christopher Glanz, 27.01.17

Ich erlaube mir mal, den Tenor des Vergleichs hier direkt wiederzugeben:
1)„Die Parteien haben im Rahmen einer Mediationssitzung/Güterichtersitzung Ein intensives Gespräch aus Anlass der E-Mail von Frau Rihl vom 24.04.2016 an die ESG (Evangelische StudentInnengemeinde) in Oldenburg geführt.

2) Die Parteien sind sich darüber einig, dass Kritik an der Politik des Staates Israel von der Meinungsfreiheit gedeckt ist, soweit diese nicht durch Hass gegen das „Kollektiv der Juden“, der Religionszugehörigkeit zum Judentum oder andere rassistische Zuschreibungen motiviert ist.

3)Frau Rihl erklärt, a)dass sie es bedauert, dass Herr Glanz durch die entstandene Debatte dem rechtsradikalen Lager zugeordnet werden könnte,

b) dass sie angesichts obiger Definition des Wortes Antisemitismus von der Bezeichnung des Herrn Glanz als „bekannten Antisemiten“, die u.a. anlässlich der Unterstützung des Herrn Glanz für die BDS-Kampagne entstanden ist, Abstand nimmt und es künftig unterlassen wird, ihn so zu bezeichnen. Frau Rihl bleibt weiterhin bei ihrer Kritik an der BDS-Kampagne, die von Herrn Glanz unterstützt wird.

4) Mit dem Abschluss dieses Vergleichs sind alle Auseinandersetzungen aus Anlass der oben geführten E-Mail abgeschlossen.

5) Die Kosten des Rechtsstreits 5 O 2521/16 Landgericht Oldenburg und des Vergleichs werden gegeneinander aufgehoben.“

In Großbritannien wächst die Wut unter den Konservativen über Israels Intrige

Von Asa Winstanley, electronicintifada.net, 15.01.17

Vize-Außenminister Alan Duncan: zu palästinafreundlich für Manche

Ein einfluß­reiches Par­la­ments­komitee wird eine Intrige der israel­ischen Botschaft, einen Regier­ungs­minister Groß­britan­niens „aus­zuschalten“, unter­suchen. Der Vorsitzende des Ausschusses des auswärtigen Amts sagte am Sonntag, dass die Diskussion des in Ungnade gefallenen ranghohen Diplomaten, Shai Masot über eine „Abschussliste“ von Parlamentariern sei eine „Einmischung in britische Politik der düstersten Art“.

(...) Nachdem geheime Filmaufnahmen die Intrige aufgedeckt hatten, wurde Masot schleunigst kaltgestellt, nach Israel zurückgeschickt und von seiner Regierungsposition gefeuert. Die für Israel höchst peinliche Affäre führte zu einer kriecherischen Entschuldigung des Botschafters Mark Regev bei Außenminister Boris Johnson. Das Filmmaterial zeigt Masot wie er Johnson einen „Idioten“ nennt...
Zum vollständigen Artikel


Hier ein Rückblick zu vorherigen Artikeln von unserer Homeseite.
Rückblick zu Artikeln von 2015
Rückblick zu Artikeln von 2014
Rückblick zu Artikeln von 2013
Rückblick zu Artikeln von 2012
Rückblick zu Artikeln von 2011
Rückblick zu Artikeln von 2010



...